Abgeklärt zum Auswärtssieg

Der Aufwärtstrend ist nicht zu übersehen: Das abstiegsgefährdete Zweitliga-Team des SV Fellbach zeigt beim 3:1-Erfolg in Grafing nicht nur in den entscheidenden Momenten seine Qualitäten und vergrößert den Abstand zu den schlechtesten Plätzen.


13.03.2017

Foto: Patricia Sigerist

Für den Trainer war es ein harter Tag; es ging ihm nicht gut. Für den Trainer war es aber auch ein erfreulicher Tag; so gesehen ging es ihm in dieser Saison schon viel schlechter. Markus Weiß war krank. Er hatte Fieber, nicht zu knapp: „Ich möchte gar nicht wissen, wie hoch die Temperatur ist.“ Seine Mannschaft wollte er jedoch nicht alleine lassen, und seine Mannschaft wollte dem Trainer an diesem Samstag nicht noch mehr zumuten. Sie kam nach schwierigem Auftakt beim TSV Grafing auf Betriebstemperatur und zu einem 3:1- Erfolg (13:25, 25:9, 25:22, 25:23), der auch dem angegriffenen Vordenker am Spielfeldrand gutgetan hat. Die ihm Anvertrauten waren im Ganzen wohlauf. Und wenn sich die Volleyballer des SV Fellbach in den restlichen Begegnungen der Saison so präsentieren wie an diesem fünftletzten Spieltag, dann werden sie am Ende der von einer ausufernden Verletzungsserie geprägten Zweitliga-Runde doch noch wohlbehalten dastehen.

Markus Weiß hat wieder ein Gefüge beisammen, mit dem sich erfolgreich arbeiten lässt. Seit ein paar Wochen kann sich das Gros der Spieler, fast schon so wie in den Meisterjahren 2015 und 2016, an den Übungsabenden tatsächlich gemeinsam mit den Volleybällen beschäftigen. „Das ist eine ganz andere Trainingsbeteiligung, ein ganz anderes Trainingsniveau. Das hilft uns ungemein, das ist Gold wert“, sagt Markus Weiß. Seither ist beim abstiegsgefährdeten Champion nach zehn Niederlagen in Serie von Ende Oktober bis Januar – auch im Ligageschehen der Aufwärtstrend nicht zu übersehen. Ungeachtet des Rückschlags vor neun Tagen, der 2:3-Niederlage gegen den Nachbarn TSV G. A. Stuttgart. Am Samstag konnten die Gäste – wie die Gastgeber – die Höchstzahl von 14 Akteuren auf dem Spielberichtsbogen auflisten. Auch Markus Weiß darf jetzt wieder auf eine gewachsene Einheit setzen. Die neue, alte Vertrautheit bei der sportlichen Zusammenkunft hat es der Mannschaft um den Kapitän Marvin Klass am Samstag erlaubt, den ersten Satz wegzustecken, in dem ihr gegen (heim)starke Grafinger noch nicht viel gelingen wollte. Sie hat mit einiger Gelassenheit weitergespielt und im zweiten Abschnitt den Gegner dahin gebracht, dass ihm nicht mehr viel gelingen wollte. Mit starken Aufschlägen und mit Patrick Köder, dem lange verletzten Meisterzuspieler, der nach seiner Einwechslung den Part des Passgebers wie früher auf hohem Niveau versah.

 Im dritten und im vierten Durchgang beschränkten sich die Vorteile des SV Fellbach auf entscheidende Momente. Die beiden Teams, die bis dahin nur zwei Punkte trennten, hat auch da ganz wenig getrennt. Sie maßen sich auf Augenhöhe. Der TSV Grafing erwies sich als der erwartet robuste Widersacher. „Wir waren aber ruhig und abgeklärt“, sagt Markus Weiß. Nicht überlegen, aber überlegt. So konnten sich Marvin Klass, Patrick Köder, Yannick Harms, Jonas Hanenberg, Valentino Nadale, Sebastian Mättig und Philipp Arne Bergmann, der die Trophäe für den wertvollsten Spieler der Partie erhielt, in Bayern vollends durchsetzen und die drei Punkte davontragen. „Eine klasse Mannschaftsleistung“, sagt Markus Weiß: „Und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Klassenverbleib.“

Fehlt noch der eine oder andere Schritt, auch wenn der SV Fellbach nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hat. Die nächste Gelegenheit, die Ausgangslage weiter zu verbessern, folgt am 25. März daheim gegen die FT Freiburg. Markus Weiß hofft, dass es wieder ein erfreulicher und dazu kein so harter Tag wird wie in Grafing ohne jene Fieberwerte, die der Trainer am Samstag so genau besser nicht wissen wollte.

SV Fellbach: Klass, Harms, Bergmann, Köder, Hanenberg, Nadale, Mättig, Koch, Welsch, Lag zdins, Jalowietzki, Leipert, Bura, Filo.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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