Markus Weiß hört mit Pokalsieg auf

Nach zwei Jahren, einer Meisterschaft und dem gestrigen Pokalsieg (3:0 gegen Stuttgart) tritt der Headcoach des #RotenRudels kürzer und legt eine schöpferische Pause ein. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.


07.05.2017

Wird sich künftig mehr seiner Familie denn Volleyball-Pokalen widmen.

Markus Weiß trat sein Amt nach dem Titelgewinn 2015 an. Mit der sofortigen Meisterschaftverteidigung 2016 hatte er selbst wohl am wenigsten gerechnet, denn er war ein schweres Erbe, das vom langjährigen Erfolgstrainer Diego Ronconi antrat. Markus Weiß jedoch verstand es, eine gute Meister-Mannschaft neu zu motivieren und aus einzelnen Spielern noch mehr herauszuholen. In einem spannenden Saisonfinale sicherte sich sein Team im März 2016 den Titel gegen eine starke Eltmanner Equipe. "Vor 800 Zuschauen die Meisterschaft zu feiern, das hat schon verdammt Spaß gemacht", blickt Weiß ein wenig wehmütig zurück.

Wer weiß, wohin der Weg in seinem zweiten Jahr geführt hätte - ohne die großen Verletzungssorgen. Nach verlustreichen Monaten November bis Januar hatte das #RoteRudel im letzten Drittel der abgelaufenen Saison, angeführt von Kapitän Marvin Klass - der jetzt seine Karriere beendet hat - seine ganze Klasse, ja vielleicht sogar wieder die Meisterform gezeigt, die eine spannendere Saison versprochen hätte. So wurde es zwar nichts mit dem Trippeltraum der Fellbacher, jedoch war dies kein Grund, Trübsal zu blasen. "Es war eine lehrreiche Erfahrung mit so einem Team auch sehr schwierige Zeiten zu durchstehen", meint Weiß rückblickend. "Ich war froh, stets das volle Vertrauen des Vorstands zu haben. Oft ist das ja nur eine Floskel, aber wir wussten alle, was uns in diese Lage manövriert hat - und wie wir gemeinsam rauskommen." Und, immerhin konnte er im gestrigen Landespokalfinale dem Lokalrivalen TSV G.A. Stuttgart den Pokal abluchsen. Auch wenn beide Team nicht mehr an die Form der abgelaufenen Runde anschließen konnten, entwickelte sich zumindest ein spannedes Pokalfinale beim diesjährigen Ausrichter TSV Bernhausen. Alle Sätze waren absolut ausgelichen und erst zum Satzende bescherten ein paar zielstrebige Aktionen den Fellbacher Prestigesieg, dessen 3:0 deutlicher aussieht, als der Spielverlauf war. "Wir wollten auch diese Saison unbedingt mit einem Titel abschließen!", so der scheidende Kapitän.

Nach zwei intensiven Jahren möchte sich Weiß nun mehr seiner Familie widmen und zunächst keine konkreten Verpflichtungen eingehen. "Er bleibt uns erhalten und wir wollen gemeinsam Fellbach weiter entwickeln", lässt Sportvorstand Tim Rainer verlauten.

Gesucht wird seitens des Abteilungsvorstands nun ein Nachfolger, der gemeinsam mit einem neuen Teammanager einen Umbruch in Fellbach mitgestalten soll. "Die Mannschaft war seit dem sicheren Klassenerhalt informiert und sportlich steht ein sehr gutes Gerüst", verrät Sponsoringvorstand Stephan Strohbücker, der weitestgehend die Vertragsgespräche führt. "Wir haben einige interessante Kandidaten auf verschiedenen Positionen und wollen auch nächstes Jahr wieder in die Top 5. Jedoch wollen wir einem neuen Gespann von Trainer und Teammanager Spielraum bieten, ihre Vorstellungen im Kader einzubringen und zu verwirklichen." Interessenten dürfen sich gerne unter Sportmanager(at)svfvolleyball.de melden.

Der SV Fellbach dankt Markus Weiß ausgesprochen für seinen Einsatz und Motivation und die daraus resultierenden hervorragenden Leistungen des gesamten Teams. Die offizielle Verabschiedung erfolgt voraussichtlich zum kommenden Saisonauftakt im September.


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