Abschließende Niederlage als Randnotiz

Die Mannschaft des SV Fellbach verliert ihr finales Spiel dieser Zweitliga-Saison gegen die Gäste der TG Rüsselsheim II nach gutem Beginn mit 1:3. Beim Blick auf die gesamte Runde zeigt sich der Trainer Thiago Welter zufrieden mit dem Erreichten.


23.04.2018

Johannes Leipert ( linkes Foto, rechts) und Richard Peemüller mühen sich mit den Zweitliga-Volleyballern des SV Fellbach vergeblich gegen die TG Rüsselsheim II. Fotos: Patricia Sigerist

Mit einer 1:3-Niederlage (25:17, 24:26, 18:25, 27:29) gegen die TG Rüsselsheim II haben die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend vor heimischer Kulisse die Spielzeit abgeschlossen. Die SVF-Formation um den Trainer Thiago Welter landete so in der Abschlusstabelle auf Position zehn. „Ich bin mit der Saison zufrieden“, sagte ein entspannt wirkender Thiago Welter. Die Endposition im hinteren Teil des Klassements der 14 Mannschaften spielte für den Fellbacher Trainer keine bedeutende Rolle.

Klar, gegen einen Rang weiter oben in der Tabelle hätte er nichts einzuwenden gehabt. Doch Thiago Welter schaute mehr auf das Ganze, unabhängig von der Endplatzierung. Und in diesem Sinn zog er seine Bilanz: „Zusammen mit Jan Lindenmair als Co-Trainer habe ich die Runde geplant, und wir haben es gemeinsam in großen Teilen so umsetzen können.“ Bemerkenswert, dass der SVF-Trainer als erstes erreichtes Ziel nannte, „dass wir kaum Verletzungen hatten.“ Damit meint der A-Lizenz-Inhaber, dass es offenbar gelungen ist, die richtige Dosierung von Fordern und Fördern, von Entlasten und Belasten der Spieler zu finden. Verletzungen, wie der plötzliche Meniskusschaden des Diagonalangreifers Valters Lagzdins sind im Sport mitunter unvermeidbar. Hier half die Planung und Steuerung der Intensität nicht.

Doch gerade der Ausfall des wichtigsten Punktesammlers im Fellbacher Trikot bereitete Thiago Welter Schwierigkeiten: „Natürlich fehlte uns dadurch längere Zeit ein starker Angreifer.“ Dies wurde auch am Samstagabend deutlich, an dem die SVF-Formation gut startete und sich verdient den ersten Abschnitt sicherte. Bei einer 12:6-Führung hatten die Hausherren dann im zweiten Durchgang ihren Blick fest auf einen Sieg ausgerichtet. „Aber dann hat man gesehen, dass wir eine junge Mannschaft haben“, sagte Thiago Welter. „Plötzlich kommt eine schlechte Phase, nicht nachvollziehbar warum“. Sieben Punkte beanspruchte dieser Zeitraum, schon lag der SVF mit 12:13 zurück.

Aus Fellbacher Sicht jedoch weitaus gravierender als der Zwischenstand: Die Gäste fanden fortan Spaß am Spiel. Zwar erholten sich die Hausherren von ihrer Schwächeperiode, leicht hatten sie es anschließend aber nicht mehr. Es ging bei gutem Niveau auf Augenhöhe hin und her. Satz zwei und vier verliefen ausgeglichen. Im dritten Abschnitt brachte ein weiterer kurzer Durchhänger die SVF-Vertretung uneinholbar ins Hintertreffen. So stand am Ende stand eine 1:3-Niederlage für die Fellbacher Gastgeber zu Buche.

Lange aufhalten wollte sich Thiago Welter daran aber nicht. Gedanklich war er bereits bei der neuen Runde: „In der spielfreien Zeit kann ich viel mit unseren jungen Spielern arbeiten.“ Etwa mit Johannes Leipert oder mit Richard Peemüller. Die Ausbildung von Nachwuchskräften sieht Thiago Welter – dem mit seinem Team am Sonntag in Biberach noch das Endspiel im württembergischen Pokalwettbewerb gegen den Regionalligisten TG Bad Waldsee bevorsteht – für die SVF-Volleyballer als richtigen Weg an und resümierte nach seiner ersten Saison als Fellbacher Übungsleiter: „Hier ist alles bemerkenswert familiär mit einer starken sozialen Seite. Es wird nicht mit Geld um sich geworfen. Der sportliche Erfolg geht im Wesentlichen über das Angebot an junge Spieler, berufliche und sportliche Ausbildung zu kombinieren. Diesen Weg möchte ich gerne weiter mitgehen.“ So gesehen war die 1:3-Niederlage gegen die TG Rüsselsheim II zum Abschluss nur eine Randnotiz.SV Fellbach: Harms, Jalowietzki, Lepthin, Mättig, Pfeffer, Leipert, Köder, Peemüller, Filo, Schön, Tomic, Klaue, Peéry, Maser.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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