Achtung, Blitzeis!

Die Fellbacher um den Kapitän Marvin Klass (beim Angriffsschlag) verabschieden sich mit einem Sieg in die Weihnachtspause. Foto: Maximilian Hamm

Der Zweitligist SV Fellbach gewinnt sein letztes Spiel in diesem Jahr gegen die TG Rüsselsheim mit 3:2. Die Gastgeber verpassen dabei einen deutlicheren Erfolg, weil sie zwischendurch plötzlich wie aus dem Nichts den Halt verlieren und total abstürzen.


16.12.2013

Die Fellbacher um den Kapitän Marvin Klass (beim Angriffsschlag) verabschieden sich mit einem Sieg in die Weihnachtspause. Foto: Maximilian Hamm

Mit einem 3:2-Erfolg (21:25, 25:21, 23:25, 25:19, 15:13) über die TG Rüsselsheim haben die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend das Jahr 2013 in der heimischen Gäuäckerhalle I ausklingen lassen. Es war ein verdienter, gleichwohl am Ende glücklicher Sieg, den die Fellbacher um den Trainer Diego Ronconi nach 126 Spielminuten feiern durften. Das Resümee zum Jahreswechsel kann sich bei der SVF-Formation sehen lassen. Auf dem vierten Rang dürfen die Fellbacher Silvester feiern. Eine respektable Leistung. 'Wir können mit dem Zwischenergebnis zufrieden sein', sagte so auch der Fellbacher Coach.

Gleichzeitig darf und will sich der A-Lizenz-Trainer aber auch nicht zufrieden geben: 'Es gibt noch viel zu tun, man denke heute nur an den dritten Satz, den wir total unnötig verspielt haben.' Genau in dem von Diego Ronconi angesprochenen dritten Abschnitt verpassten die Hausherren um den Kapitän Marvin Klass wohl die Vorentscheidung. Die Vorentscheidung zu einem möglichen 3:1-Sieg, der in der Tabelle dann auch drei Zähler anstatt der schließlich mit dem 3:2-Erfolg erzielten zwei Punkte eingebracht hätte. Die Fellbacher waren im dritten Durchgang bei einer 21:17-Führung klar auf Siegkurs. Dann aber fühlten sich wohl viele der Zuschauer an die zuvor bei der Anfahrt gehörten Warnungen im Radio erinnert: Achtung, Blitzeis! In der Tat, die SVF-Akteure wandelten wie aus dem Nichts plötzlich auf unsicheren Beinen. Keiner konnte dem anderen mehr Halt geben. Und am Ende stürzte das Spiel der Hausherren tatsächlich total ab.

Krachend schlugen die Fellbacher auf - der dritte Satz wurde mit 23:25 abgegeben. Eine Erklärung für die plötzliche Unsicherheit seiner Mannschaft hatte Diego Ronconi schnell parat: 'Bei uns ist kein Spieler abgeklärt genug, um einen Satz zuverlässig zu Ende zu spielen. Da müssen wir in der weiteren Trainingsarbeit ansetzen.' Dass die Gastgeber es besser können, bewiesen sie anschließend, als sie im vierten Durchgang ihre Konzentration größtenteils aufrechterhalten konnten und dadurch den 2:2-Satzausgleich schafften.

So durften sich die Zuschauer in der Gäuäckerhalle I auf einen weiteren Abschnitt freuen. Freuen deswegen, da bis dahin auf beiden Seiten erfrischend aufgespielt wurde und immer wieder tolle Abwehraktionen zu sehen waren. Im Tiebreak ging es dann hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 13:13 nahm die Partie dann ein jähes Ende. Ein Ende, das sicher keines der beiden Teams so wollte.

Ein harter Angriffsschlag der Gäste ging vom Fellbacher Block in rasantem Tempo zu Boden. Und wo war der Ball gelandet? Um Millimeter im Feld der Rüsselsheimer? Oder um Millimeter im Aus? Wieder fühlten sich wohl viele der Zuschauer an die Radioberichte kurz vor Spielbeginn erinnert. Von einem klaren politischen Votum per Mitgliederentscheid war da die Rede. Und in der Gäuäckerhalle I? Da hätte nach Lage der Dinge ein Drittel auf 'Ball drinnen', ein Drittel auf 'Ball aus' und ein Drittel auf 'nicht gesehen' entschieden. Die ganze Last der Entscheidung - zu treffen binnen Sekunden - lag aber beim bis dahin tadellos agierenden ersten Schiedsrichter Thomas Fischer aus Stuttgart. Vielleicht wäre er mit 'nicht gesehen' goldrichtig gelegen - man hatte den Eindruck, dass beide Seiten darauf hofften. Der Unparteiische entschied aber auf Punkt zum 14:13 für den SVF.

Und Thomas Fischer entschied auch wenige Sekunden später für die Gastgeber - erneut schade. Nach einem Sprungaufschlag des SVF-Zuspielers Patrick Köder war der Ball knapp außerhalb oder knapp innerhalb des Feldes aufgeschlagen. Der Tiebreak ging mit 15:13 abrupt zu Ende. Und schon war - nach reichlich Spannung dann plötzlich unerwartet schnell - die Weihnachtspause da. SV Fellbach: Hanenberg, Klaue, Lückemeier, Nadale, Kreuzer, Peéry, Köder, Abele, Klass, Holler, Hainich, Koch.


Uwe Abel, Fellbacher Zeitung


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