Am Schluss besser - darauf kommt es an

Der SV Fellbach gewinnt zum Zweitliga-Auftakt mit 3:2 in Stuttgart.


23.09.2013

Es war, zumindest vom Ergebnis her, ein gelungener Start in die neue Zweitliga-Saison für die Volleyballer des SV Fellbach um die ehemaligen Erstliga-Akteure Marvin Klass und Jonas Hanenberg. Im Auswärtsspiel beim couragiert auftretenden Aufsteiger TSV G. A. Stuttgart tat sich die Mannschaft von Trainer Diego Ronconi lange schwer, gewann letztlich aber doch mit 3:2 (26:24, 23:25, 21:25, 25:21, 15:8). Den Ausschlag gab die bessere Bank, laut Ronconi der größte Unterschied zur vergangenen Saison: 'Wenn es nicht läuft, wechseln wir aus - und es läuft besser.'

Hoch, höher, Jonas Hanenberg: Der Foto: Yavuz Dural

Vor 320 Zuschauern im Derby in der Vaihinger Hegelhalle lieferten sich die Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe, aber auch ein Spiel mit starken Schwankungen auf beiden Seiten. Die Startschwierigkeiten zu Beginn waren zunächst dem Gast aus Fellbach anzumerken, der sich von Beginn an einige technische Fehler leistete. Vor allem der Libero Stephan Peéry machte ein ums andere Mal eine unglückliche Figur, doch die Gastgeber konnten ihre Chance nicht nutzen. 21:18 lagen sie im ersten Durchgang bereits in Führung, gaben den Satz aber aus der Hand. 'Es ist schade, dass wir unsere Nervosität nicht früher ablegen konnten, aber da waren wir wohl einfach ein bisschen zu grün hinter den Ohren', sagte der Stuttgarter Kapitän Frank Rüdinger, früher selbst mal für den SV Fellbach am Ball.

Bereits zum Ende des ersten Satzes wechselte Diego Ronconi munter durch, brachte etwa in Tim Kreuzer, Felix Klaue und Tim Holler drei frische Kräfte, holte sie aber nach wenigen Punkten wieder vom Feld. Mit dem munteren Austauschen seiner Akteure machte der Fellbacher Coach im zweiten Durchgang weiter, diesmal jedoch behielt der Gastgeber die Oberhand. Wieder war es ein äußerst knapper Satz, am Ende sorgten ein Schmetterball von Dominik Nuguspanov und ein Ass von Tom Hins-ken für den Stuttgarter Satzgewinn.

Für das Filderteam wirkte das wie eine Befreiung. Die Körpersprache der Konkur renten unterschied sich anschließend gravierend. Bissig und vor Selbstvertrauen strotzend trat der Gastgeber im dritten Satz auf und ging rasch in Führung. Diego Ronconis Spieler schienen den Ball nicht mehr auf den Hallenboden bekommen zu können. Zwar wurde es am Ende des Satzes noch einmal enger, weil es die Vaihinger nach einer 22:14-Führung schleifen ließen, den Vorsprung retteten sie dennoch ins Ziel.

Zu diesem Zeitpunkt schien für den Aufsteiger der Auftakt nach Maß möglich, doch die Partie drehte sich noch einmal. Sowohl im vierten als auch im fünften Satz erwischte der SV Fellbach den wesentlich besseren Start und beeindruckte mit riskanten und perfekt geschlagenen Aufschlägen, mit denen die Gegenseite nicht zurechtkam. Vor allem Tim Kreuzer schlug den Vaihingern Volleyballern seine Sprungaufschläge um die Ohren. 'Mit denen habe ich eigentlich viel früher gerechnet', sagte Andrea Richter, die Trainerin des Gastgebers, und zollte den Fellbachern 'Respekt, dass sie sich am Ende so viel getraut haben'.

Für Andrea Richters Kapitän Frank Rüdinger waren letztlich auch die schwindenden Kräfte schuld daran, dass es bei ihm und seinen Teamgefährten zu einem Endspurt nicht gereicht hat: 'Wir waren platt.' Trösten kann er sich damit, dass die Vaihinger dank ihren zwei gewonnen Sätzen zumindest einen Punkt mitnehmen. Eine neue Regel, international schon seit einiger Zeit Standard, macht es möglich.

Diego Ronconi findet das gut. 'Die Punkteverteilung entspricht der Realität', sagte er nach der Begegnung. Noch besser findet es der Trainer freilich, 'dass wir als Mannschaft gewonnen haben'. Die Qualität auf der Bank, sie soll den Fellbachern in dieser Saison noch viel Freude bereiten. SV Fellbach: Klass, Holler, Köder, Hanenberg, Nadale, Abele, Peéry, Lückemeier, Hainich, Kreuzer, Klaue, Koch.

Quelle: Fellbacher Zeitung, Benjamin Schieler

 

 


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