An der Belastungsgrenze

Die ermattete Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach verliert gegen unermüdliche Gäste aus Freiburg mit 2:3.


17.03.2014

Marvin Klass und seine Fellbacher Teamgefährten sind geschlaucht. Foto: Patricia Sigerist

Der Trainer des SV Fellbach war mal in Freiburg der Vorgänger von Wolfgang Beck. Neun Jahre lang stand der A-Lizenz-Inhaber dort der ersten Mannschaft vor. Als er anno 1997 begann, überzeugte er einen jungen Spieler aus Friedrichshafen bei einer Tasse Kaffee vom Wechsel nach Freiburg. Der junge Spieler war Wolfgang Beck. Der junge Spieler ist seit 2006 auch Trainer. Die nächste Saison wird bei der FT Freiburg auch schon seine neunte in leitender Funktion. Er wird sie in der zweiten Liga erleben. Davon darf man seit Samstag wohl ausgehen. Nach dem 3:2 ist das Team zwar immer noch sechs Zähler hinter dem SV Fellbach zurück, aber so gut wie gerettet.

Dabei hatte die FT Freiburg - nach einer ansprechenden Hinserie - in diesem Jahr bis dahin stets verloren: achtmal nacheinander. Der Grund dafür blieb auch am Samstag nicht verborgen. Die Mannschaft ist gut in der Ballannahme und in der Verteidigung. Aber nach dem Abschied einiger Routiniers ist sie im Angriff auf diesem Niveau doch sehr limitiert. 'Die Fellbacher haben mehr Potenzial', sagte Wolfgang Beck. Sie hatten am Samstag allerdings auch mehr Potenzial für Unzulänglichkeiten aller Art. Die Gastgeber hatten durchaus ordentliche Phasen, den zweiten und den dritten Durchgang konnten sie ja selbst an diesem Abend noch für sich entscheiden. Doch nebenbei ging, vom ersten bis zum letzten Satz, viel daneben. Der Verbund war unaufmerksam, Abwehrarbeit die Ausnahme. Nicht selten schauten zwei bis drei Leute verblüfft aus nächster Nähe zu, wie der Ball zwischen ihnen auf den Boden plumpste. Auch unpräzise Aktionen, etwa Aufschlagfehler zur Unzeit, erschwerten am Samstag unbedingt das Gelingen.

Die Volleyballer des SV Fellbach litten sichtlich an einem Mangel an Konzentration, Folge auch der vorhergehenden Anstrengungen. Am Wochenende davor hatten sie zwei Aufgaben in der zweiten Bundesliga (1:3 beim GSVE Delitzsch, 3:1 gegen den VCO Kempfenhausen) zu überstehen. Am Dienstagabend folgte noch ein Pokalspiel beim Regionalligisten VfB Friedrichshafen II (3:1). 'Man muss die Summe der Belastungen sehen: Die Mannschaft war einfach müde', sagte Diego Ronconi. Selbst oder gerade dem Kapitän Marvin Klass, in den vergangenen Tagen anhaltend in Bestform und im Brennpunkt des Geschehens, war der Kräfteverschleiß gegen die FT Freiburg am Ende anzumerken. 'Und dann hast du auch noch einen Gegner, der nie aufhört mit spielen', sagte Diego Ronconi.

Jetzt darf auch dieser Gegner die Zukunft in der zweiten Liga planen. 'In der kommenden Saison bin ich wieder dabei', sagte Wolfgang Beck, der heute noch 'ein sehr freundschaftliches Verhältnis' zum Vorgänger Diego Ronconi pflegt. Das Wiedersehen will vorbereitet sein: Vielleicht sollte man, nur zur Sicherheit, vor dem nächsten Heimspiel gegen die FT Freiburg die Tore ganz aus der Halle schaffen. SV Fellbach: Klass, Lückemeier, Hanenberg, Köder, Nadale, Kreuzer, Peéry, Koch, Hainich, Klaue.

Quelle: Fellbacher Zeitung, Thomas Rennet


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