Auftakt in einen heißen November

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach tritt nach gutem Start am Samstag in Bayern beim TSV Grafing an und am Sonntag daheim gegen die VYS Friedrichshafen.


31.10.2013

Die Fellbacher Volleyballer um den Kapitän Marvin Klass (links) und den Zuspieler Patrick Köder (rechts) hoffen auf noch mehr Grund zur Freude in der zweiten Liga. Foto: Holger Strehlow

Später am Abend kam zuletzt beim ersten Heimspiel auch noch Raimund Abele in die Halle. Der 28-jährige Diagonalangreifer des Volleyball-Zweitligisten SV Fellbach hatte auf sein einschlägiges Mitwirken verzichten müssen. Raimund Abele steht nach seinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik jetzt in Diensten eines weithin bekannten Stuttgarter Autobauers, der ihn zu Einführungswochen mit Seminaren und Schulungen gebeten hatte. Die Mannschaft des SV Fellbach bestand Mitte Oktober gegen die starken Gäste des TSV Herrsching unbeirrt auf einen 3:2-Erfolg. Ohne - den damals erkrankten - Raimund Abele hatte sie zuvor im Oktober auch schon beim ASV Dachau und beim VCO Kempfenhausen (jeweils mit 3:0) gewonnen. Der nebenwirkungsfreie Verzicht auf den Hauptangreifer beleuchtet ganz gut das veränderte Bild, das der Verbund des SV Fellbach in den ersten Wochen der neuen Zweitliga-Saison abgibt. Es hat sich auf den ersten Blick - ohne externe Zugänge - zwar eher wenig verändert, aber eben doch - mit internen Zugängen - ziemlich viel. Beim SVF finden sich im zweiten Zweitliga-Jahr offenbar vermehrt Lösungen - personelle Lösungen und ganz generell Lösungen für die sportlichen Aufgaben.

Raimund Abele ist am Wochenende wieder mit Sporttasche am Start. Das trifft sich gut. Seine Mannschaft hat erneut einen Doppelspieltag vor sich. Erst fährt sie nach Bayern, um sich am Samstagabend (19.30 Uhr, Jahnsporthalle) beim TSV Grafing am nächsten Erfolg zu versuchen. Danach werden die Gäste schauen, dass sie möglichst zügig den 260 Kilometer langen Heimweg hinter sich bringen. Damit die Nacht zu Hause nicht zu kurz wird vor dem Heimspiel am Sonntag (16 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen die VYS Friedrichshafen. Der belastbare Kader ist gerade an solch einem Wochenende von Vorteil. Zum Beispiel in der Offensive. Tim Kreuzer schlug sich diesen Monat als Hauptangreifer bereits erfolgreich durch bayerische Arme. Zuletzt hat es ihm Timo Koch gleichgetan. Mehr noch: Der 21-Jährige hat gegen den TSV Herrsching auf der für ihn ungewohnten Position einen Treffer nach dem anderen gesetzt. Ihm ge langen nach seiner Einwechslung Mitte des ersten Durchgangs und dank der exakten Vorarbeit des Spielmachers Patrick Köder 27 erfolgreiche Schmetterschläge! Dem Hauptangreifer war an jenem Abend unbedingt die Hauptrolle vorbehalten, so wie die ganze Mannschaft allmählich in der Liga in eine Hauptrolle wachsen kann. Und jetzt ist auch noch der hauptamtliche Hauptangreifer Raimund Abele zurück.

Doch auch nach dem Sieg über den aktuellen Tabellenführer TSV Herrsching hat der SV Fellbach noch 21 der 26 Saisonspiele vor sich, allein sieben im November, die ersten beiden davon am Wochenende binnen 20 Stunden. Das Team um den Kapitän Marvin Klass hat noch ein bisschen mehr vor - überhaupt und zunächst bei den Schlagmännern des TSV Grafing. 'Wir sind jetzt wohl in der Favoritenrolle, aber die sind daheim brandgefährlich', sagt der Manager Stephan Strohbücker über die Gastgeber um den wieselwendigen Libero Dominik Dreyer, die in vertrauter Umgebung noch ganz ohne Niederlage dastehen und in der Fremde noch ganz ohne Zählbares.

Die VYS Friedrichshafen sind weit vorn statt ganz hinten wie in der vergangenen Saison. Die Bundesstützpunkt-Kräfte vom Bodensee sind zum Teil im zweiten Zweitliga-Jahr und daher schon ein Stück weiter auf dem Weg nach oben. Jannis Hopt, Jan Jalowietzki, beide 17, Timon Schippmann und der (gerade verletzt pausierende) 2,11 Meter große Jakob Günthör, beide 18, sind allesamt U-19-Nationalspieler - und im Verbund nun reif genug für die zweithöchste Spielklasse. Die Friedrichshafener haben wie die Fellbacher erst einmal verloren. 'Wir wollen sie mit Unterstützung der Zuschauer in den entscheidenden Momenten in den Griff bekommen', sagt Stephan Strohbücker: 'Dann eben, wenn es darauf ankommt.' Im Idealfall könnte der SV Fellbach mit dieser Taktik am Wochenende sogar die Tabellenführung übernehmen.

Quelle: Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung

 


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