Bewährungsprobe in der „Burdahölle“

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach fährt am Samstag zum Auswärtsspiel bei der FT Freiburg.


23.11.2018

Von Plakaten schaut dieser Tage Valters Lagzdins auf das Treiben in der Stadt herunter. In der Tat ein wunderbarer Volleyballer, für den es sich lohnt, das Fernsehprogramm am Abend zu missachten. Valters Lagzdins allerdings lebt und spielt gar nicht mehr in Fellbach. Der 29-Jährige ist im Sommer weggezogen, seit September verstärkt er im Trikot des FC Junkersdorf Köln seine Kumpels dort in der Regionalliga. Die Abteilungsvorderen des SV Fellbach nutzen emsig und sparsam die Werbetafeln im Sortiment. Auf dem Spielfeld messen sich mittlerweile jedoch andere, jüngere Kräfte mit der Zweitliga-Konkurrenz. Sie heißen Richard Peemüller, Max von Berg oder Johannes Leipert und sollen die Nachfolge von Valters Lagzdins, Marvin Klass oder Jonas Hanenberg antreten. Sie verkörpern wie die meisten Teamgefährten die Zukunft beim SV Fellbach, brauchen aber schon in der Gegenwart ein paar Punkte mehr, wollen sie in der Liga nicht bald den Anschluss verlieren. Nach zuletzt vier Niederlagen versuchen sie sich am Samstag (20 Uhr, Burdahalle) bei der FT Freiburg am Umschwung.

Auch die Aufgabe in der verteufelt gern so genannten „Burdahölle“ wird überaus knackig. Der Gegner hat allein am vergangenen Wochenende zweimal gewonnen, so oft wie der SV Fellbach seit September. Mit insgesamt fünf Erfolgen sieht sich das Team um den Trainer Jakob Schönhagen, das aus einer hochklassigen Nachwuchsarbeit Nutzen zieht, auf dem vierten Tabellenplatz. Die Mischung passt. Die Jüngeren übernehmen bereits viel Verantwortung: Der Zuspieler Tom Kaufhold, der Blocker Paul Botho, Oliver Hein oder Giovanni Böwer spielen „entscheidende Rollen“ (Jakob Schönhagen). Die Älteren wie der Kapitän Marcus Gensitz und der 40-jährige Libero Wolfgang Beck haben schon auf diesem Niveau gespielt, als Gerhard Schröder noch Bundeskanzler war. Und im durchaus üppig ausgestatteten Aufgebot der FT Freiburg findet sich auch noch einer wie der Außenangreifer Jannik Kühlborn, der 2014 an wesentlicher Stelle zum Zweitliga-Titel der L. E. Volleys aus Leipzig beitrug.

Die Fellbacher wollen derweil jene „Erfahrungslücke“ (Assistenztrainer Jan Lindenmair) nach und nach etwas mehr schließen, die sich ergibt, wenn die Zugänge von tieferen Spielklassen aufrücken, um sich auf zweithöchstem Niveau in diesem Land zu behaupten. Zuletzt hat die Volleyball-Gruppe, die sich als rotes Rudel versteht, dem VC Eltmann trotz der 0:3-Niederlage weithin Paroli bieten können. In Freiburg darf es, so findet der Cheftrainer Thiago Welter, noch ein bisschen mehr sein.

Auch bei diesem Unterfangen kann Valters Lagzdins die Fellbacher Mannschaft allerdings nicht unterstützen. Obschon er dieser Tage von Plakaten auf das Treiben in der Stadt herunterschaut.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 


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