Bundesliga: Die Generalprobe nach der Premiere

Wie der Zweitliga-Aufsteiger SV Fellbach gegen den TV Rottenburg den anspruchsvollen Ligaalltag probt.


28.09.2012

Von Thomas Rennet, aus der Fellbacher Zeitung.

 

 

Christine Haußer war selbst mal Ballmädchen. Zu jener längst vergangenen Zeit, als die Volleyballer des SV Fellbach insgesamt sechs Jahre in der ersten und sechs Jahre in der zweiten Bundesliga wirbelten. Heute ist sie 24 und sieht als Jugendleiterin der Abteilung schon am Dienstagabend bei dem zur Saisoneröffnung erhobenen Testspiel gegen den Erstligisten TV Rottenburg der nächsten Generation zu, wie sie zwischen den langen Kerls herumwieselt. 'Wir haben in unseren Nachwuchsteams gefragt, wer mitmachen will?, sagt sie. Die Resonanz war groß, die Ersten sind zur Vorbereitung auf die anstehenden Aufgaben bereits an diesem Dienstag unterwegs, um versprengte Bälle einzusammeln oder Schweißtropfen vom Spielfeld zu wischen. Christine Haußer bringt in Windeseile die Namen zusammen: Stella Walter, Fiona Wehaus, Lena Kollberg, Lea Di Rosso, Lucie Bense, Moritz Kaisser, Lukas Schmidt, Mika Belser und Marius Tochtermann. Sie alle fegen nun bei Gelegenheit zwischen den Volleyballern herum.


Es ist an diesem Dienstag eine Generalprobe in der Gäuäckerhalle I - für die gesamte Abteilung des SV Fellbach, die nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga Ballkinder stellen und auch sonst neue Aufgaben stemmen muss. Die organisatorischen Anforderungen sind hoch in der zweiten Liga. 'Es gibt viele Themen drum herum, an denen wir die ganze Saison weiterarbeiten müssen', sagt der Abteilungsleiter Toni Pesch, der nebenbei wie zu jener längst vergangenen Bundesliga-Zeit auch wieder das Amt des Hallensprechers bekleidet.Für die beiden Mannschaften ist das Testspiel aber doch eher bloß ein Testspiel und nicht wirklich eine Generalprobe. Für die Erstliga-Akteure des TV Rottenburg so wieso, weil sie erst am 17. Oktober beim CV Mitteldeutschland in die neue Runde starten werden. Sie gewinnen beim klassentieferen SV Fellbach mit 4:1 (25:20, 23:25, 25:18, 25:19, 25:20). Aber selbst der Rottenburger Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger, in der Liga für seine heißblütigen Spielbetrachtungen an der Seitenlinie bekannt, schaut sich das Geschehen in aller Gelassenheit an. 'In der ersten Bundesliga warten ganz andere Brocken auf uns', sagt er.

Die Volleyballer des SV Fellbach wiederum haben die Premiere in der zweiten Bundesliga schon hinter sich. Der Aufsteiger war am vergangenen Wochenende bereits im Osten der Republik unterwegs. Die Ausfahrt ging über zwei Tage, das Spiel nur knapp über eine Stunde. Die Gäste unterlagen in der Fremde dem Titelverteidiger GSVE Delitzsch mit 0:3. So ist die General probe der Abteilung an diesem Dienstag aus sportlicher Sicht allenfalls die Generalprobe vor dem ersten Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen den Mitaufsteiger TGM Mainz- Gonsenheim. Allerdings fehlt Marvin Klass gegen den TV Rottenburg, die zentrale Fellbacher Fachkraft ist krank. So hat das Treffen vor den 140 Zuschauern wenig Aussagekraft. Die Gastgeber dürfen sich je doch über die beherzte Abendvorstellung freuen - und über den Satzgewinn. Der Beste, gleichermaßen solide wie gewitzt, ist dabei der Jüngste. Lars Lückemeier, seit wenigen Tagen erst volljährig, führt unaufgeregt seine famose Begabung vor. Durchaus vorstellbar, dass der 18-Jährige am Samstag mit - einem gesunden - Marvin Klass die Halle rocken und vorangehen kann auf dem Weg zum ersten Saisonsieg. Zum ersten Erfolg einer Mannschaft des SV Fellbach in der zweiten Bundesliga seit dem 20. März 2004 (3:2 beim SV Lohhof).

 


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