Daheim lässt es der SV Fellbach krachen

Die Zweitliga-Mannschaft um den in der Offensive wie in der Defensive gleichermaßen starken Valters Lagzdins stürzt vor 400 Zuschauern mit einem 3:1-Erfolg den Tabellenführer GSVE Delitzsch.


26.01.2015

Valentino Nadale (Nummer 5) darf sich mit seinen Teamgefährten wie dem überragenden Hauptangreifer Valters Lagzdins über den nächsten Heimsieg freuen. Foto: Patricia Sigerist

Diesmal war Sebastian Reichstein nur der zweitbeste Angreifer in der Halle. Im Hinspiel Anfang Oktober hatte der erste Schlagmann des GSVE Delitzsch beim 3:1-Heimsieg noch die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach gepeinigt, nicht zuletzt dabei sein Vollgaspendant Valters Lagzdins schlecht aussehen lassen. Am Samstagabend kam Sebastian Reichstein bei einem 3:10-Rückstand seiner Mannschaft aufs Spielfeld, um die Wende herbeizuführen. Beim Wiedersehen in Fellbach allerdings konnte der 34-Jährige das Geschehen nur vorübergehend prägen, was viel mit seinem direkten Konkurrenten zu tun hatte. Valters Lag zdins, neun Jahre jünger, war halt noch besser und der Gastgeber auch deshalb vor den 400 begeisterten Zuschauern in der Gäuäckerhalle I gut genug für einen 3:1-Erfolg (25:18, 21:25, 25:23, 25:19) gegen den GSVE Delitzsch, für den Sturz des Tabellenführers.

Valters Lagzdins ist hinterher zum wiederholten Mal in dieser Saison als wertvollster Spieler der Begegnung ausgezeichnet worden. Das war nicht nur die Belohnung für seine Offensivkünste, der ehemalige Erstliga-Akteur des TV Bühl bot auch in der Defensive eine herausragende Leistung. Immer wieder bewahrte er mit kühner Rettungstat den Ball vor dem Bodenkontakt - und das fast immer so geschickt, dass seine Abwehraktion fließend den nächsten Spielaufbau einzuleiten vermochte. Dazu ist Valters Lagzdins auch ein gewaltiger Aufschläger, mit dem Service kann er - wie im dritten Durchgang - rasant die Ballannahme des Gegners demontieren. Dabei Zuschauer wie Teamgefährten mitreißen und bei der Gelegenheit eben auch verhindern, dass der Kollege Reichstein wieder alles an sich reißt.
Die Vorentscheidung fiel - nach dem Satzausgleich der Gäste - in diesem dritten Abschnitt. Nach einem 13:16-Rückstand kam der SV Fellbach - auch dank Valters Lagzdins - wieder heran. Beim Stand von 23:23 verzog Sebastian Reichstein einen Schmetterball. An- und abschließend blockte der Fellbacher Zuspieler den Delitzscher Außenangreifer Jens Andrä. Der Fellbacher Zuspieler hieß zu diesem Zeitpunkt wieder Patrick Köder. Wegen schwächerer Trainingsleistungen an den Vortagen hatte der 24-Jährige zunächst seinem Vertreter Felix Klaue den Vortritt lassen müssen. Patrick Köder durfte dann im zweiten Satz wieder in seine angestammte Rolle schlüpfen, und von den schwächeren Trainingsleistungen war am Samstag bald nichts mehr zu erahnen. Patrick Köder setzte wegweisende Akzente. Siehe auch den krachenden Block zur 2:1-Satzführung. 'Diesen dritten Satz haben wir mit zu vielen einfachen Fehlern verschenkt', sagte der Delitzscher Trainer Frank Pietzonka. 'Aber, dass du hier in Fellbach verlieren kannst - okay. Das muss man akzeptieren.'
In Fellbach haben in dieser Zweitliga-Saison alle Konkurrenten verloren. Sechs Heimsiege hat der Verbund bisher errungen, obschon er am Samstag nicht zum ersten Mal eine schwierige Phase zu überstehen hatte. 'Wie wir jetzt nach einem Rückstand zurückkommen, das ist ein Qua litätssprung', sagte der Trainer Diego Ronconi. Zumal für die Gäste aus Sachsen danach an ein Zurückkommen nicht mehr zu denken war. Am Ende war der SV Fellbach - wie am Anfang - deutlich überlegen. Auch weil Valters Lagzdins und Patrick Köder auf hohem Niveau reichlich Unterstützung erhielten. Vorneweg vom b(l)ockstarken Valentino Nadale, zudem zeigte der junge Außenangreifer Timo Koch, 22, seine wohl beste Saisonleistung. Der Kapitän Marvin Klass, Sebastian Heermann und der Libero Stephan Peéry komplettierten das Team, das sich unaufhaltsam dem neunten Saisonsieg näherte - und so in der zweiten Liga ja dem Gegner, zu dem der SV Fellbach jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand aufweist.
Von Sebastian Reichstein war in den letzten Spielminuten kaum mehr etwas zu sehen. Valters Lagzdins war ihm nun, anders als im Hinspiel, ganz weit voraus. SV Fellbach: Lagzdins, Klass, Koch, Nadale, Hainich, Klaue, Peéry, Köder, Heermann, Kreuzer, Bergmann, Winter, Sellner, Mättig.

 

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


Ansprechpartner Presse


Presse & Öffentlichkeitsarbeit
SV Fellbach, Abteilung Volleyball
mail

Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

Ehemalige Fellbacher Volleyballsternchen:

Karlo Striegel, Frank Bachmann, Christian Pampel, Holger Werner,Alexander Haas, Alexander Walkenhorst, Goran Iliev, Matthias Pompe, Simon Tischer, Christian Metzger, Dirk Oldenburg, Michael Dornheim, Jörg Ahmann, Stepan Masic, Ronny Pietsch, Christian Kilgus, Dirk Taubert, Robert Jetschina, Ronald Rietz, Paul Duerden, Petri Sainio, Marc Blaich, Michael Raddatz, Adis Katanovic, Simo Hanaoui, Gregory Hansen, Jochen Schmid, Adis Katanovic, Edgar Tetsuekoue ...