Das Beste, was die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach in dieser Saison noch machen kann, ist, das Schlechteste zu vermeiden: den freien Fall in die Spielklasse darunter. Am Samstag tritt der amtierende Meister beim designierten Meister an.

Der TSV Husum spielt gerade in der Landesliga Volleyball.

Zur ersten Bundesliga fehlen fünf Aufstiege. Es kann aber passieren, dass die Männer aus Nordfriesland eine Abkürzung nehmen und schon in der nächsten Saison ganz oben hinlangen werden. Die Volleyball-Bundesliga (VBL) stellt jetzt öffentlich Wildcards für einen Platz im Oberstübchen ihrer Sportart in Aussicht.


20.01.2017

Foto: Patricia Sigerist

Das hat in Schleswig-Holstein Interesse geweckt. Husum will hoch. 900 000 Euro sollen zusammenkommen. Derzeit unterziehen sich die Watt Volleys das neu zu formierende Team hat schon einen Namen dem Vorlizenzierungsverfahren der VBL, unabdingbare Voraussetzung für einen etwaigen Einzug in die erste Liga. Womöglich lassen sie bei dieser Gelegenheit zwei zurück, die sich in der zweiten Bundesliga Süd Anfang November schon zum zweiten Mal in die Prüfphase der Dachorganisaton begeben haben. Zwei, die sich am Samstagabend (19.30 Uhr, Georg-Schäfer-Sporthalle) begegnen werden. Dann treffen die Volleys Eltmann auf die Gäste des SV Fellbach. Die einen sind zwar sportlich auf dem Weg, wissen aber nicht, ob sie das Budget entsprechend erhöhen können. Die anderen sind infolge ihrer monumentalen Verletzungsmisere derart vom Weg abgekommen, dass sie gerade, nach zuletzt neun Niederlagen in Serie, damit zu schaffen haben, den Abstieg in die dritte Liga zu verhindern.

In der vergangenen Saison ließen sich die Fellbacher, die sich als rotes Rudel verstehen, aus guter Gewohnheit nicht bezähmen und bestanden auf die Titelverteidigung. Mit vier Punkten Rückstand folgte die unterfränkische Konkurrenz aus Eltmann, und dahinter kam lange nichts. Jetzt ist der Zweite Erster. Und der Erste ist Elfter, dahinter konmt nicht mehr viel. Der Meister ist Stück für Stück durchgereicht worden und vor sechs Tagen nach dem 1:3 gegen den GSVE Delitzsch tatsächlich auf einem Abstiegsplatz in der zweiten Bundesliga angekommen. Ohne den Kapitän Marvin Klass.

 

Ohne den Zuspieler Patrick Köder. Ohne Tin Tomic. Auch ohne Tibor Filo, der am Mittwoch wie davor schon Tin Tomic eine Meniskusoperation über sich ergehen lassen musste. Die verbliebenen Akteure wollen in den kommenden Wochen versuchen, das Beste daraus zu machen. Das Beste, was sie noch machen können, ist, das Schlechteste zu vermeiden: den frei- en Fall eines Meisters in die Liga darunter.

Dafür muss der SV Fellbach noch das eine oder andere Spiel gewinnen, nach Lage der Dinge wohl zumindest die Hälfte der zehn ausstehenden Begegnungen. Zumal der nach unten durchgereichte Ligaprimus vergangener Tage nun in der Pflicht ist, einen der noch mitgefährdeten Widersacher zu überholen. Und das fällt umso schwieriger, je erfolgreicher diese Widersacher sind. Zurzeit sind sie sehr erfolgreich: Der TSV Grafing, der TV/DJK Hammelburg und die L. E. Volleys aus Leipzig, die Teams auf den Tabellenplätzen zehn bis acht, haben am vergangenen Wochenende allesamt drei Punkte erzielt. Die beiden Letzteren beharren gar schon seit Wochen mit gelungenen Vorstellungen auf dem Abschlussjubel; wenn das so weitergeht, wird dem SV Fellbach wohl nichts weiter übrigbleiben, als den TSV Grafing samt dem Tabellenzwölften TSV G. A. Stuttgart – hinter sich zu lassen. Die Bayern wie die schwäbischen Nachbarn haben zuletzt allerdings einen gefestigteren Eindruck hinterlassen als die Männer um den Trainer Markus Weiß. 

Der 33-Jährige will jedoch keine Hochrechnungen anstellen. Er will nicht über das eine oder andere Spiel nachdenken, sondern nur über das eine, das nächste. Mag der Gegner auch der Tabellenführer sein. „Wir können in Eltmann Bonuspunkte sammeln und weiter wieder stabiler werden. Wir wollen die Gastgeber so gut es geht herausfordern“, sagt der A-Lizenz-Inhaber, der diese Woche auch den angeschlagenen Jan Jalowietzki und Christian Bura Zurückhaltung auferlegen musste. Die Personal- und Abstiegssorgen erlauben gerade eher keinen Blick in die Zukunft. Aufstiegspläne haben längst nur noch andere. Die Volleys Eltmann. Oder der TSV Husum.

Info Die zweite Vertretung des SV Fellbach, derzeit auf dem dritten Tabellenplatz, tritt am Samstag, 19.30 Uhr, zum Spitzenspiel beim Regionalliga-Ersten USC Konstanz an.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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