Das eh schon verbesserte Team wächst weiter

Beim SV Fellbach beginnt nächste Woche der zweite Teil der Vorbereitung auf den Zweitliga-Start am 20. September beim TV Waldgirmes. 14 Spieler gehören zum Aufgebot, darunter der starke Zugang Valters Lagzdins. (Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung)


20.08.2014

Neuzugang Sebastian Mättig mit Manager Stephan Strohbücker.

Wenn Volleyballer abends sehr regelmäßig das Max-Graser-Stadion belagern, dann wollen sie nicht die Fußballer vertreiben. Oder sie frech herausfordern in deren Domäne, wiewohl ein Timo Koch zum Beispiel unter den Fußballern durchaus als feiner Sachverständiger durchginge. Die Volleyballer wollen sich aber gar nicht in anderer Leute Sportart profilieren. Sie schuften sich an der Wirkungsstätte der Fußballer bloß der neuen Saison entgegen. In den vergangenen zwei Monaten hat das Gros der Zweitliga-Akteure des SV Fellbach vor allem an den physischen Grundlagen gearbeitet: mit Kraft- und Aufbautraining auf dem Terrain der Fußballer. 'Wir haben uns alle so fokussiert vorbereitet, das habe ich noch nicht erlebt', sagte der Libero Stephan Peéry vor dem zweiten Teil des Sommerplans, der in der nächsten Woche beginnt: Dann werden die Volleyballer an den Abenden vorzugsweise unter Hallendächern zu finden sein und sich bei der Gelegenheit wieder vermehrt mit Volleybällen auseinandersetzen.
Noch wird zwar nicht das ganze Aufgebot beisammen sein, weil sich der Kapitän Marvin Klass oder der Zugang Philipp Arne Bergmann als Beach volleyballer in den sporttauglichen Sandkästen der Republik den nationalen Titelkämpfen in Timmendorfer Strand (29. bis 31. August) entgegenwühlen. Im Grunde allerdings hat der Trainer Diego Ronconi das ganze Aufgebot für die kommende Runde beisammen. 14 Spieler gehören zum Fellbacher Kader. 'So weit sind wir durch, da passiert nichts mehr. Wir sind auf allen Positionen top besetzt', sagt Stephan Peéry. Das ist eine angenehme Ausgangslage rund fünf Wochen vor dem Saisonstart am Samstag, 20. September, beim hessischen Aufsteiger TV Waldgirmes.
Diego Ronconi und seine Assistentin Lyubka Sharalieva dürfen von einer komfortablen Situation ausgehen: Ihre Mannschaft, zuletzt auf dem sechsten Tabellenplatz, hat nächstens zwei Gegner weniger und zwei Spieler mehr. Personalsorgen, wie noch in den ersten Monaten des Jahres, werden da eher nicht mehr aufkommen. Zudem erhält diese Mannschaft, die sich nach dem Zweitliga-Aufstieg im Frühjahr 2012 zusehends besser zurechtgefunden hat, jetzt noch reichlich Unterstützung. Valters Lagzdins, 25, ist einer, der sehr, sehr hart auf- und zuschlagen kann; ein Angreifer, der in die erste Bundesliga gehört, weil er auch ganz oben ein richtig Guter ist. Künftig drischt er aber nicht mehr für den TV Bühl auf die Bälle ein, sondern - für den SV Fellbach. Er hat seine Profilaufbahn zu Gunsten einer Ausbildung als Mediengestalter zurückgestellt. Und nebenbei will er sich dann halt in der zweiten Bundesliga nicht aufhalten lassen. 'Ich war nervös, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken war, schließlich hatte er etliche andere Anfragen', sagte der Teammanager Stephan Strohbücker nach dem Transfercoup Anfang Juni.
Der SV Fellbach hat noch weitere Zugänge mit Potenzial und Perspektive für seine Sache gewinnen können. Vorneweg einen, den die Abteilung offiziell noch gar nicht vorgestellt hat, der nach Informationen unserer Zeitung aber schon im Juni zugesagt hat: Philipp Arne Bergmann soll das Team - wie berichtet - ebenfalls stärken. Das 1,98 Meter große Beach-Ass, 23, mit Hallen-Zeiten in der ersten Liga (VCO Berlin, Chemie Volley Mitteldeutschland) wollte nach seiner jüngsten Station beim TV Hausen auch mit Schuhen an den Füßen wieder auf höherem Niveau schmettern. Aus gutem Grund. 'Er ist ein absoluter Hochkaräter', sagt Stephan Peéry. Dazu kommen der erfahrene Blocker Sebastian Heermann (FT Freiburg/30) und der talentierte Pascal Winter (MTV Ludwigs burg/20); Letzterer laboriert gerade allerdings noch an einer verschleppten Schulterverletzung. Und wie Florian Sellner, 19, rückt auch Sebastian Mättig, 22, aus der zweiten Vertretung auf. Die sechs bilden gemeinsam mit dem Kapitän Marvin Klass, 25, mit Patrick Köder, 24, Felix Klaue, 21, Valentino Nadale, 26, Tim Kreuzer, 21, Timo Koch, 22, Stephan Peéry, 27, und dem Teamsenior Markus Hainich, 33, das Aufgebot.
Der Beach-Auswahlspieler Lars Lückemeier, 20, gehört ebenso wie Linus Liss, 20 und neu im zweiten Verbund, zum erweiterten Kader. Er ist quasi die Nummer 15. Und das gibt einen Hinweis auf die Entwicklung des SVF in der zweiten Liga. Vor eineinhalb Jahren geriet das Team noch in Abstiegsgefahr, weil Lars Lückemeier lädiert passen musste. Der damals 18-Jährige war hinter Marvin Klass quasi die Nummer zwei im Team: unersetzlich. Nun darf er ruhig seine Beachpläne verfolgen. Und zuschauen: Kann gut sein, dass seine Gefährten demnächst nicht mehr das Max-Graser-Stadion belagern, sondern die Zweitliga-Spitze.


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