Das Heimspiel vor den Hammerwochen

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach erwartet am Samstagabend den Tabellenletzten TV Waldgirmes in der Gäuäckerhalle I und im Anschluss daran ein anspruchsvolles Programm mit vier schwierigen Aufgaben.


09.01.2015

Warten auf den Start im neuen Jahr: Sebastian Heermann (Mitte) mit Teamgefährten und Trainer Diego Ronconi.

Erst viermal sind die Volleyballer des SV Fellbach in dieser Zweitliga-Saison daheim angetreten. Sechsmal auswärts. Und dennoch haben sie in den knapp vier Monaten von September bis Dezember öfter in vertrauter Umgebung vorspielen dürfen als in der Fremde. Fünf Pokalaufgaben bereicherten als Kürserie das Pflichtwerk, allesamt zu Hause. Das Begleitprogramm gipfelte in jenem Kräftemessen, das der Gastgeber wenige Tage vor Weihnachten unter den acht da noch verbliebenen Teams dieses Wettbewerbs mit dem Erstligisten SVG Lüneburg austrug. Die Fellbacher unterlagen vor 600 Zuschauern nach weithin starker Vorstellung mit 1:3. Der Gegner steht - nach einem weiteren Erfolg gegen den Ligakonkurrenten aus Düren - am 1. März im nationalen Pokalfinale in Halle dem VfB Friedrichshafen gegenüber. Der Verlierer, in gewisser Weise auch ein Sieger, hat Budget, Reputation und Selbstbewusstsein verbessern können als Viertelfinalist im Pokal. Und dazu ist er ja Dritter in der Liga, in der die meisten Heimspiele erst noch ausstehen. Sieben genau genommen - das erste davon am Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen den Tabellenletzten TV Waldgirmes.
Knapp drei Wochen lang durften sich die Volleyballer des SV Fellbach nach dem ersten Teilstück mit den 15 Pflichtspielen ausruhen. Seit Montag sind sie im Training. Am Dienstag bereits trafen sie sich mit den Akteuren des Ligakonkurrenten TSV G. A. Stuttgart zu einem gemeinsamen Probetag. 'Es ging darum, nach der Pause wieder ein Gefühl für die Struktur des Spiels zu bekommen', sagt der Fellbacher Trainer Diego Ronconi: 'Und es ist ja nicht so schlecht, wenn sich der Dritte und der Erste der zweiten Liga einen Tag lang zusammen vorbereiten.'
Am Mittwoch und am Donnerstag reihte der Drittplatzierte aus Fellbach weitere Übungseinheiten an. Das Aufwärmtraining am Samstagmorgen beschließt die Herantastphase an den Auftakt 2015. Das muss reichen vor dem Vergleich mit dem TV Waldgirmes. Gegen die überhaupt erst einmal siegreichen Gäste hat die Mannschaft um den Kapitän Marvin Klass schon das Hinspiel zum Saisonstart mit 3:0 gewonnen. 'Wir müssen diszipliniert in das Spiel gehen', sagt der 50-jährige Trainer des SV Fellbach. Um sich so auf konzentrierte Weise mit dem vierten Erfolg nacheinander in der zweiten Liga 'den Hammerwochen' (Ronconi) entgegenzuschmettern. An den folgenden vier Spieltagen tritt die Fellbacher Mannschaft beim Vorjahresmeister L. E. Volleys in Leipzig an (17. Januar), gegen den Tabellenzweiten GSVE Delitzsch (24. Januar), bei der stets heimstarken FT Freiburg (31. Januar) und gegen den Tabellenführer TSV G. A. Stuttgart (7. Februar). 'Diese vier Spiele werden über den weiteren Saisonverlauf entscheiden', sagt Diego Ronconi. Mit zwei oder drei Siegen behielte der SV Fellbach wohl seinen Platz unter den drei Besten. Vorausgesetzt, er fällt nicht schon an diesem Samstag zurück.
Gegen den TV Waldgirmes muss Diego Ronconi ohne Philipp Arne Bergmann planen, den am Montag die Bundeswehr begrüßt hat; am Wochenende schiebt der 24-Jährige gleich Dienst bei der Grundausbildung der Sportfördergruppe in Hannover (wir berichteten). Doch auf der Hauptangriffsposition stehen dem SV Fellbach, das ist jetzt kein Luxus mehr, zwei Schlagkräfte mit Erstliga-Format zur Verfügung. Valters Lagzdins ist bis dahin ebenso wie Philipp Arne Bergmann bereits dreimal zum wertvollsten Spieler seines Teams gekürt worden; er ist genauso ein erster und erstklassiger Diagonalangreifer. Fraglich ist noch das Mitwirken von Timo Koch (grippaler Infekt). Valentino Nadale kommt erst am Samstag aus dem Urlaub zurück, Markus Hainich ist diese Woche beruflich arg belastet. Deshalb werden gegen den TV Waldgirmes, im ersten von sieben noch ausstehenden Heimspielen, die beiden anderen Männer der Mitte auflaufen: Sebastian Heermann und Florian Sellner, mit 19 Jahren der Jüngste im Zweitliga-Kader.

Info Das Vorspiel bestreitet am Samstag um 16.30 Uhr der zweite Verbund des SV Fellbach, der in der Regionalliga als Tabellenachter den fünf Plätze weiter vorne positionierten TuS Durmersheim II erwartet.

Wir müssen diszipliniert in das Spiel gehen. Diego Ronconi vor der Anreise des Letzten.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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