Das nächste Gruppenerlebnis

Der neu formierte Zweitliga-Verbund des SV Fellbach will dem zweiten Saisonsieg mit erneut homogenem Auftritt am Samstagabend den zweiten Heimsieg hinzufügen.


12.10.2018

Emotionaler Angreifer: Richard Peemüller setzt sich für den SVF ein. Foto: Patricia Sigerist

Vor eineinhalb Jahren hat Thiago Welter den Zweitliga-Titel gefeiert. Der Brasilianer trat mit den Volleys Eltmann die Nachfolge des SV Fellbach an, Meister 2015 und 2016. Im Sommer 2017 hat sich der Klassespieler aus dem Frankenland verabschiedet, um im Schwabenland zum Klassetrainer zu reifen. Seither leitet Thiago Welter, der früh die A-Lizenz erwarb, die Volleyballer des SV Fellbach an. An diesem Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) trifft der 30-Jährige wieder auf Weggefährten aus meisterhaften Zeiten. Dabei reisen gar nicht Gäste aus Eltmann an, sondern jene vom SV Schwaig. Eben zum knapp eine Autostunde entfernten Nachbarn ist vor wenigen Wochen Thiago Welters ehemaliger Mitspieler Christian Nowak gewechselt. Wie der Trainer Milan Maric, ein Rückkehrer. Sie kennen den zielstrebigen Mann aus Joinville im Bundesstaat Santa Catarina, sie müssen mit einem ernstzunehmenden Gegner rechnen.

Christian Nowak ist ein bisschen wie Claudio Pizarro. Ebenso wie der Fußball-Profi in Diensten des SV Werder Bremen hat sich der Familienvater mit Bielefelder Wurzeln für eine neue Wirkungsstätte auf gehobenem Niveau entschieden – mit 39. Thiago Welter hat einen anderen Weg gewählt. Er hat mit 29 aufgehört, um in anderer Funktion anzufangen. Er ist jetzt Trainer. Und mehr noch als im ersten Jahr beim SV Fellbach kann er nun ein Zweitliga-Team nach seinen Ideen aufbauen. Dieses erste Jahr schlossen die Fellbacher auf dem zehnten Tabellenplatz ab. Danach verließ eine ganze Reihe der angestammten Kräfte den Zweitliga-Verbund, darunter Valters Lagzdins, Patrick Köder – oder Jan Jalowietzki, der seinen Umzug nach Berlin noch mit einem Lob garnierte: „Thiago ist einer der besten Trainer, die ich je hatte.“

In dieser Runde steht der geschätzte Chefanweiser nach dem ersten Umbruch schon zu Beginn seiner Amtszeit einem noch weniger namhaft besetzten Kader vor. Dafür kann er „mehr Einfluss nehmen“, Spieler entwickeln, eine Mannschaft entwickeln. „Wir wollen die Jungs ausbilden“, sagt Thiago Welter. Ein Lernprozess für die Spieler, denen auf diesem Level zu einem großen Teil die Erfahrung fehlt. Frühe Erfolge fördern neben den Chancen auf den Ligaverbleib auch das Vertrauen in die Fortschritte. Beim 3:1-Erfolg zuletzt daheim gegen den TV/DJK Hammelburg gefielen die Gastgeber um den Kapitän Manuel Harms, 22, mit homogenem Auftritt; der Diagonalangreifer Richard Peemüller, erst 20, ragte aus der Gruppe noch heraus, die sich als wildes rotes Rudel präsentiert.

Dem zweiten Saisonsieg soll bei nächster Gelegenheit in der zweiten Liga direkt der zweite Heimsieg folgen. Mag der SV Schwaig, 2017 und 2018 jeweils Vizemeister in der zweiten Bundesliga, am Samstag mit Milan Maric und Christian Nowak auch als Favorit in der Gäuäckerhalle I auftauchen. „Milan hat personell bessere Karten“, sagt Thiago Welter: „Aber wir werden versuchen, uns über eine starke Gemeinschaft durchzusetzen.“

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Landespokalsieger 2015

 

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