Dem ersten 1:3 folgt ein ganz anderes 1:3

Die Zweitliga-Männer des SV Fellbach verlieren erst bei den VYS Friedrichshafen, dann bei der FT Freiburg.


26.11.2013

Glücklos auf Reisen: Diego Ronconi und Markus Hainich (rechts) Foto: Patricia Sigerist

Es war schon Sonntag, als die Volleyballer des SV Fellbach wieder in der Heimat eintrafen. Kurz nach zwei, nach fast genau 34 Stunden, waren sie zurück von ihrem sportlichen Ausflug. Geschlaucht und auch geknickt angesichts der Niederlagen, die sie am Freitag und am Samstag in der zweiten Bundesliga hatten hinnehmen müssen. Zunächst hatte die Reisegruppe aus Fellbach bei den VYS Friedrichshafen mit 1:3 (22:25, 21:25, 25:20, 13:25) verloren. Am nächsten Abend kam sie trotz einer Steigerung auch zwei Autostunden weiter bei der FT Freiburg nicht um ein 1:3 (20:25, 26:24, 23:25, 22:25) herum.

Für gewöhnlich vergehen Monate bis zum Wiedersehen; die Volleyballer des SV Fellbach und der VYS Friedrichshafen mussten nur 19 Tage auf das nächste Treffen warten. Am 3. November erst waren die Nachwuchskräfte vom Bodensee angereist, um recht bald nach einer 0:3-Niederlage wieder nach Hause zu fahren. Am Freitag haben die Fellbacher bereits zum Rückspiel vorbeigeschaut. Ursache für den eigenwilligen Terminplan ist der Sonderstatus, den die Mannschaften der Bundesstützpunkte in Friedrichshafen und auch Kempfenhausen genießen. Sie sind ohne Abstiegssorgen der zweiten Bundesliga Süd zugeordnet, und die Begegnungen der viel gefragten Lehrlinge werden mit Rücksicht auf ihre anderweitigen Verpflichtungen erst nachträglich in den Spielplan eingearbeitet.

Die jungen Draufgänger aus Friedrichshafen haben dann allerdings keine Rücksicht nehmen wollen auf die schwierigen Rahmenbedingungen ihrer Gäste. Ein Teil der Spieler des SV Fellbach hatte vor der Abfahrt am Freitag noch arbeiten müssen. Das bescherte Raimund Abele, Stephan Peéry oder Markus Hainich einen langen und anstrengenden Tag. Jonas Hanenberg und Felix Klaue konnten sich wegen ihrer Verpflichtungen im Studium gar erst spät und selbstständig auf den Weg machen. Den Stützpunkt-Talenten vom Bodensee, für die Volleyball Hauptinhalt ihres Lebens ist, war das egal. Sie waren nach den Erfahrungen des Hinspiels - zum Beispiel im Block - gut eingestellt auf die Fellbacher und zumeist das bessere Team. Dazu schlugen sie in aller Konsequenz auf. 'Das war sensationell', sagte Stephan Strohbücker, der SVF-Manager. Insbesondere das Service des 17-jährigen Jan Jalowietzki, dem Filius des Friedrichshafener Assistenztrainers und früheren Erstliga-Kapitäns Bogdan Jalowietzki, hinterließ serienweise Wirkung beim Gegner: 'Das war richtig brutal.' Zumindest mit einem weiteren begabten Teenager - neben Lars Lückemeier - war auch der SVF angereist. Der 18-jährige Florian Sellner, ansonsten in der dritten Mannschaft am Blocken, kam denn auch tatsächlich vom zweiten Satz an zu seinem Zweitliga-Einstand. 'Er hat einen guten Eindruck hinterlassen', sagte Stephan Strohbücker. Den besseren Eindruck haben am Freitag aber die Volleyballer aus Friedrichshafen hinterlassen, die auch der Verlust des dritten Durchgangs nicht vom Heimsieg abbringen konnte. Sie schlugen einfach weiter auf wie die Wilden.

Am Samstag, nach der Nacht im Leistungszentrum in der Arena in Friedrichshafen, war der Verbund des SV Fellbach ausgeruhter und belastbarer. Die Gäste um den starken Kapitän Marvin Klass boten der FT Freiburg und den 300 Zuschauern auf hohem Niveau Paroli. 'Das war ein richtig gutes Spiel', sagte Stephan Strohbücker. Ein gutes Ende allerdings blieb dem SVF versagt. Der Trainer Diego Ronconi haderte samt seinen Akteuren vor allem im vierten Satz mit mehreren Entscheidungen des Unparteiischen Armin Springer. Marvin Klass sah für seine Einlassungen die gelbe Karte, Stephan Peéry musste wenig später zur verbreiteten Überraschung unter den Beteiligten die Farbe Rot zur Kenntnis nehmen. Die Fellbacher Volleyballer verloren in der allgemeinen Aufregung den Anschluss (17:20) und bald danach die Partie.

'Es war für alle offensichtlich, dass das Spiel für den Schiedsrichter zu schnell war', sagte Stephan Strohbücker nach dem letzten Schlagabtausch des Wochenendes am Samstagabend. Kurz nach zwei am Sonntag war der Zweitliga-Tross des SV Fellbach wieder zu Hause. Geschlaucht und geknickt nach fast genau 34 Stunden und zwei sehr unterschiedlichen Niederlagen. SV Fellbach: Klass, Köder, Hanenberg, Abele, Nadale, Hainich, Holler, Kreuzer, Koch, Peéry, Klaue, Lückemeier, Sellner.

Quelle: Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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