Dem hitzigen Derby folgt direkt das nächste

Die Drittliga-Mannschaft des SV Fellbach setzt sich gegen den TSV G. A. Stuttgart nach ausgiebigem Kräftemessen mit 3:2 durch. Und am kommenden Sonntag holen die beiden Teams die in der Hinserie ausgefallene Begegnung nach.


02.03.2020

Die Gastgeber um Patrick Köder (Zweiter von links) sehen sich beim 3:2-Erfolg gegen die Stuttgarter Konkurrenten mit hartnäckigem Widerstand konfrontiert. Foto: Heiko Potthoff

In einem bis zuletzt fesselnden Lokalderby haben sich die Drittliga-Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend vor heimischer Kulisse knapp mit 3:2 (25:21, 28:30, 22:25, 26:24, 15:13) gegen den TSV G. A. Stuttgart durchsetzen können. Dabei boten beide Mannschaften guten Sport auf dem Volleyball-Rechteck; beide können aber durchaus noch auf höhrem Niveau spielen. So lebte das Kräftemessen zwischen den benachbarten Konkurrenten in vielen Phasen vom großen Durchsetzungswillen hüben wie drüben. Jeder Ballwechsel war umkämpft.

Der am Ende erleichterte Jan Lindenmair, Trainer der SVF-Vertretung, stellte so auch fest: „Beide Seiten haben heute sicher nicht ihre beste Leistung gezeigt. Das Spiel hat von der Spannung gelebt. Das war ein hitziges Derby mit einem Kampf um jeden Punkt.“ Am Ende lagen die Hausherren, um den als besten Spieler des Abends ausgezeichneten Kapitän Patrick Köder knapp vorne. „Das hätte aber auch andersherum ausgehen können“, sagte Jan Lindenmair und lag damit richtig. Dies ergab sich nicht nur aus dem engen Geschehen auf dem Spielfeld und dem hauchdünnen Sieg des SV Fellbach. Auch die reinen Zahlen, die der erste Schiedsrichter Alexander Bayerke-Dörfler nach Spielende in langen Kolonnen auf dem Spielberichtsbogen addierte, sprachen dafür: 17 Auszeiten, 32 Spielerwechsel, zwei Stunden und 23 Minuten vom Anpfiff bis zum finalen Ballwechsel. Den 200 Zuschauern wurde am Samstagabend einiges geboten. Eben nicht immer mit letzter spielerischer Finesse, es war aber jederzeit spannend und sehenswert.

Gerne hätte Jan Lindenmair weniger gesehen und nicht so lange um den Sieg bangen müssen. „Dazu hätten wir aber nach dem soliden Gewinn des ersten Satzes im zweiten Durchgang unsere guten Chancen nutzen müssen“, sagte der Fellbacher Trainer. So lagen die Hausherren im zweiten Abschnitt zwar bereits mit 17:21 zurück, doch plötzlich wies die Anzeigetafel eine 24:23-Führung für den SVF aus. Doch die Fellbacher vergaben recht fahrlässig zwei Satzbälle, mussten schließlich ihrerseits beim vierten Satzball des Gegners klein beigeben. Im Folgedurchgang hatten die Gäste dann in der Satzendphase von 19:19 an den längeren Atem, ehe die Fellbacher wiederum im vierten Abschnitt ganz zum Schluss entscheidend zugriffen. Nach einem 23:23-Zwischenstand ging es zum Satzausgleich (26:24).

Der Tiebreak musste entscheiden. Dieser wurde zu einem Abziehbild des Geschehens bis dahin. Mit der Überschrift: Nichts ist sicher. Beim Stand von 8:8 war alles möglich, bei einer 13:9-Führung sahen die Gastgeber wie die sicheren Sieger aus, beim 14:13 aus ihrer Sicht war wieder alles offen. Und bei 15:13 durfte dann Jan Lindenmair endlich abschließend jubeln.

Wer mehr sehen will vom Kräftemessen dieser beiden Volleyball-Mannschaften in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, muss nicht lange warten. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Möhringen) holen die Akteure des SV Fellbach die in der Hinserie ausgefallene Begegnung beim TSV G. A. Stuttgart nach. SV Fellbach: Leipert, Koch, Höß, von Berg, Nadale, von Struensee, Köder, Hirning, Spasov, Klaue, Mättig, Lückemeier.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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