Dem Titel nach dem Titel soll der Titel folgen

Erfolge und Engagement werden die Mannschaft des SV Fellbach jetzt wohl noch nicht in die erste Bundesliga führen. In der nächsten Saison allerdings strebt der Ligaprimus nicht nur die neuerliche Meisterschaft an, sondern auch den Aufstieg. Thomas Rennet


26.03.2016

Jonas Hanenberg ( links) und Markus Weiß wollen künftig auch ohne Christopher Howe (rechts) Siege und Titel feiern. Foto: Heiko Potthoff

Das Maskottchen hat noch gefehlt. Es ist quasi aufgehalten worden. Der Teammanager Stephan Strohbücker hatte in Fernost ein wolfsähnliches Gewand geordert; klar, die Spieler des SV Fellbach jagen und heulen in der zweiten Bundesliga ja ausdrücklich als rotes Rudel. Am Zoll in Frankfurt war allerdings Endstation für das gute Raubtierstück. Es kam nicht rechtzeitig durch und weiß jetzt gar nicht, was es verpasst hat. Die Gäuäckerhalle I an der Bühlstraße hat schon den einen oder anderen großen Volleyball-Abend erlebt. Seit dem Erstliga-Abstieg 2002 aber war das vor nun einer Woche der größte

– obschon noch ohne schweißgebadeten Träger eines Wolfskostüms hinter oder neben dem Spielfeld. 850 Zuschauer waren da. Sahen eine hochklassige Begegnung. Und feierten das Heimteam, das den neuerlichen Titel nach der 2:1-Führung bereits gewonnen hatte, ehe es das Spiel gegen die Volleys Eltmann noch mit 2:3 verlor.

Jetzt hat die Mannschaft des SV Fellbach Pause. Diese Woche hat sie sich nur am Montagabend getroffen und Fußball gespielt; ihre angestammte Sportart blieb außen vor. Das nächste, letzte und bedeutungslose Saisonspiel steht dem Meister erst in einer Woche beim Absteiger ASV Dachau bevor. Die Volleyball-Pause muss allerdings der Chefplaner rund um diese Mannschaft auslassen. Stephan Strohbücker hat sich zunächst, am Montag, den Mitschnitt des Geschehens angeschaut und gleich noch einmal mitreißen lassen: „Was da etwa unsere Angreifer in der Mitte reingestempelt haben, das war sensationell.“ Ein Kompliment an Jonas Hanenberg und Christopher Howe aber doch auch ein Kompliment an alle. Ohne Ballannahme (Marvin Klass, Sebastian Mättig, Yannick Harms) und Zuspiel (Felix Klaue, Patrick Köder) fällt das Reinstempeln aus. Nun will Stephan Strohbücker Momentum und Meisterschaft nutzen, vermehrt um Unterstützung werben bei jenen Besuchern, die der SVF zum Heimfinale eigens geladen und dank bereits bestehender Sponsoren im Dojo der Budoka mit Fellbacher Wein und Speisen vom Büfett fein bewirtet hat. „Wir haben die richtigen Kontakte“, sagt der Teammanager.

Das Engagement mit zahlreichen Helfern aus der Abteilung wird wohl nicht direkt in die erste Liga führen. „Der Aufstieg ist jetzt extrem unwahrscheinlich“, sagt Stephan Strohbücker. Der SV Fellbach müsste bis 1. April die Lizenz dafür beantragen und daher bis Ende nächster Woche auch die finanziellen Voraussetzungen dafür schaffen. „Wir haben einen Plan. Warum sollen wir kurzfristig von dem Plan abweichen?“, sagt Stephan Strohbücker. Dieser Plan ist ein Zwei-Jahres-Plan, aufgestellt nach der vergangenen Runde. Nach dem Zweitliga-Titel 2015, dem sich vor wenigen Tagen der Zweitliga-Titel 2016 anschloss. Den Zweitliga-Titel 2017, nächstes Ziel, soll dann möglichst der Aufstieg garnieren.

Markus Weiß, der Trainer, wird auch in der kommenden Saison, das ist Teil des Plans und seines Vertrags, den Verbund anleiten. Mit den anderen Beteiligten an der Meisterschaft führt Stephan Strohbücker in diesen Tagen und Wochen Gespräche über die gemeinsame Zukunft. Das erfolgreiche Team soll samt Team dahinter – von Kapitän Marvin Klass bis zur Ärztin Georgia Sarantos – zusammenbleiben. So weit das eben noch geht: Zwei Spieler haben sich bei der Meisterfeier am vergangenen Samstag – wie berichtet – offiziell verabschiedet.

Tim Kreuzer, vier Jahre beim SV Fellbach, wird eine Ausbildung in Baden-Baden beginnen und deshalb künftig wieder dem früheren Fellbacher Trainer Diego Ronconi lauschen beim SSC Karlsruhe. Christopher Howe zieht es nach dieser Saison aus privaten Gründen in seine kanadische Heimat zurück. Die beiden werden manches verpassen im roten Rudel. Zum Beispiel die verspätete Premiere eines Maskottchens im wolfsähnlichen Gewand.

 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

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Landespokalsieger 2015

 

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