Dem verpatzten Auftakt folgt nichts Besseres

Die Gäste des SV Fellbach sind beim VC Gotha chancenlos und unterliegen mit 0:3. Die Gastgeber dürfen nach dem überlegenen Erfolg gegen den ersten Absteiger vermehrt auf die weitere Zweitliga-Zugehörigkeit hoffen.


25.03.2019

Noch zwei Begegnungen stehen aus: Die Volleyballer des SV Fellbach um den Trainer Thiago Welter (Mitte) verabschieden sich Stück für Stück aus der zweiten Liga. Foto: Patricia Sigerist

Die Volleyballer des SV Fellbach wollen sich offenbar nach den besten Fair-Play-Regeln aus der zweiten Bundesliga verabschieden. Der Gang in die dritte Liga steht für die SVF-Formation schon fest. Im Gerangel, wer ihr als zweiter Absteiger folgen muss, scheint, wenn vielleicht auch eher unbewusst, ein ehrenhaftes Verhalten das Ziel zu sein.

So unterlagen Fellbachs Volleyballer am Samstagabend mit 0:3 (15:25, 15:25, 21:25) beim VC Gotha. Zwei Wochen zuvor wiederum hatten die Sportler im SVF-Trikot daheim gegen die FT Freiburg mit 3:1 gewonnen. Fair Play? Ehrenhaftes Verhalten? Einmal eine 0:3-Niederlage in Gotha, das andere Mal ein 3:1-Sieg über die Gäste aus Freiburg. Wie passt das zusammen? Ganz einfach! Zieht man in Ergänzung zu den jüngsten Kräftemessen die aus der Hinserie mit in Betracht, so weisen die SVF-Volleyballer nunmehr in der Tat eine ausgeglichene Bilanz aus: Vor dem Jahreswechsel hatten sie bei der FT Freiburg mit 0:3 verloren, den VC Gotha dagegen zu Hause mit 3:1 bezwungen. Macht in der Gesamtbilanz gegen die beiden Rivalen jeweils drei Punkte und 3:4 Sätze in der Tabellenarithmetik.

Passt! Die Vertretung des SVF hat im Abstiegskampf nicht ungebührlich eingegriffen. Wobei sie dies am Samstagabend natürlich schon gerne gemacht hätte. Gerne hätten die Gäste um den Spielmacher Mario Maser etwas Zählbares aus Gotha mitgenommen. Sie waren aber chancenlos. Chancenlos ob der famos aufspielenden Hausherren. Chancenlos ob der eigenen schwachen Darbietung. „Im ersten Satz war unsere Aufschlagannahme nichts“, sagte Mario Maser. „Wir haben Aufschlagserien und viele Asse hinnehmen müssen, so konnten wir nichts gewinnen.“ Dem verpatzten Auftakt sollte dann nichts Besseres folgen. Mario Maser musste ergänzen: „Danach ist unsere Annahme zwar stabiler geworden, aber im Aufschlag waren wir dafür völlig drucklos.“ So konnte Gothas Ideengeber, der bestens aufgelegte Finne Mauri Matias Kurppa, (s)ein trickreiches und variantenreiches Spiel aufziehen.

Erneut musste Mario Maser im Rückblick den Daumen senken und eingestehen: „Wir waren im Mittelblock sehr oft gebunden, und dann war außen einer allein chancenlos.“ Punkt um Punkt ging an die Hausherren. Erst im dritten Durchgang konnten die Fellbacher das Spiel in manchen Phasen ausgeglichener gestalten, das Spiel des Gegners etwas bremsen. Wirklich glauben an einen Sieg, auch nur an einen Satzgewinn konnten die SVF-Volleyballer um den Trainer Thiago Welter aber nicht. Die Gastgeber ließen sich an diesem Abend nicht vom Erfolg abbringen. Sie setzten sich so auch im dritten Abschnitt, von den 150 Zuschauern vehement unterstützt, verdient durch und sicherten sich die drei Punkte.

Die Gäste konnte sich einzig an der auch nicht wirklich erbaulichen Tatsache festhalten, dass sie mit dem 0:3 summa summarum quasi nicht in den Abstiegskampf eingegriffen hatten. Mario Maser konnte nur bitter lächeln. Ein schwacher Trost. SV Fellbach: Benz, Harms, Maser, Nadale, Blötscher, Spasov, Hirning, Klaue, Leipert, von Berg.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung

 

 


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