Der Abstieg ist kaum mehr zu vermeiden

Die Mannschaft des SV Fellbach unterliegt den Gästen vom TSV Mimmenhausen mit 0:3 und besiegt die Nachwuchskräfte aus Friedrichshafen mit 3:0. Das reicht vor dem letzten Saisondrittel eher nicht für eine reelle Chance auf den Zweitliga-Verbleib.


28.01.2019

Foto: Patricia Sigerist

Die Volleyballer des SV Fellbach haben nur noch theoretische Chancen auf den Verbleib in der zweiten Bundesliga. Am Wochenende gewannen die Fellbacher lediglich ihr zweites Heimspiel. Das war wohl zu wenig. Mit neun Punkten Rückstand auf jenen zehnten Tabellenplatz, der am Ende den Klassenverbleib verspricht, hat das Team des SVF vor dem letzten Saisondrittel nur noch auf dem Papier die Möglichkeit, sich in der Liga zu behaupten. Realistisch betrachtet wird der Weg in die dritte Liga unvermeidbar sein.

Wir brauchen am Wochenende sechs Punkte“, hatte der Trainer Thiago Welter, seit Kurzem auch auf dem Spielfeld für den SVF aktiv, vor der Begegnung gegen den TSV Mimmenhausen gesagt. Insofern war für die Fellbacher bereits am Samstagabend alles verloren. Mit 0:3 (22:25, 20:25, 29:31) waren sie dem Aufsteiger vom Bodensee unterlegen. Am Sonntag war der 3:0-Erfolg (25:20, 25:22, 25:20) über die Volley Youngstars Friedrichshafen dann quasi bedeutungslos.

Den ersten Schritt, um wieder Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu finden, wollten die Fellbacher gegen den TSV Mimmenhausen machen. Bei diesem Unterfangen wurde, quasi symbolisch festgemacht an den Trikotnummern der beiden Spielertrainer, der kleine, aber entscheidende Unterschied offenbar. Auf der einen Seite Thiago Welter mit der Nummer drei. Auf der anderen Seite Christian Pampel, 39 Jahre alt, 212-mal für Deutschland am Ball, mit der Nummer vier am Start. Hier die Nummer drei, da die Nummer vier. Oder anders gesagt – ohne Bezug auf die persönliche Leistung am Samstag: Der TSV Mimmenhausen war eine Nummer zu groß für die SVF-Volleyballer. So wie viele andere Gegner bereits in der laufenden Spielrunde. Wohlgemerkt waren die Gäste keine übergroße Hausnummer, sie waren nicht endlos weit entrückt. Aber sie waren eben dieses kleine Stück voraus, das den Unterschied ausmacht. Dieses kleine Stück, das die Fellbacher nicht überwinden können. Als es am Samstagabend darauf ankam, am Ende der Sätze, waren die Hausherren nicht mehr auf der Höhe. Oder wie es Alexandra Berger, die Abteilungsleiterin und Assistenztrainerin, sagte: „Wir haben gut gespielt, aber in den wichtigen Momenten am Satzende haben wir die Brechstange ausgepackt.“ Genau dann waren die Fellbacher eben dieses kleine Stück hintendran.

Dann konnten sich dagegen die Gäste auf Christian Pampel verlassen. Der Ausnahme-Volleyballer, vor 20 Jahren selbst auch mal beim SV Fellbach, brachte genau dann sein Können ein, als es wichtig war. Ein Können, das die SVF-Akteure dringend auch in ihren Reihen brauchen würden. „Christian Pampel macht den Unterschied. Wenn es darauf ankommt, spielt er seine ganze Erfahrung aus und macht irgendwie die Punkte“, sagte Alexandra Berger.

Die Gäste konnten sich zudem auf Jonas Hoffmann verlassen, der die SVF-Volleyballer mit ungeheurer Wucht bei seinen Aufschlägen und Angriffen, egal ob über die Außenposition oder den Rückraum, vor unlösbare Aufgaben stellte. Da half es auch nicht, dass Jonas Hanenberg, nach vielen erfolgreichen Jahren im Zweitliga-Trikot des SVF mittlerweile in der vierten Abordnung am Ball, die Fellbacher mit einer guten Leistung auf der Mittelblockposition unterstützte. Nein, auch Jonas Hanenberg konnte die kleine Lücke zu den Gästen nicht schließen. Diese kleine Lücke, die in einer 0:3-Niederlage endete.

Am Sonntag zeigten die Fellbacher gute Moral. Nach der niederschmetternden Pleite am Vorabend rafften sie sich gegen die Bodensee-Talentschmiede aus Friedrichshafen auf und erspielten sich mit einer Energieleistung einen 3:0-Sieg. Dabei kam ihnen zugute, dass die reichlich talentierten, aber auch reichlich unerfahrenen Internatsschüler den Hausherren mit unnötigen Fehlern in die Karten spielten. Tatsächlich bedeutend wird der Sieg am Ende aber kaum sein. Sechs Punkte hätten es am Wochenende für den SVF werden sollen, werden müssen. Drei sind es nur geworden.SV Fellbach: Benz, Harms, Maser, Mättig, Nadale, Leipert, Blötscher, Peemüller, Spasov, Hirning, von Berg, Klaue, Welter, Hanenberg.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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