Der Abstiegskandidat stiftet Verwirrung

Der Zweitligist SV Fellbach kommt im Heimspiel gegen den GSVE Delitzsch nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus. Diese genügt dem Tabellensiebten gegen den Elften nur zu einem Satzgewinn, so dass am Ende eine 1:3-Niederlage steht.


19.02.2018

Der Fellbacher Kapitän Patrick Köder (links) und Tibor Filo strecken sich immer wieder vergeblich, um die Angriffsversuche des GSVE Delitzsch zu unterbinden. Foto: Heiko Potthoff

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend in der heimischen Gäuäckerhalle I eine ungewollte Überraschung erlebt. Vor 300 Zuschauern unterlag der favorisierte Fellbacher Verbund um den Trainer Thiago Welter den stark abstiegsgefährdeten Gästen des GSVE Delitzsch mit 1:3 (22:25, 25:23, 19:25, 21:25). Es war ein kalter Abend, den das Wetter am Samstag rund um die Begegnung der SVF-Volleyballer bot. Doch nicht nur im Freien, auch in der Halle erlebten die Hausherren wenig Erwärmendes. Eine 1:3-Niederlage, die Thiago Welter nach der Partie zu einem Kompliment führte: „Die Mannschaft aus Delitzsch hat das sehr gut gemacht.“

Von der Leistung der ihm anvertrauten Spieler war der A-Lizenz-Inhaber weniger angetan: „Unser Aufschlag war drucklos und die Annahme wackelig. Dazu konnten wir den gegnerischen Mittelangriff nicht stoppen, unser Block war verwirrt.“ Thiago Welter war frustriert. Er hatte sich mehr erhofft. Ganz so wenig, wie der Trainer in den ersten Momenten nach der unerwarteten Niederlage sah, hatte die Mannschaft um den Kapitän Patrick Köder zuvor auf dem Volleyball-Rechteck aber nicht geboten. Beide Teams waren nahezu stets gleichauf. Die Gastgeber zeigten eine durchschnittliche Leistung. Sie können mehr, wobei sie diesen Nachweis gegen den GSVE Delitzsch nicht erbrachten.

Thiago Welter machte „für uns eine bequeme Situation in der Tabelle“ aus, „die gefährlich ist, weil so der letzte Tick fehlt“ – das entscheidende Stück zum Satzgewinn. Wobei es an Einsatzwillen bei seinen Akteuren am Samstagabend nicht mangelte. Der Mittelblocker Tibor Filo und seine Fellbacher Teamgefährten gaben keinen Ball verloren, doch bei allem Einsatz wollte ihr Spiel irgendwie nicht solide und stabil laufen. So reihten sich gelungene Aktionen an einfache Fehler – auf beiden Seiten.

Schritt um Schritt, im Gleichschritt, lief es unter den Augen des ersten Schiedsrichters Malte Missoweit links und rechts des Netzes meistens voran. Der erste Satz ging so bei einem Zwischenstand von 19:19 in die entscheidende Phase, die zuungunsten der SVF-Volleyballer endete. Das Finale des zweiten Abschnitts startete, als die Anzeigetafel 17:18 signalisierte. Diesmal hatten jedoch die Gastgeber den besseren Ausgang für sich. Im folgenden Durchgang ging dem abschließenden Gleichklang beim Punktesammeln ein schneller 5:11-Rückstand des Fellbacher Ensembles voraus, wodurch sich die Gäste die abermalige Führung sicherten. Die vierte Runde im Gleichmaß (14:14) unterbrach der GSVE Delitzsch mit drei Punkten in Serie. Da es dem siebtplatzierten SVF anschließend nicht gelang, mehr Punkte als der Abstiegskandidat zu sammeln, endete das Aufeinandertreffen nach dem vierten Spielabschnitt.

Thiago Welter beschäftigte jedoch später nicht nur die Niederlage. Nach vier gespielten Ballwechseln musste er im zweiten Satz Valters Lagzdins vom Feld nehmen. Der 27-jährige Diagonalangreifer „hatte signalisiert, dass er im linken Knie instabil ist“ (Thiago Welter). So mussten die Fellbacher über weite Strecken auf ihren in der Regel eifrigsten Punktesammler verzichten. Eine Hypothek, die sie am nasskalten Samstag nicht egalisieren konnten und die zur unerwarteten Niederlage beitrug. Etwas Erwärmendes gab es an diesem Abend für Thiago Welter aber doch noch. Nach der Spielanalyse schnappte er seine Sporttasche, schritt in Richtung Kabine und sagte: „Jetzt muss ich erst mal heiß duschen.“ SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Jalowietzki, Tomic, Nadale, Filo, Klaue, Koch, Mättig, Pfeffer, Harms, Schön. Leipert, Peemüller.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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