Der Blick richtet sich nach unten

Volleyball Nach sechs Niederlagen in Folge ist der Zweitligist SV Fellbach als Tabellenachter weit entfernt von seinen Aufstiegsplänen zu Saisonbeginn und hat vor der Partie bei der FT Freiburg nur noch fünf Punkte Vorsprung auf einen

Abstiegsplatz.


09.12.2016

Foto: Patricia Sigerist

Ein sportlicher Zweikampf mit den Volleys   Eltmann   hätte   es   werden sollen und  im  Idealfall  wäre  als  Ergebnis der dritte Meistertitel in der zweiten Bundesliga  in  Serie  und  der  Aufstieg  ins Oberhaus  gestanden.  Das waren die Pläne der Volleyballer des SV Fellbach zu Saisonbeginn. Doch die Realität sieht vor dem baden-württembergischen Duell bei der FT Freiburg am Samstag (20 Uhr, Burdahalle) ganz anders  aus.  Der von personellen und sportlichen Tiefschlägen gebeutelte doppelte Titelverteidiger richtet  seinen  Blick nach sechs Niederlagen in Folge nicht mehr nach ganz oben. Vielmehr kommt dieAbstiegszone der zweiten  Liga für den Tabellenachten mittlerweilebedrohlich nahe: Fünf Punkte sind es noch, die das Team um den Trainer Markus Weiss von den L.E. Volleys  aus  Leipzig und damit vom ersten Abstiegsplatz  trennen. Diesen Abstand wollen  die  Sachsen mit einem Heimsieg gegen den ebenfalls um den Ligaverbleib kämpfenden TSV  G.A. Stuttgart am Samstagweiter verkürzen. Umso wichtiger wäre es also aus Fellbacher Sicht, dass der SVF-Verbund vom Ausflug in den Breisgau etwas Zählbares mitbringt. „Ich bin optimistisch, dass uns das gelingen wird“, sagt Markus Weiss  und fügt hinzu:  „Der Gegner ist auch nicht sorgenfrei und wir haben definitiv das Potenzial, um dort gewinnen zu können.“ Mut machen für dieses Bestreben kann den Gästen um Jan Jalowietzki zum einen die eigene Bilanz der Gastspiele in Freiburg. In denbeidenMeisterjahren feierten sie einen 3:1- und einen 3:2-Sieg in Südbaden.  Aber auch das bisherige Abschneiden der Hausherren in der heimischen  Burdahalle ist nicht derart überzeugend, als dass die Fellbacher vor Schreck und Ehrfurcht erstarren  müssten: Zuletzt gab es an dem Ort, an dem für Zweitliga-Gäste in der Vergangenheit kaum einmal etwas zu holen war, in der TG Rüsselsheim II und dem VC Dresden gleich zwei Besucher, die sich mit  die sich mit einem Sieg auf die Heimreise machten. In der Tabelle stehen die Freiburger nach elf absolvierten Spielen auf Rang sechs. Nicht nur der Fellbacher Trainer hatte den Vierten der Vorsaison noch weiter vorn erwartet: „Sie hatten auch einige Sorgen mit Verletzten, genau wie wir. Ich gehe fest davon aus, dass sie sich noch nach vorn arbeiten. Nur sollten sie damit nicht gerade am Samstag anfangen“, sagt Markus Weiss.

Gegen  die  Affenbande,  so  der  selbst  gewählte  Kosename,  den  sich die Freiburger verpasst  haben, wird der Übungsleiter des SVF zwei zusätzliche personelle  Alternativen haben: Die beiden Beachprofis Yannick Harms und Philipp Arne Bergmann, die am vergangenen Wochenende ein Turnier im französischen   Dijon gespielt haben und derweil in Fellbach gegen die TGM  Mainz-Gonsenheim vermisst wurden, sind wieder mit  dabei.  Der  Diagonalangreifer  Valters Lagzdins wird die Fahrt in Richtung Süden  zwar mitmachen, soll aber aufgrund seiner Handgelenksverletzung nur im Notfall zum Einsatz  kommen.  Beim Zuspieler Patrick Köder zeichnet sich unterdessen ab, dass seine Schulterverletzung wohl einen operativen Eingriff nötig macht und er möglicherweise bis zum Saisonende   ausfallen wird. „Die ganze Situation ist im Moment nicht einfach für uns. Keiner hat damit  gerechnet, dass die personelle Lage so schwierig wird und wir da unten hineingeraten könnten.  Aber  wir  können  daraus  alle  nur lernen  –  die Spieler und ich. Für mich als Trainer ist die untere Tabellenhälfte auch absolutes Neuland“, sagt Markus Weiss. Als Abwechslung zum zuletzt erfolglosen Ligaalltag war sein Team am Donnerstagabend im Drittrundenspiel des württembergischen   Verbandspokals beim Oberligisten SV Esslingen gefordert. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Info Die zweite Mannschaft des SV Fellbach empfängt am Samstag den Tabellenführer der Regionalliga SG MADS Ostalb. Spielbeginn in der Gäuäckerhalle I ist um 17 Uhr.

 

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

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Landespokalsieger 2015

 

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