BUNDESLIGA: Der Erste beim internationalen Letzten

Die Zweitliga-Akteure des SVF fahren am Samstag in die Oberpfalz zum verbesserten ASV Neumarkt. Thomas Rennet

Ein paar Zahlen und Fakten zum gravierenden Unterschied. Die Volleyballer des ASV Neumarkt können in ihren neun ausstehenden Begegnungen dieser Zweitliga-Saison mit neun hohen Siegen – ein sehr theoretisches Gedankenspiel – überhaupt nur noch 27 Punkte sammeln. Den SV Fellbach könnten sie auch mit der Maximalausbeute nicht mehr einholen: Der Tabellenerste hat gerade 28 Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten. Am Samstagabend (19 Uhr, Willibald-Gluck-Gymnasium in Neumarkt) tritt der amtierende Meister beim Aufsteiger und ersten Abstiegskandidaten an. Der Gastgeber weist indes trotz der bislang nur zwei Erfolge ein Team auf, das einen ungleich internationaleren Anstrich hat als jenes, das ihm uneinholbar weit voraus ist.


22.01.2016

SVF-Trainer Markus Weiß Foto: Patricia Sigerist

Neumarkt, etwas kleiner als Fellbach, liegt in der Oberpfalz. Dort, in Bayern, fühlen sich ganz offenbar auch slowakische Volleyballer wohl. Der Zuspieler Peter Slompak und der Blocker Lubos Gal sind schon länger da, vor dieser Saison kam David Fecko vom slowakischen Erstligisten in Stara Lubovna hinzu. Der Brasilianer Rafael Batista da Silva gab am dritten Spieltag Anfang Oktober seinen Ligaeinstand, und seit November bereichert auch der Jamaikaner Dennis Donovan Nelson den Aufsteiger in der zweithöchsten Spielklasse. Über acht Zähler ist der ASV Neumarkt dennoch nicht hinausgekommen, was auch an den Verletzungssorgen liegt. Lubos Gal hat in dieser Runde bis dahin noch fast gar nicht hingelangt, Rafael Batista da Silva zuletzt ebenfalls wieder nicht mehr. Beide nahmen auch beim Start 2016 nicht am Geschehen teil, als die Netzwerker aus Neumarkt bei der FT Freiburg eine höchst respektable Vorstellung gaben und bloß mit 2:3 unterlagen.

„Sie sind nun in der Liga angekommen“, sagt Markus Weiß, der Fellbacher Trainer. Manuel Künecke, Kapitän und Außenangreifer beim Aufsteiger, ist „zur zentralen Figur“ (Weiß) gereift. Auch die positive Entwicklung der anderen in Neumarkt wie Maximilian Pflaum oder eben Peter Slompak ist dem A-Lizenz-Inhaber, 32, aufgefallen. „Das ist keine Laufkundschaft mehr. Wir müssen wieder zeigen, dass wir zu Recht auf dem ersten Platz stehen“, sagt Markus Weiß, der mit seiner Mannschaft 13 der 15 Saisonspiele erfolgreich absolviert hat und zuletzt, seit Anfang Dezember, auch schon wieder vier Begegnungen nacheinander: „Wir müssen versuchen, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen.“

Doch die Trainingswoche verlief nicht wirklich optimal. Der erkrankte Fellbacher Kapitän Marvin Klass, schon im Heimspiel gegen den TSV Grafing (3:1) sichtlich angeschlagen auf dem Spielfeld, musste zunächst pausieren. Felix Klaue laboriert seit dem Wochenende an einer Daumenverletzung. Zudem hat der Betriebsausfall im öffentlichen Nahverkehr am Dienstagabend auch Betriebsstörungen beim SVF verursacht. Am Samstag wollen die Spieler – auf der Straße unterwegs und nicht auf Schienen – pünktlich in Neumarkt sein. Bleibt abzuwarten, wie groß dort am Abend der Unterschied sein wird zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenletzten.

Info Das zweite Team des SV Fellbach tritt am Samstagabend um 20 Uhr in der Regionalliga bei der TSG Heidelberg-Rohrbach an.

 Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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