Der Gegner ist spitze – nicht der SVF

Wie die Fellbacher in der dritten Liga gegen den TV Rottenburg II ihre Siegchancen verspielen.


11.11.2019

Foto: Patricia Sigerist

Die Ambitionen der Drittliga-Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend einen Dämpfer erhalten. In der heimischen Gäuäckerhalle I unterlagen die Fellbacher dem neuen Spitzenreiter TV Rottenburg II mit 1:3 (23:25, 25:12, 21:25, 19:25). Es war die erste Heimniederlage für die erste Vertretung des SVF in der laufenden Spielrunde. Gleichzeitig verabschiedeten sich die Fellbacher damit ins Mittelfeld der Tabelle. Und dies nach dem Spielverlauf am Samstag vollkommen zu Recht. „Wir haben die Begegnung Mitte des dritten Satzes verloren“, sagte hernach Jonas Hanenberg: „Da haben wir eine kleine Führung verspielt, und dann war das Zutrauen in letzter Konsequenz bis zum Spielende weg.“

Jonas Hanenberg, lange für den SVF in der zweiten Liga am Netz, vertrat den privat verhinderten Trainer Jan Lindenmair an der Seitenlinie. Der 30-Jährige musste sich dabei nach dem Abpfiff der ersten Schiedsrichterin Nadine Hempke einen kleinen Fehler im ersten Abschnitt eingestehen: „Da habe ich in Richtung der Ergänzungsspieler schlecht kommuniziert, und wir haben deswegen zum Satzende hin zu früh gewechselt.“ Der gewünschte Effekt, also der Vorteil, mit drei anstatt zwei Angreifern am Netz agieren zu können, verpuffte so einen Ballwechsel zu früh. Eine Petitesse mag man denken. Aber ein Ballwechsel in besserer Ausgangsposition kann einen zusätzlichen Punkt bedeuten. Ein hauchdünner Unterschied nur. So hauchdünn, wie auch der erste Durchgang (23:25) an die Gäste ging.

Nach dem missratenen Satzendspurt brachte Jonas Hanenberg die SVF-Formation jedoch wieder auf Kurs. Der zweite Durchgang wurde, auch aufgrund einer indiskutablen Vorstellung der Rottenburger, schnell zur Formsache. Und auch in der Folge hechelten gefühlt zunächst die Gäste knapp den Hausherren hinterher. Aber sie ließen sich nicht abschütteln. Die SVF-Volleyballer konnten sich nicht entscheidend absetzen. Um schließlich in der Mitte des dritten Satzes von den Rottenburgern überholt zu werden. Nun rannten die Fellbacher den Gästen um ihren herausragenden Spieler Niklas Lichtenauer hinterher. Und richtig aufschließen konnten die SVF-Volleyballer insgesamt nicht mehr. Gut, es gab kurze Momente der Hoffnung, etwa im vierten Abschnitt, als ein 11:17-Rückstand auf 16:18 verkürzt werden konnte. Doch am Ende waren die Gäste obenauf und dies vollauf verdient.

„Man muss den Sieg der Rottenburger neidlos anerkennen“, sagte Jonas Hanenberg. „Wir haben zwar ab Mitte des dritten Satzes mit wenig Selbstvertrauen gespielt und uns so in der Aufschlagannahme bis hin zum Angriff schwergetan, die Gäste haben aber sehr stabil gespielt und uns vor allem mit einem sehr starken Blockspiel das Leben schwergemacht.“ So verließen am Ende die Rottenburger um ihren strahlenden Trainer Uwe Schröder als neue Tabellenführer die Halle. Valentino Nadale, Moritz Hirning und ihre Teamgefährten hatten sich dies ganz anders vorgestellt. SV Fellbach: Höß, Mättig, Nadale, Lückemeier, Köder, Hirning, Spasov, Schwegler, von Berg, Klaue, Koch, von Struensee.

Uwe Abel    Fellbacher Zeitung


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