Der Gegner tritt wieder wie ein Meister auf - 0:3

Dem Fellbacher Team bleibt in Leipzig ein Satzgewinn vorenthalten.


20.01.2015

Stephan Peéry

Mitunter gibt schon der Blick auf die Spielerwechsel Aufschluss über den Ausgang des Geschehens. So hat es etwa Diego Ronconi, der Trainer des SV Fellbach, am Samstagabend in fast allen Mannschaftsteilen für nötig erachtet, Personal auszutauschen. Das war meist gar nicht mal auf Leistungseinbußen seiner Spieler zurückzuführen. Die stete Veränderung bei den Gästen war vor allem Reaktion auf die Stärke des Gegners. So gut war dieser Gegner an diesem Zweitliga-Spieltag, dass sich dessen Trainer Steffen Busse nur einmal kurz - für einen Ballwechsel - veranlasst sah, einem der ihm Anvertrauten eine Pause zu verordnen. Wer quasi nicht wechseln muss, stellt in geschätzt 105 Prozent der Volleyball-Begegnungen den Sieger. Nicht anders war das am Samstag vor den 325 Zuschauern in der Ernst-Grube-Halle in Leipzig: Die Startf ormation des Vorjahresmeisters L. E. Volleys bezwang dank einer ungeahnt meisterlichen Vorstellung den SV Fellbach mit 3:0 (25:23, 25:21, 25:20).
Davor hatte der Titelverteidiger nur selten an die Leistungen der vergangenen Zweitliga-Saison anknüpfen können. Sechsmal haben die L. E. Volleys bereits verloren, darunter - mit 0:3 - auch das Hinspiel beim SV Fellbach. Doch die Leipziger können, mit den bekannten Schlagmännern, noch immer wirbeln wie an erfolgreicheren Tagen. Die Angriffswucht war ja stets da, nur hatten nach dem Wiederbeginn im September zu oft ungewohnte Unzulänglichkeiten die Aussichten beeinträchtigt. Am Samstag ließen die Gastgeber die Unzulänglichkeiten weitgehend weg. Die Angriffswucht dominierte. Sebastian Hähner und Jannik Kühlborn, der zum wertvollsten Akteur der Partie gekürt wurde, waren nicht aufzuhalten. Und diesmal waren sie mithin samt Teamgefährten nicht aufzuhalten. 'Die Leipziger waren in allen Spielelementen stärker als im Hinspiel', sagte Diego Ronconi: 'Und wir waren eher einen Tick schwächer.'
Wirklich schwach waren auch die Gäste nicht. Mit dem Zuspieler Patrick Köder, den Außenangreifern Pascal Winter und Timo Koch, dem Diagonalangreifer Valters Lagzdins, dem Libero Sebastian Mättig sowie Valentino Nadale und Sebastian Heermann in der Mitte waren sie im ersten Satz dran am Gegner. Sie führten dann gar mit 20:17, brachten den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Auch im zweiten und dritten Durchgang fehlte nicht viel. Was den Fellbacher Volleyballern über weite Strecken aber doch fehlte, war die Konstanz in der Ballannahme. Auch der Kapitän Marvin Klass konnte dem Team nach überstandener Krankheit und seiner Einwechslung im zweiten Abschnitt nicht helfen. Frischen Schwung brachte derweil der zweite Libero Stephan Peéry. Doch die Wende konnte auch er nicht einleiten. Der Meister kam an diesem Tag nicht aus dem Rhythmus - und fast ganz um Spielerwechsel herum. SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Koch, Winter, Nadale, Heermann, Mättig, Klass, Kreuzer, Peéry, Bergmann, Klaue, Sellner, Hainich. 

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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