Der Gegner vor einer ungewissen Zukunft

Das Fellbacher Zweitliga-Team spielt vielleicht zum letzten Mal in Durmersheim. SVF II verlässt dritte Liga.


21.03.2014


Gegen exakt drei der aktuellen Ligakonkurrenten hat die Mannschaft des SV Fellbach noch nicht einmal gewonnen seit dem Aufstieg im Frühjahr 2012. Darunter ist der Zweitliga-Tabellenführer L. E. Volleys aus Leipzig. Gegen die FT Freiburg hat das Fellbacher Volleyball-Team vor sechs Tagen erst mit einer 2:3-Niederlage seine Negativserie verlängert. Und der Dritte im bis dahin unbesiegbaren Bunde ist der TuS Durmersheim, bei dem der Tabellensechste um den Kapitän Marvin Klass am Samstag (19.30 Uhr, Hardtsporthalle) die Regel korrigieren will.

Der SV Fellbach sollte die Chance nutzen. Es könnte die letzte sein auf einen Erfolg gegen den badischen Widerpart. Der TuS Durmersheim ist zwar kein Abstiegskandidat mehr, aber die Zukunft ist dennoch ungewiss. Der Verein will nach Lage der Dinge keine Lizenz mehr für eine weitere Saison in der zweiten Bundesliga beantragen. 'Uns bleibt einfach aus finanziellen Gründen keine andere Wahl', sagt Jürgen Ruppert, Abteilungsleiter beim TuS Durmersheim. Die Volleyballer aus der rund 12 000 Einwohner zählenden Gemeinde kommen zwar mit dem Nötigsten aus für die zweite Liga ('Für Spieler haben wir noch nie Geld bezahlt'); aber schon das Nötigste für den Spielbetrieb und das Trainerentgelt - zusammen etwa 30 000 bis 35 000 Euro - ist mithin zu viel. Angedacht und auch schon Thema interner Gespräche ist nun die Zusammenarbeit mit einem Verein aus dem zwölf Kilometer entfernten Karlsruhe - etwa in Form einer Spielgemeinschaft. Gegebenenfalls könnte die Lizenz auch auf einen der beiden Kandidaten aus der Nachbarschaft übertragen werden.

Der Fellbacher Trainer Diego Ronconi, selbst im Badischen zu Hause, verweist in dieser Angelegenheit auf die Nähe zum Erstligisten TV Bühl, ein örtliches Grundproblem des nächsten Gegners: 'Wenn dort jemand in Volleyball investieren möchte, dann macht er das in Bühl.' Der A-Lizenz-Inhaber, 49, zeigt indes auch Verständnis für die - strukturell und finanziell - höheren Anforderungen der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) an die Vereine. 'Die Idee dahinter ist doch klar: Wenn man sich weiterentwickeln will, kann man in der zweiten Liga nicht zehn Jahre lang Freizeit-Volleyball spielen', sagt Diego Ronconi.

Die Fellbacher wollen sich weiterentwickeln. Strukturell. Und sportlich. Gerade auch im Vergleich mit bisher zu starken Kon kurrenten. 'Wir wissen, wie unangenehm die Jungs in Durmersheim spielen, die liegen uns nicht', sagt Diego Ronconi. Zu gern aber würde er eine Mannschaft aus dem bis dahin unbesiegbaren Bunde streichen: 'Wir haben uns im Training eine Strategie gegen den TuS Durmersheim erarbeitet.' Bleibt abzuwarten, ob das den erfahrenen und eingespielten Gegner interessieren wird.

Quelle: Fellbacher Zeitung, Thomas Rennet


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