Der Ligaprimus ist auch an diesem Tag zu gut

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach ist dem Tabellenführer L. E. Volleys aus Leipzig trotz ein paar besonderen Momenten unterlegen und verliert die Begegnung in der heimischen Halle wie bereits das Hinspiel mit 1:3.


24.01.2014

Valentino Nadale vom SV Fellbach legt sich gegen den Tabellenführer L. E. Volleys aus Leipzig mächtig ins Zeug, aber zuweilen ist er - mit Timo Koch - auch ratlos. Fotos: Patricia Sigerist

Es war ein besonderer Moment. Ein kleines Juwel, das für sich funkelte. Im zweiten Satz lag der Zweitliga-Tabellenführer L. E. Volleys mit 24:23 vorn, als Marvin Klass zum Service kam. Der Kapitän des SV Fellbach schlug in diesem besonderen Moment so unbeeindruckt auf, so h art und so präzise, dass die Gäste aus dem Osten der Republik gar nichts hatten von ihrem Satzball. Überhaupt nichts. Sie mussten als Zuschauer auf ihren sichtbevorteilten Stehplätzen mit ansehen, wie der Ball an ihnen vorbei ins Spielfeld rauschte. Und danach mussten sie auch gleich noch mit ansehen, wie der nun selbst hochklassige Gegner den Durchgang mit 28:26 für sich entschied. Die Volleyballer aus Leipzig ließen sich davon am Samstag aber nicht weiter schrecken. Sie sind in dieser Liga die Besten. Und sie waren auch an diesem Abend, von ein paar Momenten abgesehen, die Besseren. Nach dem Verlust des zweiten Abschnitts gewannen sie eben den dritten und vierten Satz wieder im Stile des ersten und nach knapp zwei Stunden die gesamte Begegnung beim SVF wie bereits das Hinspiel mit 3:1 (25:16, 26:28, 25:17, 25:19).

Am Schluss war es dem Leipziger Zuspieler Ole Schwerin vorbehalten, Satz und Spiel mit einem Ass zu beenden. Es war zur Abwechslung mal kein krachender Aufschlag; der Ball fiel nach bedächtigem Flug gerade rechtzeitig noch wie ein Regentropfen zu Boden. Der sanfte Ausklang eines resoluten Auftritts der vom Taktgeber Ole Schwerin gelenkten Schlagmänner, die nach der Fellbacher Gratulation auf die Tribüne der Gäuäckerhalle I eilten, um ihre Mitreisenden abzuklatschen. Das Dutzend Leipziger Fans unter den 250 Zuschauern skandierte gut gelaunt: 'Auswärtssieg, Auswärtssieg.'

Diesen Auswärtssieg hatte sich der Ligaprimus, in der schon fortgeschrittenen Saison bis dahin ohnehin erst zweimal unterlegen, unbedingt verdient. Die Volleyballer aus Leipzig gaben beim Tabellendritten eine reife Vorstellung. Das war ganz hohes Zweitliga-Niveau: in allen Facetten dieses Sports, vor allem aber in der Offensive. Leute wie Jan Günther, Sebastian Hähner oder Erik Wichert sind mit ihrer Klasse in dieser Klasse kaum aufzuhalten. 'Das sind sehr, sehr gute Einzelspieler', sagte der Fellbacher Cheftrainer Diego Ronconi: 'Gegen diese Mannschaft muss einfach alles passen, wenn du ebenbürtig sein willst.'

Das Team des Gastgebers enttäuschte keineswegs. Es war aber auch nicht so, dass alles gepasst hätte. Vorneweg die Ballannahme war zu schwach für eine echte Chance gegen die L. E. Volleys. Verlass war da nur auf Marvin Klass, der in diesem Spielelement erst in den finalen Minuten des zweiten Durchgangs mehr Unterstützung erhielt. Der SV Fellbach lag wieder zurück, mit 16:19. Dann kam Tim Holler, um an der Seite von Marvin Klass die Aufschläge des Gegners zu entschärfen. Mit Tim Holler waren die Fellbacher nun auf Augenhöhe, mit dem Ass von Marvin Klass wendeten sie noch den Satz. Es war ein besonderer Moment, aber auch: eine Momentaufnahme. 'Faktisch konnten wir nur am Ende des zweiten Satzes mithalten', sagte der A-Lizenz-Inhaber Diego Ronconi.

Nach dem stürmisch eroberten Ausgleich beorderte er seinen Passgeber Patrick Köder in die zweite Reihe, weil der davor - zum Missfallen des Trainers - in einer Abwehrsituation nicht rasch genug reagiert hatte. Verblüffung allenthalben. 'Eine disziplinarische Maßnahme', sagte Diego Ronconi. Im Anschluss war der Anschluss bald wieder verloren. Bei einem 8:15-Rückstand kam Patrick Köder für seinen wackeren Vertreter Felix Klaue zurück. Der dritte Satz war so gut wie gelaufen. Aber das lag eher nicht am Fellbacher Zuspiel, sondern am Spiel der L. E. Volleys. Der SVF hatte trotz meist respektabler Leistung - nicht zuletzt von den Blockern Jonas Hanenberg und Valentino Nadale - nur für ein paar besondere Momente aufschließen können. SV Fellbach: Klass, Köder, Hanenberg, Nadale, Kreuzer, Koch, Peéry, Holler, Abele, Klaue, Hainich, Lückemeier.

Quelle: Fellbacher Zeitung, Thomas Rennet


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