Der Marathonspieler

Marvin Klass führt mit herausragenden Leistungen den Zweitliga-Tabellenführer an. Am Samstag kommen die Gäste aus Mainz, die den SV Fellbach im Hinspiel mit 3:1 besiegt haben. Von Thomas Rennet Foto: Patricia Sigerist


29.01.2016

Unermüdlicher Kapitän: Marvin Klass (vorne, mit Sebastian Mättig) Foto: Patricia Sigerist

Wenn Markus Weiß, der Trainer des SV Fellbach, einen Wechsel vornimmt,  dann wird das auf dem Spielberichtsbogen mit einer Zahl unter einer Zahl vermerkt. Wenn es ausnahmsweise nicht  so  gut  läuft für seine Volleyballer, dann können in der Statistik schon auch mal drei oder vier Zahlen in zweiter Reihe auftauchen. Doch quasi nie steht  eine Zahl unter der 10. Die 10 trägt der Kapitän auf Brust und Rücken. Marvin Klass hat es in dieser Zweitliga-Saison tatsächlich geschafft, noch wertvoller zu werden, als er es eh schon war beim  SV Fellbach. Siebenmal ist  der 27-Jährige bereits als bester Akteur des Abends ausgezeichnet worden. Pausen bekommen höchstens die Mitspieler. Seit   September hat  Marvin Klass  etwa zwei Minuten ausruhen dürfen!  Ansonsten war er in all den 16 Begegnungen vor der Heimpartie am Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegendie TGM Mainz-Gonsenheim ohne Unterlass auf dem Spielfeld. Überhaupt erst dreimal in dieser Saison nahm Markus Weiß den Außenangreifer für eine Miniphase aus dem Geschehen, stets war da im jeweiligen Satz bereits die Entscheidung gefallen. Marvin Klass ist der Marathonspieler im Team – und dabei hart im Nehmen. Bei den beiden jüngsten Fellbacher Erfolgen gegen den TSV Grafing (3:1) und den ASV Neumarkt (3:0) litt der Kapitän. Er war gesundheitlich angeschlagen konnte im Vorfeld kaum trainieren.Doch der Teamspieler durch und durch litt in aller Beiläufigkeit für sich, während er mit dem Tabellenführer die Siege Nummer 13 und 14 draufsetzte auf das schon wieder sehr ansprechende Gesamtwerk in dieser Zweitliga-Saison. Zuletzt in Neumarkt war Marvin Klass dabei unbeeindruckt wieder der Beste beim Meister, der Beste in der Halle. „Marvelous“ fand das sein ehemaliger Fellbacher Teamgefährte Markus Hainich im weltweiten Datennetz. Einfach fabelhaft. Marvin Klass hat sich wie seine Teamgefährten auf ein erhöhtes Trainingspensum eingelassen. Die Fellbacher kombinieren Beruf oder Studium mit noch mehr Volleyball. Marvin Klass etwa verbindet den hochklassigen Sport zeit- und energieraubend mit einem dualen Studium: „Wenn man, abgesehen vom Schlafen, die Woche über nur eine Stunde zu Hause ist, reicht das jeden Tag gerade mal zum Umziehen. Man merkt jetzt schon, dass sich die Saison zieht.“ Der Aufwand folgt einer Idee: Im nächsten Jahr will der Meister in die erste Bundesliga aufsteigen. Dafür schuften die Akteure schon jetzt mehr als in der vergangenen Runde. Vorneweg der Kapitän („Für mich ist das zusätzliche Motivation, dass man in Fellbach das Ziel ,Aufstieg 2017´ ausgegeben hat“), der mit dem Arbeitsumfang auch noch mal seine Leistungen gesteigerthat. Der ehemalige Erstliga-Volleyballer ist gar nicht wegzudenken aus der Mannschaft: selbst angeschlagen und – vorübergehend – fast ohne Training.

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenachten aus Mainz-Gonsenheim ist der Außenangreifer nun wieder genesen. Dafür treten in diesen Tagen Valters Lagzdinsund Florian Sellner wegen Belastungsreaktionen nach ihren Verletzungen etwas kürzer. Und Pascal Winter plagen noch immer jene Sprunggelenksprobleme, die schon in den vergangenen Wochen Offensivaktionen verhinderten. Der Fellbacher  Trainer Markus Weiß hofft aber, „dass wir am Wochenende alle wieder zur Verfügung haben werden“. Zumal das Spielgeschehen für sein Team ausnahmsweise schon an diesem Freitag, 20.30 Uhr, beginnen wird: mit der Drittrunden-Begegnung im württembergischen Pokalwettbewerb beim Landesligisten TV Hausen. Am Samstag um 20 Uhr erwartet der Tabellenführer in der zweiten Liga die Gäste aus Mainz, denen er im Hinspiel noch mit 1:3 unterlag. „Wir müssen schauen, dass wir die Belastung der Spieler sehr genau dosieren“, sagt der Fellbacher Trainer. Am Samstagabend allerdings kann es dennoch gut passieren, dass auf dem Spielberichtsbogen unter der 10 mal wieder keine Zahl in zweiter Reihe steht.

 Info Die zweite Vertretung des SV Fellbach trifft am Samstagnachmittag (13.30 Uhr, Gäuäckerhalle I) in der Regionalliga auf die Gäste vom TuS Durmersheim.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 

 

 


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