Der Meister trifft auf den Ligaprimus

Sachsen da und Sachsen hier: Eine Woche nach dem 3:1-Erfolg beim GSVE Delitzsch erwartet der Tabellenzweite SV Fellbach

am Samstagabend die L. E. Volleys aus Leipzig zum Spitzenspiel in der Gäuäckerhalle I.


20.11.2015

Die Kluft zwischen der zweiten und der ersten Bundesliga ist nur mit „einem riesigen Sprung“ zu überbrücken, das weiß Klaus-Peter-Jung ganz gut. Der Geschäftsführer der VolleyballBundesliga (VBL) unterstützt die Bewerber mit seinem Team dabei, die Kluft zu überwinden. In der laufenden Saison unterziehen sich bei den Männern vier Zweitliga-Teams dem Verfahren der Vorlizenzierung – unabdingbare Voraussetzung für Aufstiegsambitionen. Zwei aus dem Norden (TSG Solingen Volleys, VC Bitterfeld-Wolfen). Und zwei aus dem Süden: Der Tabellendritte Volleys Eltmann lässt sich ebenso auf spätere Erstliga-Tauglichkeit abklopfen wie der Tabellenzweite SV Fellbach (wir haben berichtet). Der Ligaprimus hält sich da lieber zurück – anders als auf dem Spielfeld: Die L. E. Volleys aus Leipzig wollen zwar lieber nicht aufsteigen, die Konkurrenz schauen sie sich dennoch seit Wochen schon von oben an. Nur die Mannschaft des SV Fellbach, zuletzt wieder bestens aufgelegt, kann da mithalten. Am Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) erwartet der Zweite den Ersten zum Spitzenspiel. Die VBL sucht Kandidaten, die das Wagnis mit Bedacht eingehen, um dann im Idealfall eine ständige Vertretung in der höchsten Spielklasse einzurichten. Die jüngsten Grenzgänger geben Klaus-Peter Jung Anlass zur Hoffnung. Auch die Kluft- überwinder aus dem Süden, ungeachtet dessen, dass sie vorher nicht mal Meister waren. Der TSV Herrsching, 2014 Zweitliga-Dritter, mischt jetzt als nach Eigenauskunft „geilster Club der Welt“ ganz schön frech mit unter den Besten. Die TG Rüsselsheim, 2015 auf Zweitliga-Platz zwei, heißt nun United Volleys Rhein-Main und mischt fürs Erste mit neuem Geld und neuem Team gar die erste Liga auf. Die Hessen, mittlerweile in Frankfurt beheimatet, sind im Moment tatsächlich Tabellenführer. Im Frühjahr war ihr Einstiegsmodell noch hinter dem SV Fellbach, 2014 hatten die L. E. Volleys auf den Zweitliga-Titel bestanden. Die einst ruhmreichen Leipziger sind noch nicht wieder an einer Rückkehr in die großen Hallen interessiert. Die auch mal landesweit auffälligen Fellbacher, mit schmerzlichem Finanzdesaster und dem Vizetitel 1998, sind es schon. Bleibt abzuwarten, was daraus eine Generation später, unter gänzlich veränderten Vorzeichen, wird. Die Rahmenbedingungen müssen passen. Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Leistungen passen. Das trifft sich schon wieder gut: Der amtierende Meister hat vor sechs Tagen beim GSVE Delitzsch (3:1) so richtig aufgedreht und den Gastgeber im dritten und vierten Durchgang arg durcheinandergewirbelt. Von daher kommen dessen Nachbarn aus Leipzig, Sachsen da und Sachsen hier, am Samstag gerade recht. Der SV Fellbach trifft nach der stärksten Vorstellung dieser Saison auf den derzeit stärksten Gegner. „Die Leipziger stehen nicht ohne Grund auf dem ersten Tabellenplatz. Sie schlagen – wie wir – ebenfalls sehr druckvoll auf und haben sehr gute Spieler im Angriff“, sagt der Fellbacher Trainer Markus Weiß. „Sebastian Hähner ist sicher eine zentrale Figur, Jannik Kühlborn oder auch Erik Wichert sind weitere Spieler, die eine Begegnung entscheiden können.“ Das ist mithin die gewaltigste Offensivkraft in der Liga. „Wir müssen versuchen, den Aufschlagdruck hoch zu halten, nur so können wir die Gäste aus Leipzig vor eine Herausforderung stellen“, sagt Markus Weiß. Wie schon in Delitzsch nicht mithelfen können wird dabei Valters Lagzdins, der nach wie vor an einer Fußverletzung laboriert. Timo Koch, sein zuletzt fast unaufhaltsamer Vertreter auf der Diagonalposition, konnte wegen Studienanforderungen diese Woche nur eingeschränkt trainieren, will am Samstag aber wieder mit schnellen Beinen und schnellem Armzug gegen die körperlich überlegene Konkurrenz anstürmen. Tim Holler und Felix Klaue, in Delitzsch wie Valters Lagzdins nicht mit im Team, werden gegen die L. E. Volleys wieder den Kader des Tabellenzweiten bereichern. Sie wollen dazu beitragen, dass im Spitzenspiel keine Kluft entsteht zum Ligabesten aus Leipzig. Die Kluft zwischen der zweiten und der ersten Bundesliga ist an diesem Abend kein Thema. Info Auch die zweite Mannschaft des SV Fellbach erwartet am Samstag den Tabellenführer in der Gäuäckerhalle I. Der Tabellensechste steht um 16.30 Uhr dem Regionalliga-Ersten USV TV Radolfzell gegenüber. 

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung.


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Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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