Der Meister zeigt eine Meisterleistung

Sachsentage: Das Fellbacher Team gewinnt erstmals beim

GSVE Delitzsch und erwartet Gäste aus Leipzig.


20.11.2015

Die Heimfahrt aus Sachsen ist lang inder Nacht nach dem Spiel. Und sie kann ausgesprochen zäh sein,wenn die Reisegruppe auch noch an einer Niederlage zu knabbern hat. Die Volleyballer des SV Fellbach hatten bis dahin stets aneiner Niederlage zu knabbern, wenn sie inder zweiten Bundesliga den Rückweg ausDelitzsch oder Leipzig antraten. Der Kapitän Marvin Klass, der Zuspieler Patrick Kö-der oder auch Valentino Nadale hatten dasnach dem Aufstieg 2012 ausnahmslos miterleben müssen, zweimal pro Saison. Doches geht auch anders, das kennen sie seit diesemWochenende. Die Gäste haben sich am Samstagabend mit bemerkenswerter Vorstellung ungleich angenehmere Stunden auf der Straße erarbeitet. Sie waren diesmalmeist ganz weit weg von einer Niederlage und ließen dem GSVE Delitzsch bei ihrem 3:1-Erfolg(25:19, 23:25, 25:13, 25:12) spä-testens in der zweiten Spielphase gar keine Chance mehr an dessen Wirkungsstätte.25:13 oder 25:12 – das istrichtig deutlich unter Volleyballern.Vergleichbar vielleicht mit jenem 4:0, das unlängst in der Fußball-Bundesliga der FC Bayern Münchengegen den VfB Stuttgart mit leichtemPinselstrich dahin warf. Mit dem Unterschied,dass den GSVE Delitzsch und den SV Fellbach keine Welten trennen in ihrerSportart. Die Sachsen gehören seit Jahrenzu den Besseren in der zweiten Liga, die Schwaben seit der vergangenen Runde, dawaren sie dann gleich die Allerbesten. Derzeit allerdings steckt der GSVE Delitzschnach davor schon drei Niederlagenhintereinander in Schwierigkeiten. Undder Meister hat das mit einer Meisterleistungausgenutzt. „Wir haben an das vorherigeWochenende anknüpfen können“, sagteder Trainer Markus Weiß. Mit den Erfolgengegen den TV/DJK Hammelburg (3:0)und den TSV G. A. Stuttgart (3:1) hatte sichseine Mannschaft da erstmals in dieser Saisonauf hohem Niveau eingefunden. In Delitzschschickte sie die Bestätigung hinterher.„Die Jungs waren druckvoll, präsentund nach dem verlorenen zweiten Satz auchemotional stabil“, sagte Markus Weiß. Esbegann mit den Aufschlägen, die Wirkunghinterließen beim Gegner und dessen Aufbauspielempfindlich störten. So blieb auchder Delitzscher Hauptangreifer PaulLohrisch unauffälliger als sonst. Die Fellbacherihrerseits, bestens ein- und aufgestellt,konnten in der Offensive wie in der Defensiveüberzeugen. Alle konnten überzeugen.Marvin Klass erhielt hinterher die Auszeichnungals wertvollster Akteur der Begegnung– aber in gewisser Weise bekam sieder Kapitän auch stellvertretend für dieMannschaft. Yannick Harms, der zweiteAußenangreifer, hätte sich den Titel ebensoverdient. Oder der flinke Blocker ValentinoNadale, der den Widersachern dasSelbstvertrauen raubte. „Er hat sehr, sehrgut reingegriffen“, sagte MarkusWeiß. Wie auch Jonas Hanenberg,der zweite – 2,05 Metergroße – Mann in der Mitte.Der Zuspieler Patrick Köder,der Diagonalangreifer TimoKoch und der Libero SebastianMättig komplettierten dieam Schluss gar nicht mehr aufzuhaltendeFormation ausFellbach. Markus Weiß konntean diesem Abend auf Spielerwechselganz verzichten. So fiel es auchnicht ins Gewicht, dass in Valters Lagzdins,Tim Holler und Felix Klaue aus unterschiedlichenGründen drei Fellbacher Fachkräftefehlten. Frank Pietzonka, der Trainer des GSVE Delitzsch, konnte seinerseits allerdingsnicht auf Jan Jalowietzki zurückgreifen;der begabte Nachwuchsspieler musste wegen einer Ellbogenverletzung passen. Die Reisegesellschaft des SV Fellbachhat nun eine nicht besonders zähe Heimfahrtaus Delitzsch hinter sich. Und daheim ein Spitzenspiel vor sich. Nach dem Siegnahe Leipzig erwartet der Tabellenzweitebei nächster Gelegenheit Gäste aus Leipzig. Am nächsten Samstag (20 Uhr, GäuäckerhalleI) schauen die Akteure des TabellenführersL. E. Volleys aus Sachsen vorbei. SV Fellbach: Klass, Köder, Harms, Nadale, Hanenberg, Koch, Mättig, Howe, Sellner,Winter, Tomic.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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