Der Saisonstart nach dem Saisonstart

Zwei Wochen nach dem 3:0-Erfolg beim Aufsteiger TV Waldgirmes endet die Vorbereitung: Die Mannschaft des SV Fellbach tritt am Samstag beim starken Zweitliga-Konkurrenten GSVE Delitzsch an. Das zweite Team spielt beim TuS Durmersheim II.


03.10.2014

Markus Hainich ist der Alterspräsident der Mannschaft. Der 33- Jährige, lange schon tief im Berufsleben, ist an sich ein lässiger Kerl. Er könnte es auch lässig angehen lassen bei der sportlichen Abendgestaltung, aber das fällt ihm nicht ein. Markus Hainich soll die Jüngeren zwar künftig in der zweiten Bundesliga eher neben dem Spielfeld unterstützen, im Training aber ist er lieber mittendrin. 'Sehr engagiert, sehr motiviert, sehr präsent. Er gibt Vollgas', sagt Diego Ronconi. Der Cheftrainer des SV Fellbach beschreibt die Motivation des Ältesten im Verbund als gutes Beispiel für die Motivation des gesamten Teams. Die Volleyballer um den Kapitän Marvin Klass bereiten sich gerade sehr in tensiv vor auf die anstehende Reise in den Osten des Landes und die damit verknüpfte Zweitliga-Begegnung am Samstagabend (20 Uhr, Artur-Becker-Sporthalle) beim GSVE Delitzsch. Dort erwartet sie ja auch so etwas wie der gefühlte Saisonstart.
Tatsächlich hat die Runde schon im September begonnen. Vor zwölf Tagen setzte sich der SV Fellbach mit 3:0 beim TV Waldgirmes durch. Der Auftakt beim Aufsteiger war aber doch auch in ein verlängertes Vorbereitungsprogramm eingebettet, ausgerichtet eben auf das zweite Ligatreffen beim GSVE Delitzsch. Am spielfreien Wochenende zwischen der einen und der anderen Saisoneröffnung ist Diego Ronconi eigens ins Frankenland nach Eltmann aufgebrochen, um dort die sächsischen Schlagmänner bei ihrem 3:0-Erfolg zu beobachten. 'Ich hatte Sorge, dass ich nicht weiß, was uns in Delitzsch erwartet', sagte Diego Ronconi mit Verweis auf einen gewissen Mangel an aktuellen Informationen. Allzu viel Neues hat er dann jedoch nicht gesehen vom nächsten Gegner. Der Trainerkollege Frank Pietzonka, eine Volleyball-Legende in und rund um Leipzig, 25 Kilometer von Delitzsch entfernt, setzt mit Ausnahme des Zuspielers Stefan Timm auf die angestammten Kräfte. 'Das ist ein eingespieltes und sehr, sehr gu tes Team', sagt Diego Ronconi. In den vergangenen Jahren waren die Zweitliga-Volleyballer des GSVE Delitzsch in dieser Reihenfolge Sechster, Fünfter, Vierter, Erster, Dritter und Vierter. Das ist Konstanz auf hohem Niveau. Das ist aber auch ein Niveau, auf dem der SV Fellbach, zuletzt noch mit 17 Punkten Rückstand auf den GSVE Delitzsch Sechster, mithalten will. 'Wir können diese Mannschaft mit unseren Mitteln besiegen', sagt Diego Ronconi, A-Lizenz-Inhaber und selbst auch Trainerausbilder.
Die Mittel sind beim SV Fellbach zwischen den Spielzeiten noch angewachsen. Das ist zuallererst auf die Ankunft des Bühler Angreifers Valters Lagzdins zurückzuführen. Der 25-Jährige hat seine Profilaufbahn in der ersten Bundesliga zu Gunsten einer Ausbildung als Mediengestalter zurückgestellt. Das sind ganz neue Rahmenbedingungen. Für ihn. Und auch für das Team mit einem wie ihm. Ein Prozess für alle Beteiligten, der vorangeht. 'Das Zusammenspiel wird immer besser', sagt Diego Ronconi. Mit schnellen Pässen wollen die Zuspieler Patrick Köder und Felix Klaue am Samstag denn auch die Reihen des Gastgebers auseinanderreißen. 'Wenn der Block des GSVE Delitzsch Zeit hat, ist er gut', sagt Diego Ronconi. Diese Zeit will er dem Gegner mit seinen Spielern rauben, die drei- und zum Teil auch viermal wöchentlich an Feinhei ten wie diesen arbeiten. Darunter ist zum Tagesausklang mit einigem Eifer der Alterspräsident Markus Hainich, der den Jüngeren auch in Sachsen zur Seite stehen wird. 15 Spieler sind insgesamt im Fellbacher Zweitliga-Aufgebot. Mittlerweile sind auch die Beach-Asse Philipp Arne Bergmann und Tim Holler da. Einer der beiden wird wohl als 14. Akteur gegen den GSVE Delitzsch mit antreten.
Die zweite Vertretung des SV Fellbach gastiert am Samstag (16 Uhr, Hardtsporthalle) in Baden beim TuS Durmersheim II. Nicht dabei ist der neue Trainer Srdjan Veckov, der daheim in Serbien auf sein Visum wartet. Nach Möglichkeit soll ihn sein Stellvertreter Jonas Hanenberg ersetzen, der sich im Sommer wegen der beruflichen Anforderungen aus dem Zweitliga-Verbund in die Regionalliga zurückgezogen hat.

Quelle: Fellbacher Zeitung, Thomas Rennet


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