Der SVF hat wenig Chancen – und nutzt sie

Die personell stark geschwächte Fellbacher Zweitliga-Mannschaft setzt sich am Samstagabend überraschend mit 3:2 gegen den Tabellenzweiten SV Schwaig durch.


05.03.2018

Valentino Nadale fliegt mit dem SV Fellbach einem 3:2-Sieg entgegen. Foto: Patricia Sigerist

Den Zweitliga-Volleyballern des SV Fellbach ist am Samstagabend im zehnten Heimspiel der laufenden Saison der achte Erfolg gelungen. Die Fellbacher setzten sich in zwei Stunden und 14 Minuten gegen den SV Schwaig mit 3:2 (25:21, 18:25, 25:22, 21:25, 15:11) durch. Der Erfolg gegen die Gäste aus Mittelfranken war in zweierlei Hinsicht unerwartet. Zum einen gab sich am Samstagabend der Tabellenzweite ein Stelldichein in Fellbach. Auch wenn sich die SVF-Volleyballer per se vor keinem Gegner in der zweiten Liga verstecken müssen, so durfte das Prädikat „favorisiert“ an die vor dem Spiel mit 17 Tabellenpunkten vor der SVF-Formation platzierten Gäste verliehen werden. Zum anderen konnte der Fellbacher Trainer Thiago Welter, optimistisch ausgedrückt, nicht aus dem Vollen schöpfen. Patrick Köder, Valters Lagzdins, Tibor Filo, Sebastian Mättig, Tin Tomic und Jan Jalowietzki: So konnten sich viele der 300 Zuschauer am Samstag die Startaufstellung der Hausherren vorstellen. Doch weit gefehlt. Einzig Jan Jalowietzki stand auf dem Volleyball-Rechteck. Alle anderen fünf SVF-Spieler standen nicht auf dem Spielfeld. Sie standen nicht einmal auf dem Spielberichtsbogen. Thiago Welter musste auf fünf Stammkräfte in seiner Mannschaft verzichten. „Verletzungen und Krankheiten haben es uns schwer gemacht“, sagte der SVF-Trainer hernach. „Wir mussten uns zusammenraufen und taktisch geschickt agieren. Das ist insgesamt alles recht gut gelungen.“

Was Thiago Welter mit Zusammenraufen der verbliebenen acht Fellbacher aus dem Stammkader, ergänzt um Julian Schupritt (SVF II) und Stephan Peéry (SVF III), beschrieb, endete schließlich in einem 3:2-Sieg. Einem 3:2-Sieg über den Tabellenzweiten. Das Zusammenraufen ist den Hausherren also offenbar bestens gelungen. „Den Effekt sieht man ja öfter im Mannschaftssport“, sagte Thiago Welter: „Dass eine Mannschaft, die eigentlich wenig Chancen sieht, dann umso geschlossener auftritt.“ So taten es die Fellbacher am Samstag in der Tat auch. Gegen die zunächst unerwartet reserviert auftretenden Gäste legten die Hausherren um den Ersatzkapitän Valentino Nadale forsch los, schnappten sich verdient den ersten Satz.

Anschließend legte der Tabellenzweite dann aber deutlich nach, rasch kam es zum 1:1-Satzausgleich. Dann war aber wieder die Formation von Thiago Welter am Zug. Dieser analysierte dazu: „Die Schwaiger haben heute nur manchmal ihr normales Niveau gezeigt, dafür müssen wir dankbar sein.“ Die Fellbacher bedankten sich in der Form, dass sie sich den dritten Durchgang sicherten. Applaus auf offener Szene gab es dabei von der Tribüne immer wieder für die engagierte Abwehrarbeit. Das Zusammenraufen und der große Siegeswille wurden offenbar. Nachdem die Fellbacher wieder einen Satz vorgelegt hatten, waren aber in Durchgang vier wieder die Gäste an der Reihe. Dass man sich das Glück auch ein Stück weit erarbeiten kann, durften die SVF-Volleyballer im fünften Satz erleben. In der engen Auseinandersetzung gingen am Ende des Tiebreaks einige knifflige Ballwechsel an die Gastgeber. Dies sollte die Entscheidung sein, 15:11 für den SVF stand am Schluss auf der Anzeigetafel.

Der Trainer Thiago Welter freute sich so nicht nur über den unerwarteten Sieg und das geschlossene Auftreten seiner Spieler. Er freute sich auch darüber, „dass wir effektiv gespielt und die taktischen Anweisung solide umgesetzt haben“. SV Fellbach: Jalowietzki, Nadale, Klaue, Koch, Pfeffer, Harms, Schön, Leipert, Schupritt, Peéry.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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