Der Unterschied ist groß und doch auch gering

Das Zweitliga-Team des SV Fellbach erwartet am Samstagabend den Tabellenletzten aus Stuttgart zum Nachbarschaftstreffen. Die zweite Mannschaft des Vereins spielt am Sonntagnachmittag in der dritten Liga zu Hause gegen die SG Rodheim.


10.01.2014

Auf den Angreifer Tim Kreuzer warten am Samstagabend womöglich auch wieder Aufgaben in der Ballannahme. Foto: Holger Strehlow

Vor rund dreieinhalb Monaten war der Unterschied noch sehr gering. Zum Saisonstart in der zweiten Bundesliga gewannen die Volleyballer des SV Fellbach beim Aufsteiger TSV G. A. Stuttgart nach einem 1:2-Rückstand zwar noch mit 3:2, besser war aber nur Tim Kreuzer. Der Angreifer hielt nicht viel von einer Derby-Niederlage zum Auftakt und den Nachbarn im vierten und im fünften Satz mit seinem gewaltigen Service auf Distanz. Mittlerweile ist der Unterschied in Zahlen gar nicht mehr gering. Nach der ersten Saisonphase besetzt der SV Fellbach den vierten Tabellenplatz, die Stuttgarter hat es ganz nach hinten verschlagen. 16 Punkte trennen die im September noch ausgeglichenen Mannschaften. Das ist eine halbe Liga in derselben Liga. Es kann aber dennoch gut passieren, dass beim Wiedersehen zum Wiederbeginn am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) der Unterschied aufs Neue sehr gering sein wird.

 

Um den Aufsteiger ist es zuletzt ein bisschen einsam geworden. Nur der VCO Kempfenhausen ist im Moment in Reichweite, und die bayerischen Internatsschüler gehören gar nicht zur Konkurrenz im Abstiegskampf, weil sie wie die VYS Friedrichshafen außer Konkurrenz in der zweiten Liga mitmischen dürfen. Dabei waren für die Stuttgarter in der ersten Hälfte der Saison Gegner und Punkte gar nicht selten in Reichweite - die Akteure um den Kapitän Frank Rüdinger versäumten es aber zuzugreifen. Sie sind nicht so schlecht, wie das aussieht. 'Der Tabellenplatz ist kein Gradmesser für eine Prognose', sagt deshalb der Fellbacher Cheftrainer Diego Ronconi. Der Letzte ist auf seine Weise mittendrin in der Liga: 'Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe.' Wie in der Hinrunde.
Die Mannschaft um den Kapitän Marvin Klass hat zwar viel mehr Spiele für sich entschieden, insgesamt sind es neun gegenüber zwei Stuttgarter Siegen. Sie hat in die erfolgreichen Wochen aber auch schwache Auftritte eingestreut, schwache Heimauftritte wie gegen die TGM Mainz-Gonsenheim (2:3) und gegen den TuS Durmersheim (0:3). 'Noch fehlt uns die Konstanz', sagt Diego Ronconi. Noch sammelt der Fellbacher Verbund eben auch Erfahrung; nur Marvin Klass und Jonas Hanenberg sind wirklich erfahren auf diesem Niveau.
Die Teamgefährten kann der Mangel an Erfahrung in dieser Zweitliga-Runde meist aber nicht vom Siegen abhalten. Auch weil sie zum Teil vielseitig verwendbar sind. So hat dieser Tage in einem vereinsinternen Trainingsspiel der Zuspieler Patrick Köder zur Abwechslung als - vortrefflicher - Diagonalangreifer agiert. Das wird er im Ligaalltag so schnell wohl nicht nachexerzieren. Doch um eine ungewöhnliche Aufstellung kommt Diego Ronconi vielleicht auch im Derby am Samstagabend nicht herum. Weil Lars Lückemeier und Tim Holler ihre Problemzonen (Schulter, Knie) immer noch Beschwerden bereiten, wird der 21-jährige Tim Kreuzer als Diagonalangreifer womöglich wieder Anteile in der Ballannahme übernehmen. Die Aufgabenkombination ist unüblich im modernen Volleyballsport, in besonderen Momenten aber ganz offenbar auch jetzt noch eine praktikable Lösung: Schon Anfang Dezember haben sich die Volleyballer des SV Fellbach auf diese Weise - mit 3:1 - beim SV Schwaig durchgesetzt. So will Diego Ronconi trotz der personellen Einschränkungen 'gut ins neue Jahr starten'. Und wenn Tim Kreuzer am Samstag gegen den TSV G. A. Stuttgart eine wesentliche Rolle zugedacht ist, kann das ja kein ganz schlechtes Omen sein.

 

 

 

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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