Der Zauberstab wirkt nicht lange


04.03.2019

Mario Maser Foto Patricia Sigerist

Der SV Fellbach wehrt sich in Eltmann auf unerwartete Weise, verliert aber doch mit 1:3.

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach können die Realität nicht verbiegen, auch wenn sie versuchen, ein wenig zu zaubern. So blieb ihnen am Samstagabend bei den Volleys Eltmann nichts anders übrig, als am Ende eine weitere Niederlage, es war die 16. im 20. Saisonspiel, zu akzeptieren – 1:3 (14:25, 19:25, 25:21, 19:25). Der SV Fellbach, Tabellenvorletzter und designierter Absteiger in die dritte Liga, versuchte gegen den Spitzenreiter und angehenden Erstligisten auch bei einem 0:2-Rückstand noch alles. Wild stellten die Gäste die Mannschaftsaufstellung um – entgegen allen angesagten und bewährten Regeln für Spielsysteme im Volleyball. Das Unerwartete half tatsächlich, allerdings nur für kurze Zeit, am Ende waren alle Mühen vergebens. Die Hausherren ließen sich im dritten Abschnitt wohl ob des ungewohnten Auftretens der Gäste zwischenzeitlich irritieren, schnell durchschauten sie anschließend aber die Trickspiele im Fellbacher Auftreten. Die Illusion eines Sieges für den SVF war genauso rasch wieder verschwunden, wie sie unerwartet Einzug gehalten hatte.

„In den ersten beiden Durchgängen waren wir absolut nicht im Spiel“, sagte der Fellbacher Zuspieler Mario Maser nachdem der erste Schiedsrichter Mathias Wenzel das Kräftemessen in Unterfranken abgepfiffen hatte. „Vom dritten Satz an haben wir dann unser Spielsystem total umgestellt. Es war sehr unkonventionell, auch für uns selbst.“ In der Tat, die Gäste um den diesmal nicht als Spieler auftretenden SVF-Trainer Thiago Welter versuchten ihr Glück mit einer Art magischem Zirkel. Nicht nur Mario Maser agierte als Zuspieler, auch Felix Klaue, ein weiterer gelernter Ideengeber, stand auf dem Spielfeld. „Felix hat dann auch angegriffen“, sagte Mario Maser und schob grinsend hinterher: „Ich habe das natürlich auch.“ Zudem wurden die beiden Spielmacher bei Gelegenheit von den Angreifern Ivaylo Spasov und Max von Berg ersetzt. Es ging hoch her bei den Gästen. Sie versuchten ein wenig, höhere Volleyballmächte anzurufen, um das Unmögliche zu schaffen. Und tatsächlich zeigte der Zauberstab von Thiago Welter kurzzeitig Wirkung. Die SVF-Volleyballer hexten quasi den dritten Durchgang herbei.

Anschließend war der Spuk aber auch schon wieder vorbei. Die Hausherren besannen sich und zeigten neben einem klaren Blick für die Realität vor allem wieder ihr spielerisches Können. Die Fellbacher Volleyballer mussten die Wahrheit anerkennen. Die Magie war dahin, die Hoffnung auf einen Sieg beim Zweitliga-Tabellenführer nur eine kurze Illusion. SV Fellbach: Benz, Harms, Maser, Nadale, Leipert, Blötscher, Spasov, Hirning, von Berg, Klaue.

Fellbacher Zeitung


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