Die Besten der Liga mit dem Besten der Liga

Die Fellbacher um ihren Klassekapitän Marvin Klass siegen zum 20. Mal. Thomas Rennet


04.04.2016

Den letzten Ligaabend für lange Zeit wird man ja noch ein bisschen auskosten dürfen: Fünf der sechs bedeutungslosen Begegnungen zum Abschluss in der zweiten Bundesliga Süd fanden am Samstag erst nach voller Distanz im fünften Satz ihren Sieger. Auch die Volleyballer des SV Fellbach mochten sich nicht verfrüht von ihrem Gegner und von einer Runde verabschieden, die ihnen wieder viele vergnügliche Stunden beschert hat. Der Wiederholungsmeister nahm sich reichlich Zeit für das Treffen in Bayern mit dem Absteiger ASV Dachau, kam am Schluss aber auch ohne jede Eile erwartungsgemäß noch zum 20. Ligasieg seit dem vergangenen September. Nach buntem Spielverlauf (22:25, 25:16, 27:25, 27:29) entschieden die Gäste den Tiebreak vor der Erholungspause mit 15:12 für sich.

Im vierten Abschnitt hatte der Kapitän Marvin Klass bei einer  Fellbacher 24:23-Führung die Chance, das Geschehen zu beenden. Er vergab ganz gegen seine Gewohnheiten diesen Matchball. Der Trainer Markus Weiß nahm die Verzögerung entspannt und mit Humor, sein Verdacht: „Der Marvin wollte den fünften Satz einfach auch noch spielen.“ Der 27-Jährige hatte ja mit am meisten Grund, diese Saison bis zum letztmöglichen Punkt zu genießen. Es war seine Saison. Marvin Klass war noch stärker als in seinen ersten drei Jahren beim SV Fellbach, und da war er auch schon auf hohem Niveau vorangegangen. Passend dazu der Ausklang der Meistersaison: Der Kapitän war erneut und ungeachtet des versemmelten Matchballs der überragende Akteur, erhielt dafür bereits zum achten Mal die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Partie. Damit sucht der Außenangreifer, der in sämtlichen 24 Begegnungen quasi ohne irgendeine Ruhephase das Fellbacher Team angeführt hat, seinesgleichen in der zweithöchsten Spielklasse. „Marvin ist der Beste der Liga“, sagte Markus Weiß.

Der Zweitbeste beim SV Fellbach ist ganz offiziell Yannick Harms mit sieben Auszeichnungen. Der Beach-Profi konnte am Samstag wegen eines Trainingslagers in der Türkei seine ausgewiesene Qualität in der Halle nicht vorführen. Der Libero Sebastian Mättig fehlte in Dachau aus privaten Gründen, für ihn half Tim Rainer mit, die fünfte Niederlage zu verhindern. Ebenso wie der Jüngste: Der 18-jährige Tin Tomic, der in dieser, seiner ersten Zweitliga-Runde mit seinen Aufschlägen schon ein paar besondere Momente kreiert hatte, durfte vom ersten bis zum abschließenden Schlagabtausch als Au- ßenangreifer mitmischen. „Er hat sich das verdient“, sagte Markus Weiß. Der Junior kämpfte sich in Dachau durch ein schwieriges Spiel und mit der gesamten Mannschaft zum Sieg im Ligafinale. „Das war eine ordentliche Leistung“, sagte Markus Weiß, der noch einmal auf zwei Fachkräfte zurückgriff, die bei nächster Zweitliga-Gelegenheit im September nicht mehr dabei sein werden. Christopher Howe (Rückkehr nach Kanada) und später Tim Kreuzer (künftig im Trikot des SSC Karlsruhe) gaben ihren Ligaausstand beim SV Fellbach. Auch die beiden wollten den letzten Abend im fünften Satz noch ein bisschen auskosten.SV Fellbach: Klass, Nadale, Howe, Klaue, Köder, Koch, Tomic, Rainer, Kreuzer, Sellner, Hanenberg, Winter.

 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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