Die Gäste trotz Verspätung am Ende voll da

Gegner im Stau: Die abstiegsgefährdeten Zweitliga-Schlagmänner des SV Fellbach müssen am Samstag lange warten, spielen später am Abend dann aber doch gegen die L. E. Volleys aus Leipzig und verlieren die Begegnung mit 2:3.


26.02.2013

Die Uhren in der Fellbacher Gäuäckerhalle I zeigten 20.30 Uhr, als am Samstagabend Jannik Kühlborn von den L. E. Volleys zum Aufschlag schritt. Die große Anzeigetafel gab in Rot ein 0:0 als aktuellen Spielstand in der Zweitliga-Begegnung der Volleyballer des SV Fellbach mit den Gästen aus Leipzig an. Es musste also ein langer erster Satz gespielt worden sein, der fast 30 Minuten in Anspruch genommen hatte. Jetzt sollte es mit dem zweiten Durchgang weitergehen, die Gäste mit Jannik Kühlborn sollten aufschlagen. Doch weit gefehlt, was ein weiterer Blick auf die Anzeigetafel verdeutlichte: Dort war beim Satzstand auf beiden Seiten eine Null zu erkennen. Was war geschehen? Recht früh um 10 Uhr waren die Gäste am Samstag in Leipzig aufgebrochen, um so rechtzeitig in Fellbach einzutreffen. Doch winterliche Straßenverhältnisse setzten den Reisenden zu. Kein Rad sollte sich mehr auf der Autobahn drehen, es kam zum Stillstand. Und dieser Stillstand dauerte, und dauerte - und dauerte. 'Wir haben schon am frühen Nachmittag einen Anruf erhal ten', sagte Toni Pesch, der Abteilungsleiter des SV Fellbach. 'Es war sofort klar, dass es den Leipzigern nicht rechtzeitig reichen würde.' Ebenfalls sofort klar waren sich bei den Fellbachern Spieler, Trainer und Abteilungsspitze, dass der Vergleich mit den Sachsen auf keinen Fall ohne Spiel entschieden werden sollte. 'Wir werden spielen, egal wann es losgeht', sagte Toni Pesch. Und der SVF-Trainer Diego Ronconi ergänzte: 'Wir wollen sportlich gewinnen und uns nicht irgendwie durchmogeln.' Kurzfristig stand ein Spielbeginn um 21.30 Uhr im Raum, am Ende ging dann doch alles schneller. Um 20.30 Uhr begann die Partie, um 22.27 Uhr war die 2:3-Niederlage (25:15, 19:25, 20:25, 25:10, 8:15) der Fellbacher offiziell.

Raimund Abele, Daniel Wolfram und Alexander Haas können die Leipziger Volleyballer nur vorübergehend stoppen. Foto: Maximilian Hamm

Die Gäste waren um 20.20 Uhr in die Gäuäckerhalle I gestürmt, wenige Sekunden später absolvierten sie ein Aufwärmprogramm in Minimalform, ehe um 20.30 Uhr Jannik Kühlborn die Partie eröffnete. 'Den ersten Satz haben die Leipziger zum Aufwärmen benutzt', sagte Diego Ronconi. 'Wir hatten recht leichtes Spiel.' Dann aber war der Leipziger Verbund gut in Form und zeigte seine Klasse als Tabellenzweiter. Gleichzeitig hielten die Volleyballer des SV Fellbach jedoch gut mit, verpassten aber im zweiten Abschnitt in der Endphase eine eventuell vorentscheidende 2:0-Satzführung. 'Wir sind da bis 17:17 gut dabei, dann machen wir aber nur noch zwei Punkte', sagte der Trainer Diego Ronconi. So kam es nicht nur zum Satzausgleich, sondern schnell auch zu einem 1:2-Satzrückstand für die Gastgeber.

In beeindruckender Manier konterten die SVF-Volleyballer dann aber im vierten Abschnitt (mit dem lange verletzten Lars Lückemeier), ehe im Tiebreak bei einer 5:4-Führung ein möglicher Sieg verspielt wurde. 'Wir gewinnen den vierten Durchgang mit 25:10, führen danach 3:1 und 5:4', sagte Diego Ronconi. 'Dann brechen wir im Angriff plötzlich zusammen und machen nur noch Fehler. Das war erschreckend.' Ohne viel Zutun führten die Gäste binnen weniger Minuten mit 12:5. Das Spiel war so faktisch für die Fellbacher verloren. Bald darauf endete der Auftritt der Leipziger quasi auch ohne Vorbereitung in der Halle mit einem Auswärtssieg - und Diego Ronconi blieb nur ein enttäuschtes Fazit: 'Ein 2:3 gegen die Leipziger ist an sich ja okay. Aber heute war mehr möglich. Immerhin haben wir zwei Sätze gegenüber den Konkurrenten hinter uns gutmachen können.' SV Fellbach: Köder, Abele, Klass, Haas, Wolfram, Nadale, Peéry, Lepthin, Lückemeier, Oefner, Hanenberg, Strohbücker, Hainich, Stanimirovic.

 

Quelle: Artikel aus der Fellbacher Zeitung von Uwe Abel.


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