Die Konzentration beim Titelgewinner leidet

Der Meister SV Fellbach verliert zum Ausklang der Runde in der zweiten Liga in Dachau mit 1:3.


16.04.2015

Valters Lagzdins wird als wertvollster Akteur der zweiten Liga geehrt. Foto: Patricia Sigerist

In der zweiwöchigen Spielpause über Ostern hat es der SV Fellbach dann doch noch einmal geschafft, die Zweitliga-Konkurrenz und besonders die TG Rüsselsheim kurzzeitig zu schocken. Unmittelbar nachdem die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht worden war, war auf der Homepage der Abteilung eine Meldung aufgetaucht mit dem Inhalt, es hätten sich mehrere zahlungskräftige Geldgeber gemeldet und die SVF-Volleyballer würden nun doch ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen. Das Ganze zum Nachteil des Rivalen aus Hessen, der sich doch zunächst als einziger Club aus der Südgruppe der zweiten Liga dazu bekannt hatte, den Gang ins Oberhaus antreten zu wollen. Ärgern mussten sich die Rüsselsheimer freilich nicht lange, schließlich war die Überraschungsmeldung aus Fellbach am 1. April erschienen und hatte als zweifellos gelungener Scherz nur kurzzeitig für Verwirrung gesorgt.
Tatsache bleibt also, dass die Partie mit der 1:3-Niederlage (23:25, 27:25, 22:25, 20:25) beim Tabellenachten ASV Dachau, die der SV Fellbach in seinem 22. und letzten Saisonspiel am Samstagabend hinnehmen musste, nicht die vorerst letzte Zweitliga-Begegnung des ehemaligen Erstligisten bleiben wird. Den Weg in den Münchner Vorort werden die Fellbacher auch in der kommenden Runde antreten, die Ende September beginnt. Im Endklassement dieser Spielzeit folgen hinter den Fellbachern (49 Punkte) die TG Rüsselsheim (47), der GSVE Delitzsch (44), die FT 1844 Freiburg (43) und der TSV G. A. Stuttgart (42).
Für die aktuelle Abschlussfahrt hatte der Trainer Diego Ronconi nicht nur 14 Spieler, sondern auch einige Fans und Gönner des Zweitliga-Teams in den Bus gepackt und so für eine verlängerte Meisterfeier und einen gelungenen Ausklang der Punktspiele gesorgt, auch wenn am Ende das Ergebnis nicht so ganz im Sinne der Gäste war. 'Der ASV Dachau hat sehr gut gespielt. Kompliment dafür. Uns hat in manchen Situationen der Fokus auf das Wesentliche gefehlt, so dass der Sieg in Ordnung geht', sagte Ronconi, der zudem das Pech hatte, dass sowohl Marvin Klass (Sprunggelenksprobleme) als auch Valters Lagzdins, der nach dem Spiel zum wertvollsten Akteur der Liga in dieser Saison gekürt wurde, angeschlagen ins Spiel gingen und so nicht 100 Prozent ihrer sonstigen Möglichkeiten abrufen konnten.
Im zweiten Durchgang wehrten die Gäste aus Fellbach zwei gegnerische Satzbälle ab, um diesen Abschnitt dann noch in der Verlängerung zu gewinnen. Der erhoffte Impuls, der Begegnung damit eine Wende in Richtung Sieg zu geben, blieb dennoch aus. 'Ich bin trotzdem zufrieden, weil die kämpferische Einstellung gestimmt hat und weil man in einigen Phasen gesehen hat, dass wir absolut verdient Meister geworden sind', sagte Ronconi.
Der Coach wird nun in den kommenden beiden Wochen auf ein Hallentraining verzichten, während sich einige Spieler dem Training auf Sand und ersten Beachturnieren widmen. Am 27. April kommt das Team dann wieder zusammen, um mit der Vorbereitung auf die Finalrunde im württembergischen Verbandspokal zu beginnen. Dieser letzte Saisonhöhepunkt, bei dem auch die Regionalliga-Vertretung des SVF mit dabei ist, findet am 9. Mai in der Fellbacher Gäuäckerhalle I statt.
'Ich habe den württembergischen Pokal schon immer sehr ernst genommen, aber auch in meiner Mannschaft hat er jetzt eine ganz andere Akzeptanz, nachdem die Spieler gesehen haben, was da möglich ist', sagte Ronconi. Zur Erinnerung: In dieser Saison hatten sich die Fellbacher über die regionale Ausscheidung schließlich bis ins Viertelfinale des deutschen Volleyball-Pokals gekämpft, in dem sie dann dem Erstligisten SVG Lüneburg mit 1:3 unterlagen. SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Klass, Nadale, Hanenberg, Koch, Mättig, Kreuzer, Sellner, Bergmann, Klaue, Heermann, Peéry.

Von Harald Landwehr, Fellbacher Zeitung


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