Die Mannschaft der Stunde

Das Zweitliga-Team des SV Fellbach behauptet sich auch beim davor anhaltend erfolgreichen TV/DJK Hammelburg und rückt mit dem 3:0-Sieg auf den vierten Tabellenplatz vor.


10.04.2017

Foto: Picture Partners

Diese Aufgabe in der zweiten Bundesliga hätte anspruchsvoller nicht sein können. 24 Punkte hatte der Gegner bis dahin seit dem Jahreswechsel gesammelt. Mehr als alle anderen, auch der Ligaprimus aus Eltmann bleibt da ein Stück zurück. Zudem kann der formstarke TV/DJK Hammelburg daheim auf lautstarke Unterstützung zählen, am Samstagabend ließen sich 600 Zuschauer das Geschehen nicht entgehen. Doch sie sahen dann nicht ihre Mannschaft siegen wie zuletzt fast immer, sondern – die Gäste. Die Volleyballer des SV Fellbach zeigten sich unbeeindruckt, weil sie in diesen Wochen selbst den anspruchsvollsten Aufgaben gewachsen sind. Das Team um den Kapitän Marvin Klass behauptete sich auch in Unterfranken, erhöhte mit dem 3:0- Erfolg (25:23, 25:22, 25:21) beim TV/DJK Hammelburg seine Punktzahl in diesem Jahr selbst auf 23 und rückte auf den vierten Tabellenplatz vor. „Das war eine tolle Leistung. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte der Trainer Markus Weiß.

Der Gastgeber in der Kleinstadt im Landkreis Bad Kissingen war, so formulierte das Markus Weiß vor der Verabredung am Samstag, „die Mannschaft der Stunde“ in dieser Liga. Jetzt trägt die Flugstaffel des SV Fellbach diesen Titel. Die Reisenden trafen auf die erwartet starke Konkurrenz mit dem finnischen Zuspieler Kasper Vuorinen oder dem Kapitän Felix Bendikowski und dem begabten Außanangreifer Lorenz Karlitzek, dessen Bruder Moritz in der ersten Liga beim TV Rottenburg unter Vertrag ist. Doch die Volleyballer des SV Fellbach waren dann, Satz für Satz, noch ein bisschen besser. Sie haben nach lange von massiven Verletzungssorgen beeinträchtigtem Saisonverlauf zurückgefunden zu jener Klasse, die ihnen die Meistertitel 2015 und 2106 einbrachte. Dabei ist der Verbund im Gesamten wieder so weit, dass er einzelne Ausfälle kompensieren kann. Der Zuspieler Patrick Köder musste kurzfristig wegen Rückenproblemen („Ich kann mir nicht vorstellen, auch nur eine halbe Stunde im Bus zu sitzen“) absagen. Für ihn übernahm Christian Bura auf hohem Niveau das Passspiel. Mit ihm gaben Marvin Klass, Yannick Harms, Philipp Arne Bergmann, Jonas Hanenberg, Valentino Nadale und der Libero Sebastian Mättig unterstützt von Timo Koch und Valters Lagzdins – wie im Hintergrund auch von den Teamgefährten ohne Einsatzzeiten (Weiß: „Wir haben uns das gemeinsam erarbeitet“) – eine Vorstellung, die den Ligabesten des Jahres 2017 ganz ohne Satzgewinn dastehen ließ. 

Nach überaus erfolgreichen Wochen schauen die SVF- Akteure mit entspannter Vorfreude dem Saisonfinale gegen den VC Dresden (22. April) entgegen. Der vierte Platz gefällt ihnen in dieser Runde richtig gut, den wollen sie nicht mehr abgeben. „Unser Ziel war ein Platz unter den ersten drei. Das haben wir nun fast geschafft“, sagte Jonas Hanenberg mit einem Schmunzeln. SV Fellbach: Klass, Harms, Bergmann, Hanenberg, Nadale, Bura, Mättig, Lagzdins, Koch, Jalowietzki, Leipert, Welsch, Filo, Rainer.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 


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