Die nächste Serie soll enden

Der zuletzt fünfmal sieglose SVF erwartet in der TG Mainz-Gonsenheim das Team, das vor rund zehn Monaten die Fellbacher Erfolgsbilanz in der heimischen Halle stoppte.


02.12.2016

Foto: Patricia Sigerist

Auf den ersten Blick macht der Beiname, den die Zweitliga-Volleyballer der TG Mainz-Gonsenheim jüngst erhalten haben, fast etwas Angst. In der heimischen Presse wurden die Rheinland-Pfälzer, die sich am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) als Gast des SV Fellbach vorstellen, nach dem 3:2-Sieg gegen die Volleys Eltmann am vergangenen Samstag als „Serienkiller“ tituliert. Nun ist es glücklicherweise nicht so, dass die Spieler besonders furchterregende Zeitgenossen wären, die nächtens mordend und Angst verbreitend durch die Gassen der Landeshauptstadt ziehen. Vielmehr haben sie es sich in den vergangenen zehn Monaten gleich zweimal zum Hobby gemacht, beeindruckende Siegesserien ihrer Gegner zu beenden.

Das erste Mal ist ihnen das am 30. Januar dieses Jahres gelungen, als sie aus der Fellbacher Gäuäckerhalle einen 3:2-Auswärtserfolg mit nach Hause nahmen. Von einem Ort, an dem die Gastgeber bis dahin stolze 17 Siege in Serie gefeiert hatten. Der zweite Coup war nun am vergangenen Samstag der Tiebreak-Erfolg in heimischer Halle gegen den Spitzenreiter aus Unterfranken, der seinerseits bis zum Gastspiel in Mainz saison- übergreifend 24 Punktspiele in Folge gewonnen hatte. Die 500 Zuschauer vor Ort waren von diesem Auftritt ebenso angetan wie die Mainzer Trainerin Aline Reinhardt: „Das war das beste Spiel meiner Mannschaft, seitdem ich hier Trainerin bin“, sagte die 31-jährige Übungsleiterin, die seit knapp eineinhalb Jahren für das Team verantwortlich ist.

Nun geht es für die Wiederholungstäter also zehn Monate nach dem letzten Gastspiel erneut nach Fellbach, wo Aline Reinhardts Trainerkollege Markus Weiß sicher nichts dagegen hätte, wenn wieder eine sportliche Serie zu Ende gehen würde: Fünfmal in Folge haben die SVF-Volleyballer zuletzt in der zweiten Bundesliga verloren. Der bisher letzte dreifache Punktgewinn gelang Tibor Filo, Christian Bura und ihren Fellbacher Mitstreitern Mitte Oktober beim 3:1-Heimsieg gegen den TSV Grafing. Seitdem haben sie nur noch dreimal einen Zähler für jeweils zwei gewonnene Sätze dazubekommen. „Unser Ziel ist es, mindestens in den fünften Satz zu gehen und einen Punkt zu holen. Alles, was mehr rausspringen sollte, nehmen wir natürlich gerne mit“, sagt Markus Weiß, der auch weiterhin mit den nicht enden wollenden Personalproblemen zu kämpfen hat.

Hatte der Fellbacher Trainer in der vergangenen Woche nie mehr als neun gesunde Akteure im Training, so durfte er in dieser Woche immerhin zwei Einheiten mit zehn, beziehungsweise elf Spielern absolvieren – inklusive dreier regelmäßiger Trainingsgäste aus der zweiten Mannschaft. Weiterhin allenfalls zuschauen können Valters Lagzdins (Handgelenksverletzung), Patrick Köder (Schulterentzündung) und der Langzeitverletzte Timo Koch. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen werden am Samstag die beiden Beach-Profis Yannick Harms und Philipp Arne Bergmann, die an einem Einladungsturnier im französischen Dijon teilnehmen. Jan Jalowietzki, der unter der Woche wegen einer Grippe fehlte, will hingegen auflaufen. „Wir müssen uns bis Weihnachten irgendwie durchkämpfen. Im neuen Jahr sollte die Personalsituation dann wieder etwas besser aussehen“, sagt Markus Weiß, der für ein Ende der SVF-Serie eventuell auf Aushilfen aus der zweiten Mannschaft bauen kann. Das Regionalliga-Team ist an diesem Wochenende spielfrei.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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