Die Reisenden schlagen nun zu Hause auf

Nach vier Auswärtsbegegnungen steht die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach am Samstagabend in der Gäuäckerhalle I Gästen vom Ammersee gegenüber. Am Nachmittag empfängt das zweite Team in der dritten Liga Eintracht Frankfurt.


18.10.2013

Irgendwann sind die Pins dem Vernehmen nach gleich freiwillig umgefallen. Als Zeichen der Aufgabe, wenn Tim Kreuzer zum Wurf angesetzt hat: Der 21-Jährige ist der ungekrönte Bowlingkönig der  Volleyballer des  SV  Fellbach. Die Zweitliga-Mannschaft hat sich vor dem vergangenen - und spielfreien - Wochenende mal in einer anderen Sportart versucht. Abräumen wollen die Männer um den Diagonalangreifer Tim Kreuzer auch am Samstagabend, 20 Uhr, in ihrer angestammten Sportart - und erstmals in dieser Saison auch in angestammter Umgebung. Sie treffen daheim in der Gäuäckerhalle I auf den TSV Herrsching. Die Gäste vom Ammersee wirft allerdings so schnell nichts um.

Die Zweitliga-Akteure des  SV  Fellbach haben lange warten müssen auf das erste Heimspiel. Viermal sind sie mit Tim Kreuzer jetzt schon in fremden Hallen aufgekreuzt. Sie waren in Vaihingen, in Sachsen und ein ganzes Wochenende lang in Bayern, ehe sie nun in diesem eher ungeordneten denn geordneten Spielbetrieb auch mal zu Hause aufschlagen dürfen. Doch der Terminplan ist im Nachhinein von geradezu ausgesuchter Attraktivität für die Reisenden der ersten Saisonwochen. Sie haben drei ihrer vier Auswärtsspiele für sich entschieden und noch alle 13 Heimspiele vor sich. Das erste davon an diesem Samstagabend mutet jetzt fast wie eine Belohnung an für die Mühen. Zumal die  SVF- Volleyballer das spielfreie Wochenende zuletzt auch dazu nutzen konnten, beim  Fellbacher Herbst zu werben - für ihre Sache, für dieses erste Heimspiel. Der Teammanager Stephan Strohbücker, selbst beim Festumzug mit am Start, verspricht sich generell 'eine Steigerung der Zuschauerzahlen'. Und insbesondere zum Heimauftakt am Samstag in der Gäuäckerhalle I, knapp vier Wochen nach dem Beginn der Zweitliga-Runde. Die bayerische Delegation vom T SV Herrsching kann dann mal kommen.

Patrick Köder, Tim Holler und Jonas Hanenberg (von links) warten auf die bayerischen  Volleyballer vom T SV Herrsching. Foto: Holger Strehlow

Der Aufsteiger ist allerdings kein ganz gewöhnlicher Aufsteiger. Dieser Neuling ist wohl direkt ein Spitzenteam in der zweiten Bundesliga. Der T SV Herrsching hat sich namhaft verstärkt. Zum Beispiel mit Roy Friedrich, 25, vom deutschen Pokalsieger Generali Haching. Oder mit Patrick Steffen, 22, vom Erstliga-Absteiger Netzhoppers Königs Wusterhausen. Und gar nicht zuletzt mit Sebastian Prüsener, 31, ebenfalls aus Unterhaching in Herrsching angekommen. Der Annahmespezialist hat 23 Länderspiele absolviert und war 2004 mit dem SCC Berlin deutscher Meister. Jetzt ist er am Ammersee. 'Ich kenne ja einige von dem lustigen Haufen schon ganz gut', sagte Sebastian Prüsener nach seiner Ankunft im August.

Der lustige Haufen hat den Gegnern bisher keine lustigen Zeiten beschert und seine ersten drei Saisonspiele allesamt humorlos dominiert. 'Das ist schon sehr hohes Niveau', sagt der  Fellbacher Zweitliga-Trainer Diego Ronconi, der am Samstagabend aus beruflichen Gründen voraussichtlich auf den Diagonalangreifer Raimund Abele, 28, verzichten muss. Hohes Niveau wollen die Gastgeber aber auch - und wenn es sein muss ohne Raimund Abele - bieten. Nicht mehr beim Bowling. Sondern in ihrer ersten Sportart mit dem Kapitän Marvin Klass, 24, dem Zuspieler Patrick Köder, 23, dem Blocker Jonas Hanenberg, 24, oder dem Bowling-Ass Tim Kreuzer. 'Ich erwarte ein enges Spiel', sagt Diego Ronconi.

Schon vor der Zweitliga-Begegnung am Abend ist in der Gäuäckerhalle I  Volleyball angesagt. Um 13 Uhr treffen die Frauen des  SV  Fellbach, bisher in der Oberliga zweimal erfolgreich, auf den S SV Ulm. Anschließend, um 16.30 Uhr, hat der zweite Verbund der  SVF-Männer Heimpremiere in der dritten Liga: Die Spieler um den Trainer Daniel Riedl, zum Einstand Anfang Oktober der SG Rodheim mit 1:3 unterlegen, empfangen am Samstagnachmittag die  Volleyballer von Eintracht Frankfurt.

 

Quelle: Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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