Die Renaissance des Spielsystems von 1979

Der Trainer Diego Ronconi greift aufgrund von personellen Engpässen auf eine alte Taktikvariante zurück - mit Erfolg: Der zuletzt strauchelnde SV Fellbach präsentiert sich als starke Einheit und gewinnt in der zweiten Bundesliga beim SV Schwaig mit 3: 1


09.12.2013


Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend ihre spielerische Durststrecke überwinden können. Beim SV Schwaig gelang ihnen ein 3:1-Sieg (26:28, 25:19, 30:28, 25:19). Dabei überzeugten die Fellbacher Spieler mit einer starken kämpferischen Einstellung, der Trainer Diego Ronconi mit taktischem Geschick. 'Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft', sagte der Coach nach den 104 Spielminuten in Schwaig. 'Heute sind wir als echtes Team aufgetreten. Bezeichnend, dass die Spieler auch den Verlust des ersten Satzes gut weggesteckt haben.'

Der erste Abschnitt endete für die SVF-Volleyballer enttäuschend. Lange standen sie ganz dicht vor einem 1:0-Satzvorsprung, etwa bei einer 23:21-Führung. Das bessere Ende hatten aber die Hausherren. 'Dass wir den zweiten Abschnitt dann so solide gewonnen haben, spricht für meine Mannschaft', sagte Diego Ronconi. Denn die SVF-Volleyballer agierten unverdrossen - und erfolgreich - weiter. Eine starke Leistung, vor allem wenn man sich die vielen Fellbacher Pleiten der jüngsten Vergangenheit vor Augen führt. Da hätte ein Einbruch nach dem knapp verlorenen Auftaktsatz nicht überrascht. Doch es kam anders.

Mehr und mehr wurde auch deutlich, dass die taktische Idee von Diego Ronconi aufging. 'Wir mussten in Schwaig etwas riskieren, denn Tim Holler und Lars Lückemeier waren auf der Außenposition nicht richtig einsatzbereit', sagte der A-Lizenz-Trainer. 'Also haben wir Tim Kreuzer als Diagonalspieler in die Aufschlagannahme genommen und Timo Koch auf der Außenposition quasi ohne Annahme spielen lassen.' So konnte jeder SVF-Spieler seine individuellen Stärken einbringen - und Diego Ronconi konnte lachend ergänzen: 'So ein System habe ich 1979 letztmalig spielen lassen - aber es hat super geklappt.'

So glichen die Gäste ungefährdet den 0:1-Satzrückstand aus, um dann im dritten Durchgang in einer ungemein spannenden Endphase mit 30:28 zu gewinnen. Diego Ronconi war lange nach Spielende immer noch sehr angetan: 'Das war sensationell. Die Zuschauer sitzen hier ganz eng am Spielfeldrand, es war eine tolle Stimmung. Wir wehren viele Satzbälle ab. Und wir gewinnen den Satz. Das ist einfach toll, was die Mannschaft geleistet hat.'

Weniger spektakulär verlief der vierte Abschnitt, aber kaum weniger gut agierten da die SVF-Volleyballer. Zuletzt gab es wenig Konstanz im Fellbacher Spiel, genau diese legten die Gäste nun aber wieder an den Tag. Recht schnell ließen so die Hausherren die Köpfe hängen. Und Diego Ronconi konnte durchatmen: 'Die Durststrecke ist jetzt hoffentlich zu Ende.'

Gleichzeitig blickte der SVF-Coach auch schon nach vorne: 'Am nächsten Samstag wollen wir nun zu Hause das Jahr mit einem positiven Ergebnis gegen die TG Rüsselsheim beschließen.' Vielleicht fällt Diego Ronconi zum volleyballerischen Jahresabschluss ja eine neue taktische Variante ein. Dieses Mal vielleicht eine aus den 80er Jahren des Volleyballsports. SV Fellbach: Hanenberg, Klaue, Lückemeier, Nadale, Kreuzer, Peéry, Köder, Abele, Klass, Holler, Hainich, Koch


Quelle: Uwe Abel, Fellbacher Zeitung


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