Die Schwächephase dauert zu lange

Der Zweitligist SV Fellbach startet gegen die Volleys Eltmann vielversprechend, ehe er im zweiten und dritten Abschnitt nur knapp eine zweistellige Punkteausbeute erreicht. Am Ende setzen sich die Gäste aus Unterfranken mit 3:1 durch.


16.04.2018

Tin Tomic und die Volleyballer des SV Fellbach sehen sich insbesondere im zweiten und dritten Satz regelmäßig unüberwindbaren Hindernissen gegenüber. Foto: Nicklas Santelli

Um 21:19 Uhr war es am Samstagabend in der Fellbacher Gäuäckerhalle I, als der Trainer Thiago Welter und die Hausherren durchatmen konnten. Sie hatten es geschafft. Doch keineswegs war in diesem Moment die Zweitliga-Begegnung mit den Volleys Eltmann gewonnen, auch den dritten Abschnitt hatte sich der SVF nicht gesichert. Vielmehr gelang ihm in diesem Augenblick der zehnte Punkt dieses Satzes. Zweistellig! Die Höchststrafe im Kreise der Volleyballer war vermieden. Denn gleichzeitig ließ die Anzeigetafel bei den Gästen bereits die Zahl 23 aufleuchten. Der Fellbacher Vertretung drohte ein Durchgang mit einstelliger Punkteausbeute. Am Ende wurden es im dritten Abschnitt magere 12 Zähler, ein Punkt weniger als den Gastgebern im zweiten Satz gelungen war. Doch trotz der 1:3-Niederlage (25:20, 13:25, 12:25, 23:25) gegen den Konkurrenten aus Unterfranken zeigte sich Thiago Welter nach Spielende keineswegs deprimiert: „Wir hätten heute sogar gewinnen können.“

Denn zunächst bestimmten die Fellbacher das Geschehen. Zu Beginn sahen die 180 Zuschauer gut aufgelegte Hausherren, bei denen immer wieder Richard Peemüller punktete. Nach Spielende wurde der Diagonalangreifer, erst kürzlich aus der zweiten SVF-Vertretung in der dritten Liga eine Etage nach oben gerutscht, dann auch vom Gästetrainer Milan Maric zum wertvollsten Fellbacher Spieler am Samstagabend gewählt. Gleichauf war dabei sicher Johannes Leipert, der bei den Gastgebern ebenfalls viele Impulse geliefert hatte. So gewannen Richard Peemüller, Johannes Leipert und das Fellbacher Team verdient den ersten Satz.

Doch wie zu erwarten war, wollten sich die spielstarken Gäste nicht ohne nachhaltige Gegenwehr geschlagen geben und baten in der Folge zu einem ernsthafteren Duell. „Wir haben im zweiten und dritten Durchgang nicht schnell genug auf das immer besser werdende Aufschlagspiel der Gäste reagiert. Die Aufschlagannahme ließ kein variables Angriffsspiel mehr zu“, sagte Thiago Welter. Immer wieder musste der Zuspieler Felix Klaue deshalb, mangels Optionen recht leicht erkennbar, die Außen- und Diagonalangreifer um Tin Tomic, Jan Jalowietzki oder Manuel Harms einsetzen. Diese taten sich dann gegen den leicht zu positionierenden Block der Gäste schwer. So kamen die SVF-Volleyballer in den Sätzen zwei und drei nicht wirklich voran, um eine einstellige Punktzahl gerade noch herum. Auch alle wilden Wechselspiele von Thiago Welter taten dabei nichts Gutes.

Deutlich verbessert präsentierten sich die Fellbacher dann aber wieder im vierten Abschnitt. Mit großer Einsatzbereitschaft kämpften sie sich heran, der fünfte Satz war in Reichweite. Etwa beim Stand von 23:23, als sich die Fellbacher nach einem Fehler der Gäste bereits einem Satzball nahe wähnten, der erste Schiedsrichter Martin Auricht aus Steckborn den gewonnenen Punkt allerdings neutralisierte. Wenige Momente später hatten dann auch schon die Gäste aus Eltmann ein letztes Mal zugeschlagen. Ohne viel Aufhebens sicherten sie sich die finalen beiden Zähler und somit den spielentscheidenden vierten Satz.SV Fellbach: Harms, Jalowietzki, Lepthin, Mättig, Nadale, Pfeffer, Leipert, Köder, Peemüller, Filo, Schön, Tomic, Klaue, Koch.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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