Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach möchte sich ohne einige ihrer Besten der vergangenen Jahre entwickeln und fährt am Samstag zum weniger zurückhaltenden GSVE Delitzsch.

Der Titelgewinn ist schon ein bisschen her. 2012 war der GSVE Delitzsch besser als alle anderen in der Liga.


03.11.2017

Foto: Patricia Sigerist

Die schlagende Verbindung im Osten des Landes steht nach einem Erstliga-Abenteuer ganz generell seit zehn Jahren für Konstanz auf hohem Niveau in der zweithöchsten Etage der Volleyballer. Zuletzt allerdings war das Niveau in der Leipziger Nachbarschaft etwas weniger hoch als davor gewohnt. 2016 schloss der Gymnasiale Sportverein Ehrenberg die Saison als Achter ab, 2017 als Fünfter. Da ist Luft nach oben, das hat die Vereinsleitung erkannt und dem Trainer Frank Pietzonka vor der laufenden Runde ein paar Siege mehr aufgetragen: Platz eins bis drei darf es schon mal wieder sein, finden sie. Davon sind die Männer um den Kapitän Maik Winkler vor dem nächsten Heimspiel ein Stück entfernt. Am Samstag (20 Uhr, Artur-Becker-Sporthalle) erwarten sie die Reisegruppe des SV Fellbach, die zurückhaltendere Erwartungen begleiten, obschon der bis dahin letzte ebenso wie der vorletzte Zweitliga-Titel weniger lang zurückliegen als die Meisterfete beim GSVE Delitzsch.

Der SV Fellbach war 2015 und 2016 der gesamten Konkurrenz voraus. Doch nach dem vierten Tabellenplatz in der vergangenen Saison – trotz ausgeprägter Verletzungsprobleme – hat sich die Mannschaft verändert.

Nicht im wesentlichen Sinne, aber an wesentlichen Stellen. Marvin Klass, der versierte Kapitän, genießt jetzt mit 28 als Sportpensionär die Freizeit. Yannick Harms, der Ligabeste, ist als Beach-Profi wie sein Strandpartner Philipp Arne Bergmann nicht verfügbar. Jonas Hanenberg, der mächtige Blocker und mithin Vierte in dieser Reihe mit Erstliga-Erfahrung, ist nun nicht mehr Teamspieler in der Mannschaft, sondern Teammanager hinter der Mannschaft. Der Familienvater versucht mit Bedacht die Nachfolge einer außergewöhnlichen Zweitliga-Formation zu gestalten – mit den bekannten und mit neuen Kräften, mit jungen Spielern, die an den Aufgaben wachsen sollen. „Unsere jungen Spieler sollen in allen Belangen Fortschritte erzielen und nach und nach mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Jonas Hanenberg. Die Bedeutung der Aufbauarbeit wird und soll noch zunehmen beim SV Fellbach. Schon auch deshalb, weil nun einige der Leitmänner vergangener Jahre das Geschehen auf dem Spielfeld nicht mehr regeln können und das eigene Budget nach Jonas Hanenbergs Einschätzung „im unteren Drittel der Liga“ einzuordnen ist.

Die Erfahrenen wie der Kapitän Patrick Köder, 27, Valters Lagzdins, 27, oder die Blocker Tibor Filo, 33, und Valentino Nadale, 29, sollen den Verbund anführen und die Jüngeren an ihrer Seite mit heranführen an jenen Standard, der in der zweiten Liga genug Siege verspricht; vielversprechende Nebenleute wie Tin Tomic, 20, oder Patrick Pfeffer, 22, der in Sachsen nach einer Hüftverletzung wieder zum Fellbacher Aufgebot ge- hören wird. Ebenso wie Felix Klaue nach einem Handbruch und Tim Holler nach seinem Urlaub. Nicht mit in einem der Kleinbusse sitzen wird Manuel Harms (privat verhindert). Auch der Nachwuchslibero Daniel Schön, 17, bleibt zu Hause, weil er am Samstag (16.30 Uhr, Gäuäckerhalle I) die zweite Vertretung des Vereins im Drittliga-Heimspiel gegen den TV Bliesen unterstützen wird. „Wir stimmen uns immer weiter ab, die Entwicklung im Training ist sehr positiv“, sagt Thiago Welter ein paar Tage nach dem Rückschlag daheim gegen den TSV Grafing (0:3). „Erfahrung und Widerstandsfähigkeit unter Druck werden mit der Zeit kommen“, fügt der A-Lizenz-Inhaber hinzu, dessen Akteure seit dem 23. September zwei Erfolge mit drei Niederlagen kombiniert haben. „Ich denke aber, wir haben bereits am Samstag in Delitzsch gute Karten.“ Obschon der Gegner und nur der Gegner einen der ersten drei Plätze anstrebt. Die schlagende Verbindung im Osten des Landes steht nach einem Erstliga-Abenteuer ganz generell seit zehn Jahren für Konstanz auf hohem Niveau in der zweithöchsten Etage der Volleyballer. Zuletzt allerdings war das Niveau in der Leipziger Nachbarschaft etwas weniger hoch als davor gewohnt. 2016 schloss der Gymnasiale Sportverein Ehrenberg die Saison als Achter ab, 2017 als Fünfter. Da ist Luft nach oben, das hat die Vereinsleitung erkannt und dem Trainer Frank Pietzonka vor der laufenden Runde ein paar Siege mehr aufgetragen: Platz eins bis drei darf es schon mal wieder sein, finden sie. Davon sind die Männer um den Kapitän Maik Winkler vor dem nächsten Heimspiel ein Stück entfernt. Am Samstag (20 Uhr, Artur-Becker-Sporthalle) erwarten sie die Reisegruppe des SV Fellbach, die zurückhaltendere Erwartungen begleiten, obschon der bis dahin letzte ebenso wie der vorletzte Zweitliga-Titel weniger lang zurückliegen als die Meisterfete beim GSVE Delitzsch.

 

 Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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