Drei Negativserien verlängern die Negativserie

Der SV Fellbach leistet sich gegen die TGM Mainz-Gonsenheim in drei Sätzen jeweils eine andauernde Schwächephase, verliert das Zweitliga-Heimspiel am Ende mit 0:3 und muss damit bereits die sechste Niederlage nacheinander hinnehmen.


05.12.2016

Foto: Heiko Potthoff

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben auch das sechste Spiel nacheinander verloren. Nachdem die knappe 2:3-Niederlage vor gut einer Woche beim Tabellenzweiten SV Schwaig so etwas wie Hoffnung hatte aufkommen lassen, folgte am Samstag ein herber Rückschlag. In der heimischen Gäuäckerhalle I mussten die Fellbacher vor rund 200 enttäuschten Zuschauern eine deutliche 0:3-Niederlage (17:25, 14:25, 20:25) gegen die TGM Mainz-Gonsenheim hinnehmen. Lediglich 69 Minuten lang dauerte die Partie, dann durften die Fellbacher um Johannes Leipert und Tin Tomic das Spielfeld räumen. Die Qual war vorbei. Mit hängenden Köpfen saßen die einst so mutigen und erfolgsverwöhnten SVF-Schlagmänner verstreut herum. Nichts klappte am Samstag. „Das war das schlechteste Spiel der Saison“, sagte der Trainer Markus Weiß zum trostlosen Treiben zuvor auf dem Volleyball-Rechteck. „Ich hatte natürlich die Hoffnung, dass die Partie in Schwaig etwas gebracht hat. Aber leider war das nicht so.“

Gebracht haben sollte der passable Auftritt in Schwaig vor allem etwas in den Köpfen der Fellbacher Spieler. „Es ist offensichtlich, dass wir aktuell keinerlei Selbstvertrauen haben und bei der kleinsten Störung sofort zusammenbrechen“, sagte Markus Weiß. So spielten die Gastgeber im ersten Satz zunächst gut mit, bevor ein Fehler zu viel zum temporären Zusammenbruch führte. Nach einem Zwischenstand von 7:8 war die Hoffnung auf einen erfolgreichen Auftakt kurze Zeit später dahin 7:13. Im zweiten Abschnitt wurde die Hypothek nach einer 7:9-Zwischenbilanz dann noch größer. Erst nachdem die Gäste acht Ballwechsel nacheinander für sich entschieden hatten, gelang den Fellbachern wieder ein Punkt.

Der dritte Durchgang lief zunächst im Sinne der Gastgeber. Doch nach der 16:13-Führung begann die dritte Negativserie des SV Fellbach. Drei Fehler in Folge leiteten den Verlust des Satzes und damit auch des Spiels ein. Markus Weiß versuchte mit einer Auszeit (16:17) noch einmal einzugreifen, die schnell folgende zweite Unterbrechung (16:19) hatte dann schon nur noch statistischen Wert. Nach der Partie nahm der Trainer seine Spieler einerseits in Schutz: „Wir haben so viele Ausfälle, dass wir nicht zielorientiert trainieren können. Dadurch ergeben sich viele Fehler und viele Niederlagen, die sich im Kopf festsetzen. Und ohne Selbstvertrauen kann man nicht gewinnen.“ Andererseits forderte er von seinen Akteuren für die nächsten Begegnungen aber auch deutlich mehr als die schwache Darbietung am Samstagabend.

Im digitalen Auftritt der SVF-Volleyballer war vor dem Spiel zu lesen gewesen: „Zusammen schaffen wir den Sieg!“ Ein Aspekt, an dem Markus Weiß nun ansetzt: „Klar, meine Aufgabe ist es jetzt vor allem, Kopfprozesse aufzubrechen. Aber die Spieler müssen auch die neue Situation annehmen. Jeder muss dem anderen Energie geben und Verantwortung für die Mannschaft übernehmen.“ So sollen sich wieder Erfolge einstellen. Am Samstagabend klangen die Worte von Markus Weiß jedoch ein wenig wie Durchhalteparolen für die zwei Spiele, die vor der Weihnachtspause noch anstehen. Spätestens im neuen Jahr wollen die Fellbacher dann wieder Schwung aufnehmen und deutlich mehr Punkte sammeln als zuletzt. Punkte für den Ligaverbleib. Seit Samstagabend und den Ergebnissen der Konkurrenz muss dies das Primärziel der SVF-Volleyballer sein. SV Fellbach: Hanenberg, Jalowietzki, Lagzdins, Mättig, Nadale, Leipert, Winter, Klass, Bura, Filo, Tomic. Wich.

 

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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