Dritte Liga: Emotionen, die erst später abkühlen

Die Gastgeber vom SV Fellbach II fühlen sich im dritten Durchgang benachteiligt und unterliegen im Drittliga-Derby auch mit der versierten Aushilfskraft Lars Lückemeier dem TSV G. A. Stuttgart – 1:3.


23.10.2017

Foto: Patricia Sigerist

Als die Spieler beider Mannschaften aus den Duschräumen kamen und die Emotionen ein wenig abgekühlt waren, da haben sie sich schließlich doch wieder vertragen und das Ganze in Ruhe gemeinsam analysiert. Zuvor war beim Drittliga-Derby zwischen dem SV Fellbach II und dem TSV G. A. Stuttgart, das die Gäste mit 3:1 (25:14, 16:25, 29:27, 25:16) für sich entschieden, die Atmosphäre ziemlich hochgekocht, so dass es sogar beim obligatorischen Händeschütteln am Netz nach dem verwandelten Matchball noch Animositäten gab. Für den Fellbacher Trainer Michael Dornheim waren dafür in erster Linie die Schiedsrichter Manuel Berlechner und Marc Teufel verantwortlich („Sie haben uns heute mindestens einen Satz geklaut“), während sein Pendant Emanuel Bu- ra den 192-maligen Nationalspieler mit in die Kritik nahm: „Wenn man meint, von Beginn an jede Szene kommentieren zu müssen, dann beeinflusst das auch die Unparteiischen. Sie hatten auf beiden Seiten nicht ihren besten Tag, auch wenn sich Michael besonders benachteiligt gesehen hat“, sagte Emanuel Bura. Einig waren sich die beiden Übungsleiter in der Beurteilung der möglicherweise spielentscheidenden Szene beim Stand von 24:22 für den SV Fellbach II im dritten Satz, nachdem zuvor beide Teams jeweils einen Durchgang gewonnen hatten. Just zu diesem Zeitpunkt wurde Matthias Welsch beim Zuspiel ein technischer Fehler gepfiffen, den sowohl Michael Dornheim als auch Emanuel Bura als fragwürdig empfanden. „Das hat meine toll spielende Mannschaft verunsichert und ihr den Satzgewinn geraubt“, sagte Michael Dornheim, während Emanuel Bura eingestand: „Wenn der SV Fellbach II da den Sack zumacht, dann gehen wir höchstwahrscheinlich mit einer 1:3-Niederlage nach Hause.“ Weil aber die Gastgeber nicht nur diesen ersten, sondern auch noch zwei weitere Satzbälle vergaben und die Vaihinger schließlich ihren vierten zum 29:27 und zur 2:1-Satzführung verwandelten, war das Spiel quasi entschieden. Der moralisch angeschlagene Aufsteiger fand nicht mehr ins Spiel zurück.

Von Michael Dornheim gab es trotz der deutlich verlorenen Abschnitte eins und vier ein großes Lob für einen insgesamt sehr engagierten, couragierten Auftritt gegen den favorisierten Zweitliga-Absteiger. Ein Sonderlob hatte Michael Dornheim für einen Überraschungsgast übrig: Nachdem Moritz Hirning die Woche über krank pausiert hatte, hatte der Coach seinen Kapitän Tim Rainer gebeten, nach einem Ersatz Ausschau zu halten: Tim Rainer engagierte daraufin kurzfristig Lars Lückemeier.

Der 23-Jährige hatte früher im Zweitliga-Team des SVF gespielt und war zuletzt nur noch als Beachvolleyballer im Sand unterwegs, an der Seite von Alexander Walkenhorst Anfang September Fünfter bei den deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand. Gegen die Gäste von den Fildern gab er nun nach nur einer Trainingseinheit mit der Mannschaft sein Comeback unter dem Hallendach. „Ein Spieler dieser volleyballerischen Klasse muss sich nicht lange auf seine Mitspieler einstellen“, sagte Michael Dornheim. SV Fellbach II: Welsch, Peemüller, Sellner, Lepthin, Lückemeier, Hentschel, Rainer, Freundt, Heumann, Hirning, Pesch, Wich.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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