Dritte Liga: Nur Zuschauer vor 800 Fans im Saarland

Der SV Fellbach II unterliegt in der dritten Liga mit 0:3.


05.02.2018

Etwas mulmig ist den Drittliga-Volleyballern des SV Fellbach am Samstagabend schon geworden, als sie die Dreifach-Turnhalle im Sportzentrum von St. Wendel betreten haben, um ihr Punktspiel gegen den TV Bliesen zu absolvieren. In einer Liga, in der man für gewöhnlich jeden Zuschauer per Handschlag begrüßen kann und dafür kaum zwei Minuten benötigt, standen ihnen plötzlich 800 lautstarke Heimfans gegenüber. Zahlen, die kaum ein deutscher Zweitligist erreicht, sind beim Tabellenfünften der dritten Liga Süd an der Tagesordnung. „Das ist extrem beeindruckend. Der Grund für unseren katastrophalen Auftritt war das aber nicht, das lag schon eher an unseren sportlichen Schwächen“, sagte der Fellbacher Routinier Johannes Mattig, der mit seinen Teamgefährten eine 0:3-Abfuhr (18:25, 15:25, 20:25) hinnehmen musste.

Sein Bruder Sebastian, bis vor eineinhalb Jahren selbst noch aktiver Spieler im Team, hatte sich am Samstag gemeinsam mit den Akteuren des Aufsteigers auf die 230 Kilometer lange Fahrt an die saarländisch-rheinland-pfälzische Grenze gemacht, um nach dem Rücktritt von Michael Dornheim als Interimscoach auszuhelfen. „Leider konnte auch er nichts anderes tun, als mit dem Kopf zu schütteln. Bei uns hat kein Einziger zu seiner Normalform gefunden“, sagte Johannes Mattig. Anstatt auf dem dafür in der dritten Liga erforderlichen Niveau Gegenwehr zu leisten, ließen sich die Fellbacher vom TV Bliesen um den US-Profi Connor Lammey und den luxemburgischen Nationalspieler Steve Weber regelrecht aus der Halle schießen.

„Ich kann nicht sagen, inwieweit das Hickhack um den Trainerwechsel oder unsere Personalsorgen eine Rolle gespielt haben. Tatsache ist, dass uns rein gar nichts gelungen ist und auch Änderungen keine Wirkung hatten“, sagte Johannes Mattig, dessen Bruder seine Aushilfstätigkeit nach gerade einmal einer Stunde Spielzeit schon wieder beenden konnte. Hoffnung macht der SVF-Zweitvertretung weiterhin der Blick in die Zukunft. Zum einen haben die beiden Hauptkonkurrenten im Tabellenkeller, TV Radolfzell und SG U.N.S. Rheinhessen, am Wochenende auch verloren. Zum anderen stehen am 17. Februar gegen die TuS Kriftel die am Samstagabend neben Libero Tim Rainer (Handbruch) schmerzlich vermissten Mittelblocker Oliver Pesch und Thomas Ranner wieder zur Verfügung. „Unsere eigentlichen Endspiele kommen erst noch“, sagte Johannes Mattig. SV Fellbach II: Lepthin, Sellner, Hentschel, Peemüller, Welsch, Hirning, Johannes Mattig, Heumann, Wich, Imbert.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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