Ein Auftakt mit reichlich Steigerungspotenzial

Der SV Fellbach leistet sich in seinem ersten Spiel der Zweitliga-Saison zu viele Fehler und unterliegt den Gastgebern des SV Schwaig mit 0:3. Dennoch blickt der neue Trainer Thiago Welter zuversichtlich auf die anstehenden Aufgaben.


25.09.2017

Fotos: Picture Partners

Die Volleyballer des SV Fellbach sind – wie schon in der vergangenen Runde – auch diesmal zum Auftakt der Saison in der zweiten Bundesliga nicht umhingekommen, ihren Konkurrenten zu einem deutlichen Erfolg zu gratulieren. Gab es seinerzeit im Nachbarschaftsduell beim TSV G. A. Stuttgart eine überraschende Dreisatz-Niederlage, so war das 0:3 (19:25, 14:25, 16:25) am Samstag beim SV Schwaig weniger bemerkenswert. Immerhin ist der Gastgeber nicht nur für die Konkurrenz, sondern auch selbst ernannt ein Anwärter auf den Meistertitel. Entsprechend fiel die Bewertung des neuen SVF-Trainers Thiago Welter zum Spiel aus. „Bei diesem Gegner kann man verlieren, das ist gar keine Frage. Etwas enttäuscht bin ich lediglich über die Höhe der Niederlage und darüber, dass wir es nicht geschafft haben, den Schwaigern unser Spiel aufzuzwingen“, sagte der Brasilianer.

Nur bis Mitte des ersten Satzes entwickelte sich vor knapp 300 Zuschauern ein ausgeglichenes Spielgeschehen, was aber auch daran lag, dass beide Mannschaften zunächst kein hohes Zweitliganiveau erreichten: „Die Schwaiger haben sieben Aufschlagfehler gemacht und wir sogar acht. Wären wir ein bisschen stabiler gewesen, dann hätten wir durchaus mit 1:0 nach Sätzen in Führung gehen können“, sagte Thiago Welter. Stattdessen fanden aber die Mittelfranken, die im Gegensatz zu den Gästen bereits ihr drittes Saisonspiel absolvierten, schneller zu ihrem Rhythmus und zogen von 17:15 vorentscheidend auf 21:16 davon. Vom zweiten Durchgang an entwickelte sich dann eine recht einseitige Partie, in der die Fellbacher zumeist das Nachsehen hatten. „Die Schwaiger haben sich in einen Rausch gespielt, bei denen hat irgendwann alles funktioniert und wir haben es nicht geschafft, im Angriff unsere Bälle auf den Boden des gegnerischen Spielfelds zu bekommen“, sagte Thiago Welter, der mit ansehen musste, wie sein Team in den Sätzen zwei und drei beim 14:25 und 16:25 chancenlos war.

 

Viel Grund, sein Team – in dem noch am ehesten der Libero Sebastian Mättig und der Außenangreifer Jan Jalowietzki ihr Können präsentierten – nach der 71-minütigen Vorstellung allzu stark zu kritisieren, sah Thiago Welter aber nicht: Zum einen wird nicht jeder Gegner die sportliche Klasse des SV Schwaig haben, der fünf ausländische Profis und mehrere erstligaerfahrene deutsche Akteure aufs Feld schickte. Zum anderen gibt es innerhalb der eigenen Mannschaft noch einiges an Potenzial, was aus unterschiedlichen Gründen bei der Saisonpremiere am Samstag noch nicht gezeigt wurde. Am offensichtlichsten wurde dies bei Tim Holler, der künftig zum Fellbacher Anführer im Angriff werden soll. Am Samstag war der amtierende deutsche Beachvolleyball-Meister kurzfristig aufgrund einer starken Erkältung geschwächt. Mitte des ersten Satzes erlöste ihn Thiago Welter und brachte Tin Tomic im Außenangriff.

„Wir haben die Saison nicht so begonnen, wie ich das gerne gehabt hätte, aber es gibt keinen Grund, alles negativ zu sehen. Meine Mannschaft wird schon nächste Woche gegen das Team aus Hammelburg ganz anders auftreten, davon bin ich überzeugt“, resümierte Thiago Welter. SV Fellbach: Manuel Harms, Nadale, Leipert, Köder, Lagzdins, Koch, Jalo- wietzki, Mättig, Pfeffer, Holler, Tomic.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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