Ein Doppelspieltag mit vielen Erinnerungen

Valters Lagzdins und Jan Jalowietzki kehren am Samstag nach Friedrichshafen zurück. Am Sonntag gastiert der Zweitliga-Verbund des SVF noch in Unterhaching. Dort gehört Adis Katanovic zum Trainerteam, ein früherer Fellbacher Erstliga-Profi.


24.11.2017

Erinnerungen an Fellbacher Erstliga-Zeiten: Adis Katanovic (Zweiter von links), jetzt Trainer des Zweitliga-Konkurrenten TSV Unterha- ching II, im Januar 2002 mit Dirk Taubert, Simon Tischer, Jochen Schmid und Stjepan Masic (von links) Foto: Patricia Sigerist

Das Auswärtsspiel in Friedrichshafen ist in gewisser Weise immer auch ein Heimspiel für den einen oder anderen beim SV Fellbach. Valters Lagzdins zum Beispiel war mal Volleyball-Schüler am Bodensee. Er hat viel gelernt und nichts vergessen. Der 28-Jährige mit dem geschmeidigen Bewegungsablauf, herausragender Spieler des Fellbacher Zweitliga-Verbunds, kehrt gern zurück an seine Wirkungsstätte als Teenager. Ebenso Jan Jalowietzki, der am Samstag rund um das Nachmittagsspiel (15.30 Uhr, Arena) bei den VYS Friedrichshafen nicht nur gute Bekannte trifft, sondern auch seinen Vater. Bogdan („Blockdan“) Jalowietzki, einst Kapitän der meist meisterlichen Erstliga-Mannschaft des VfB Friedrichshafen, gehört seit acht Jahren zum Trainerteam der Begabten: „Ich freue mich immer zu sehen, wie Jan spielt, und hoffe, dass er gut spielt. Aber während des Spiels ist er unser Gegner.“ Sein Filius, 21, muss am Wochenende auch noch ohne Heimspielgefühl auswärts antreten. Am Sonntag, 16 Uhr, ist der SV Fellbach ein weiteres Mal gefordert: beim TSV Unterhaching II. In der Sportarena dort werden vielleicht bei Adis Katanovic, einem der Trainer des Aufsteigers aus Bayern, Erinnerungen aufkommen.

Adis Katanovic schlug früher für den SV Fellbach auf. Der nun 40-Jährige kämpfte in der bis dahin letzten Erstliga-Saison des Vereins an der Seite von Simon Tischer, Marc Blaich, Jörg Ahmann, Dirk Taubert, Jochen Schmid oder Kapitän Stjepan Masic gegen den Abstieg. Letztlich vergebens. Trotz einer starken Hinrunde mit vier Siegen kam der Aufsteiger im März 2002 um den Wiederabstieg nicht herum. Adis Katanovic, damals bosnischer Auswahlspieler, blieb auch in der zweiten Liga noch für eine Saison beim SVF. Verdammt lang her: Mittlerweile hat er sich in Bayern in Sachen Gebäude- und Hausmeisterservice eine berufliche Existenz aufgebaut. Zudem steht er an der Seite von Dejan Stankovic dem TSV Unterhaching II vor. Ersterer, A-Lizenz-Inhaber, ist offiziell Cheftrainer, letzterer inoffiziell.

Während die Stützpunkttalente der VYS Friedrichshafen – wie die Schüler des Frankfurter Volleyball-Internats – ungeachtet ihrer Resultate Erfahrungen in dieser Liga sammeln können, erhöhen die Bayern den Druck auf den vom Abstieg nicht ausgenommenen Rest des Feldes. Sie sind, zumal mit dem erstligaerfahrenen Kapitän Roy Friedrich, unbedingt konkurrenzfähig, können zudem auf die Unterstützung des neu gegründeten Fanklubs Hachinga Hammerblock zählen. „Wir sind von Spiel zu Spiel gewachsen. Beim 3:0-Erfolg zuletzt in Delitzsch hat man gesehen, was die Jungs draufhaben“, sagt Adis Katanovic. Der TSV Unterhaching II verstärkt mit dem Aufsteiger aus Baden-Württemberg, dem SSC Karlsruhe, noch den Trend der vergangenen Saison. „Die Liga ist extrem ausgeglichen, in der Südstaffel wird tolle Arbeit geleistet“, sagt Jakob Schönhagen, der Trainer der FT Freiburg, der vor sechs Tagen mit seinem Verbund eine 2:3-Niederlage beim SV Fellbach erlitt.

Alle, die da tolle Arbeit leisten, wollen möglichst früh möglichst oft gewinnen, damit sie später nicht zu jenen gehören, die trotz der tollen Arbeit in Schwierigkeiten geraten. Der SV Fellbach ist dabei mit vier Siegen aus den ersten sieben Spielen bereits ein gutes Stück vorangekommen. Die Niederlagen unterliefen den Volleyballern um den Trainer Thiago Welter gegen die Teams aus Eltmann, Schwaig und Grafing, die gerade auf den Plätzen zwei bis vier logieren. Die ersten sieben Begegnungen dieser Zweitliga-Saison haben sich auf acht Wochen verteilt, nun warten vier Aufgaben binnen acht Tagen. Nach dem anstehenden Doppelspieltag folgt direkt der nächste mit den Auftritten gegen die TGM Gonsenheim (2. Dezember) und beim Volleyball-Internat Frankfurt (3. Dezember), „Das Programm ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch sehr herausfordernd. Aber wir haben zum Glück einen breiten Kader und können die Belastung steuern“, sagt Thiago Welter. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gute Spiele machen werden.“

Angefangen mit dem Auswärtsspiel an diesem Samstag in Friedrichshafen, das für Valters Lagzdins und Jan Jalowietzki in gewisser Weise ein Heimspiel wird.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Landespokalsieger: 2010

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Landespokalsieger 2015

 

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