Bundesliga: Ein entfesselter Kanadier: hoch, höher, Howe

Das Zweitliga-Team des SV Fellbach fährt mit viel Schwung nach Schwaig. Thomas Rennet

Es war ein besonderer Moment für Valters Lagzdins. Der 26-Jährige durfte am Mittwochabend erstmals wieder aufs Spielfeld tänzeln nach fast zweimonatiger Zwangspause und noch längerer Leidenszeit.


08.01.2016

Eine schmerzhafte Fußblessur hatte ihn gestoppt, im Auftaktsatz des Testspiels gegen die Erstliga-Volleyballer des TV Rottenburg kam der Angreifer beim Stand von 19:22 zurück – zum Service. Im vierten Abschnitt durfte der beste Spieler der vergangenen Zweitliga-Saison auch wieder am Netz hochsteigen. Ein Anfang, auf den Valters Lagzdins lange hatte warten müssen. „Sein Einstand war okay. Wir werden die nächsten Wochen intensiv mit Valters arbeiten, um ihn zurückzuführen“, sagte Markus Weiß, der Trainer des Zweitliga-Tabellenführers SV Fellbach, vor dem Ligastart 2016 am Samstagabend (19.30 Uhr, Hans-Simon-Halle) beim SV Schwaig.

Der A-Lizenz-Inhaber an der Seitenlinie durfte sich am Mittwoch nicht nur über die Rückkehr des Hauptangreifers freuen. Die Fellbacher Flugstaffel gab gegen den TV Rottenburg einen Einblick in ihr bemerkenswertes Potenzial (wir haben berichtet). Der Gastgeber um den Kapitän Marvin Klass unterlag dem Erstligisten am Ende zwar mit 2:3, ein Unterschied – gar ein Klassenunterschied – war aber zumindest an diesem Abend nicht zu erkennen. „Es war eine gelungene Vorstellung meiner Mannschaft“, sagte Markus Weiß. Auffällig in Szene setzen konnten sich dabei die Blocker Valentino Nadale und Christopher Howe. Elf direkte Blockpunkte gingen für den SVF in die Wertung ein. „Damit können wir gegen einen Erstligisten rundum zufrieden sein“, sagte der Fellbacher Trainer. Zudem wussten eben Valentino Nadale und Christopher Howe, auch dank der feinen Vorarbeit der Zuspieler Patrick Köder und (später) Felix Klaue, genauso in der Offensive zu überzeugen. Letzterer, der zusehends entfesselte Kanadier im Fellbacher Zweitliga-Verbund, fliegt sehr, sehr weit oben im Luftraum der Gäuäckerhalle I: hoch, höher, Howe.

Die Begegnung beim SV Schwaig wird deshalb nicht einfacher. Schon das Hinspiel konnte der SV Fellbach nur knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Die fünftplatzierten Franken haben bereits sechsmal in dieser Zweitliga-Saison mit 2:3 verloren, auch gegen vermeintlich schwächere Konkurrenz. Dafür haben die Männer um den Trainer Michael Raddatz (früher beim SVF) in der Hinrunde den Tabellen- dritten TV/DJK Hammelburg und den Tabellenzweiten L. E. Volleys aus Leipzig besiegt.

Vor der anspruchsvollen Aufgabe am Samstagabend in Schwaig ist Markus Weiß froh, dass Yannick Harms und Jonas Hanenberg, zwei Akteure mit Erstliga-Erfahrung, wieder zusätzlichen Rückhalt geben können. Die beiden hatten gegen den TV Rottenburg noch passen müssen. Fehlen wird erneut Tim Holler (Schulterprobleme). „Ansonsten können wir auf alle zurückgreifen“, sagte Markus Weiß.

Auch wieder auf Valters Lagzdins, der nach seinem Neubeginn noch ein paar besondere Momente in dieser Saison erleben will.

 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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