Ein ganz starker, ein noch zu schwacher Gegner

Das Zweitliga-Team des SVF unterliegt in Hammelburg und

besiegt die Nachwuchskräfte vom Bodensee.


29.01.2018

Der Angreifer Timo Koch (Nummer 16) ist am Sonntag kaum aufzuhalten. Foto: Nicklas Santelli

Zum Abschluss des Spielwochenendes haben sich die Zuschauer in Erwartung des Matchballs noch ein weiteres Mal von ihren Plätzen erhoben. Wenig später ist den Volleyballern des SV Fellbach am Sonntagabend unter dem Beifall des Publikums in der Gäuäckerhalle I der letzte Hieb zum 3:1-Erfolg (25:20, 25:17, 28:30, 25:14) gegen die Nachwuchskräfte der VYS Friedrichshafen gelungen. Tags zuvor hatte die Zweitliga-Mannschaft um den Trainer Thiago Welter trotz respektabler Vorstellung ihrem Gegner den finalen Zähler überlassen müssen. Die Reisenden aus dem Schwabenland unterlagen im Frankenland dem heimstarken TV/DJK Hammelburg mit 0:3 (22:25, 21:25, 14:25). Für die Konkurrenz in der zweithöchsten Spielklasse ist es ganz offenbar ein überaus schwieriges Unterfangen, aus Hammelburg den Sieg davonzutragen. In der Saaletalhalle gewinnt aus guter Gewohnheit: der Gastgeber. Siebenmal ist der Tabellensechste in dieser Saison zu Hause in Unterfranken angetreten – siebenmal hat er sich den Sieg nicht nehmen lassen. Das Team des SV Fellbach hat lange in beharrlicher Weise Widerstand geleistet und so versucht, diese Serie zu beenden. Doch es ist beim Versuch geblieben, weil der TV/DJK Hammelburg auch in den ersten beiden Sätzen, gut auf- und eingestellt, eine Idee besser war. „Die Hammelburger haben exzellent gespielt. Wir sind ständig herausgefordert worden, wir mussten viel Druck aushalten, und das haben wir lange auf hohem Niveau geschafft“, sagte Thiago Welter, der nach dem Samstagsspiel nur mit dem Ergebnis unzufrieden war. Und nicht mit der Leistung vor den exakt 575 Zuschauern in der Saaletalhalle, in der sich Gäste auch auf die vergleichsweise geringe Hallenhöhe einstellen müssen.

Der SV Fellbach setzte dem homogenen Heimverbund durchaus zu, nur eben nicht hartnäckig genug in entscheidenden Phasen. Der 29-jährige Trainer setzte dabei fast alle verfügbaren Kräfte ein. Dabei konnte  ihn  seine  Mannschaft  mit  dem Hauptangreifer Valters Lagzdins an der Spitze, trotz der Schulterbeschwerden in den vergangenen Wochen am Samstag wieder  in  Klasseform,  weithin überzeugen.

 

„Diese Erfahrung war sehr, sehr wichtig für die Jungs“, sagte Thiago Welter. Etwa für die jungen Außenangreifer Jan Jalowietzki, 21, und Tin Tomic, 20 – letzteren kürte der Hammelburger Trainer Tado Karlovic nach der Begegnung zum Besten beim SVF. Am Sonntag begrüßten die Männer um den Kapitän Patrick Köder die Volleyballschüler aus Friedrichshafen, die losgelöst von Ergebnissen in der zweiten Liga lernen dürfen und in diesem Sinne schon an den beiden vorherigen Tagen Unterricht bekommen hatten. Am Freitag hatten die Begabten vom Bodensee bei der FT Freiburg (0:3) Erfahrung gesammelt. Am Samstag gewannen sie beim SSC Karlsruhe (1:3) immerhin einen Satz, den dritten erst in der laufenden Runde. Am Sonntag durften sie direkt ihren vierten Satzgewinn bejubeln. Alexander Spintzyk, 18, beendete das Hin und Her im dritten Durchgang mit einem Ass zugunsten der Volleyballer in den blauen Trikots. Im vierten Abschnitt war der SV Fellbach den Gästen wieder voraus, obschon in außergewöhnlicher Formation auf dem Feld. Sebastian Mättig, für gewöhnlich und noch am Samstag Libero, zeigte als Außenangreifer seine Offensivqualitäten, erhielt dafür gar die Auszeichnung, die dem wertvollsten Spieler der Begegnung vorbehalten ist. Tin Tomic, für gewöhnlich und noch am Samstag Außenangreifer, beschränkte sich als Libero auf Defensivaufgaben. Auch Daniel Schön, 17, bekam gegen die Teenager auf der anderen Seite des Netzes reichlich Spielzeit als Libero. Das etwas anders zusammengestellte Team, nun etwa mit dem smarten Hauptangreifer Timo Koch, dominierte letztlich wieder – unter dem Beifall der 200 Zuschauer, die sich zum Abschluss ein weiteres Mal von ihren Plätzen erhoben.

 

SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Jalowietzki, Tomic, Nadale, Filo, Klaue, Holler, Koch, Mättig, Pfeffer, Harms, Schön.

 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 

 

 

 


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