Ein Klangvoller Name in Fellbach

Talent Jan Jalowietzki wechselt vom Ligakonkurrent GSVE Delitzsch zum #RotenRudel an den Kappelberg und verspricht künftig mehr Durchschlagsstärke im Angriff.


03.08.2016

Foto: Ian Georg Strohbücker Fotografie

Die Spatzen haben es schon vor einer Weile von den Dächern gepfiffen: Nach dem Abgang von Tim Kreuzer zum Drittligist SSC Karlsruhe schließt der SV Fellbach mit Jan Jalowietzki die Lücke im Außenangriff. Der sprung- und schlaggewaltige 20Jährige trägt einen klangvollen Nachnamen, denn Vater Bogdan spielte 122-mal für die deutsche Nationalmannschaft und konnte in der Fellbacher Heimspielstätte 1998 gar den ersten Meistertitel für den VfB Friedrichshafen erzielen. Sein Sohn Jan spielte sich durch die diversen Jugendmannschaften eben jenes Serienmeister Friedrichshafen, ehe er vergangene Saison im Osten der Republik beim GSVE Delitzsch erstmals seine Heimat am Bodensee verließ. Manager Stephan Strohbücker freut sich über den Transfercoup: „Wir sehen bei Jan hat noch erhebliches Entwicklungspotential und wollen ihm die Chance geben dieses bei uns in den nächsten Jahren zu entfalten. Wir werden viel Spaß mit ihm haben.“ Auch Trainer Markus Weiß freut sich, auf den dynamischen Rechtshänder der seit Anfang August mit der Mannschaft trainiert: „Jan will unseren Weg mitgehen und er erhöht unsere Durchschlagskraft im Angriff nochmals.“ 

Im Interview spricht der Neuzugang über Perspektiven und Ziele. 

Hallo Jan, herzlich Willkommen beim #RotenRudel in Fellbach. Du bist der dritte Neuzugang diese Saison, was macht Dich zum echten #Rudeltier? Was können wir von dir auf und neben dem Platz erwarten?  

Hallo, ich freue mich, dass ich Teil des Rudels werden kann. Das #RoteRudel steht für außergewöhnliche Power und Teamwork. Das passt perfekt zu mir. Auf dem Platz bin ich sehr extrovertiert und lebe die Emotionen voll aus. Ich denke, also ich werde mich gut einfügen und ich will den Zuschauern Freude bereiten. 

Du hast dieses Wochenende deine Zelte in Fellbach aufgeschlagen. In einer Wohngemeinschaft mit Johannes Leipert, dem neuen Mittelblocker im Team, wohnst du gemeinsam in Oeffingen. Gut eingelebt? Und wie ist der Kontakt zum SV Fellbach zu Stande gekommen?

Ja, ich freue mich auf die Volleyball-WG. Johannes wird nächstes Wochenende einziehen. Der Manager Stephan Strohbücker hatte mich schon Anfang 2015 auf dem Zettel, als ich noch in Friedrichshafen gespielt habe. Es gab erste Gespräche. Allerdings führte mich mein Weg zunächst nach Delitzsch, wo ich die Möglichkeit hatte viele Spielanteile zu bekommen und ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Vergangene Rückrunde hat mich mein Vater dann an meinem Geburtstag bei unserem Auswärtsspiel in Fellbach überrascht und wir haben uns dann im Anschluss gemeinsam mit den Fellbacher Verantwortlichen zusammengesetzt. Über einen Sponsor habe ich nun die Möglichkeit eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann zu machen und gleichzeitig auf dem Topniveau trainieren und spielen zu können.  

Trotz deiner erst 20 Jahren hast du bereits vier Jahre zweite Liga auf dem Buckel. Wie hast du in dieser Zeit die Entwicklung in Fellbach wahrgenommen? 

Ich habe es immer genossen in Fellbach zu spielen, weil es von Mal zu Mal geiler wurde und immer etwas Neues dazugekommen ist. Die Marketingarbeit ist wirklich toll und wir wollen junge Leute für Volleyballbegeistern. Ich habe mich schon Wochen vorher gefreut, dass es nun nach Fellbach geht und dass ich jetzt selber ein Teil davon sein darf. Ich weiß auch schon, dass wir auch diese Saison die Zuschauer noch mehr begeistern werden, aber das darf ich noch nicht verraten (grinst). 

Das heißt berufliche Perspektive und „geile Stimmung“ sind die Gründe für deinen Wechsel? Wie sieht die Perspektive aus? 

Ja, auf jeden Fall. Beim #RotenRudel ist IMMER eine geile Stimmung in der Halle und das will ich nicht verpassen. Allerdings habe ich gehört am Neckar kann man super angeln, was ich als Kind vom Bodensee gerne tue (lacht). 

Ich hoffe ich habe noch einiges vor mir, und deshalb will ich mich weiterentwickeln, möglichst viel von der Volleyballwelt erleben. Der Meistertitel oder gar der der Aufstieg in die Bundesliga wäre unglaublich. Diese Perspektive sehe ich in Fellbach in den nächsten Jahren. Ich denke, nicht jeder erlebt einen Aufstieg mit und es wäre eine tolle Erfahrungen, die ich hoffentlich irgendwann mal weitergeben kann. 

Ein anderer Grund ist aber auch, dass meine Heimat in der Nähe ist und ich auch mal zum Abschalten an den Bodensee fahren kann – vielleicht angelt es sich ja dort dann doch besser. Letztlich kann ich sagen, rundum das beste Paket für mich.

Deine Einstellung scheint zu stimmen, man hört du bist sehr leistungsorientiert und ehrgeizig. Zum Sport gehört jedoch auch immer ein Gegner, den es erst einmal zu bezwingen gilt. Wie schätzt du die Gegner in der 2. Bundesliga ein? 

Ich denke, wir haben die Möglichkeiten wieder um den Titel mitzuspielen. Ich hoffe, dass es dann auch finanziell reicht und wir einige Sponsoren finden, die mit uns den Sprung ins Oberhaus angehen wollen. Das wird ein hartes Stück Arbeit und sehr schwer, da ich die Liga stärker einschätze als sie letztes Jahr war. Vizemeister Eltmann ist perfekt eingespielt und hat sich nochmals verstärkt. Hammelburg hat letztes Jahr schon gezeigt, was ein Aufsteiger reißen kann. Dazu kommen Dresden und Rüsselsheim mit ebenfalls hochklassiger Erfahrung. 

Wie sieht es mit deinen persönlichen Zielen aus?  

Das erste Ziel, das jetzt vor mir steht, ist jetzt erstmal, dass ich mich in das Team mit einbringe und meine eigene Rolle finde. Auf der Position Außenangriff habe ich mit unserem Kapitän Marvin [Klass], Yannick [Harms] erstligaerfahrene Konkurrenz und mit Pascal [Winter] und Tin [Tomic] zwei motivierte Talente, die bereits Meister geworden sind. Mittelfristig ist mein Hauptziel, wie schon gesagt, mit dem SV Fellbach in die 1. Liga zu kommen und vielleicht sogar mal mit dem SVF die Deutsche Meisterschaft in der gleichen Halle zu feiern wie mein Vater (lacht). 

Vielen Dank, Jan, für das sympathische Gespräch. Wir freuen uns dich bald als Teil des #RotenRudels sehen zu dürfen und wünschen Dir viel Spaß und Erfolg beim Einleben in Fellbach und besonders einen guten Ausbildungsstart. 


Dateien:
Foto Jan Jalowietzki670 K

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Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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